{"id":141636,"date":"2024-04-03T07:32:00","date_gmt":"2024-04-03T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=141636"},"modified":"2024-03-27T15:26:54","modified_gmt":"2024-03-27T14:26:54","slug":"co2-negatives-bauen-durch-neuartigen-verbundwerkstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/co2-negatives-bauen-durch-neuartigen-verbundwerkstoff\/","title":{"rendered":"CO2-negatives Bauen durch neuartigen Verbundwerkstoff"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/www.ditf.de\/de\/aktuelles\/pressemeldungen\/detail\/co2-negatives-bauen-durch-neuartigen-verbundwerkstoff.html?file=files\/inhalt\/Nachrichten\/Pressemeldungen\/2024\/DITF_Photo1_CO2negbuilding.jpg&amp;cid=13138\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"410\" height=\"170\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo1_CO2negbuilding-317f8486.jpg\" alt=\"Struktur eines Wandelements\" class=\"wp-image-141660\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo1_CO2negbuilding-317f8486.jpg 410w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo1_CO2negbuilding-317f8486-300x124.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo1_CO2negbuilding-317f8486-150x62.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo1_CO2negbuilding-317f8486-400x166.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Struktur eines Wandelements. Photo: DITF<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Die DITF leiten das Verbundprojekt \u201eDACCUS-Pre*\u201c. Die Grundidee des Projektes ist es, einen neuen Baustoff zu entwickeln, der langfristig Kohlenstoff speichert und der Atmosph\u00e4re sogar mehr CO<sub>2<\/sub>\u00a0entnimmt, als bei seiner Herstellung freigesetzt wird.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Zusammenarbeit mit der Firma TechnoCarbon Technologies ist das Vorhaben inzwischen weit fortgeschritten \u2013 ein erster Demonstrator als Hauswandelement konnte realisiert werden. Dieser besteht aus drei Werkstoffen: Naturstein, Carbonfasern und Biokohle. Jede einzelne Komponente tr\u00e4gt dabei in unterschiedlicher Art und Weise zu der negativen CO<sub>2<\/sub>-Bilanz des Werkstoffs bei:<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Gesteinsplatten aus Naturstein bilden die Sichtw\u00e4nde des Wandelements. Durch die mechanische Bearbeitung des Materials, dem Zus\u00e4gen in Gesteinstrennmaschinen, fallen nennenswerte Mengen an Gesteinsstaub an. Dieser ist durch seine gro\u00dfe spezifische Oberfl\u00e4che sehr reaktionsfreudig. Durch Silikatverwitterung des Gesteinsstaubs wird einen gro\u00dfe Menge CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus der Atmosph\u00e4re dauerhaft gebunden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.ditf.de\/de\/aktuelles\/pressemeldungen\/detail\/co2-negatives-bauen-durch-neuartigen-verbundwerkstoff.html?file=files\/inhalt\/Nachrichten\/Pressemeldungen\/2024\/DITF_Photo2_CO2negbuilding.jpg&amp;cid=13138\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"410\" height=\"481\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo2_CO2negbuilding-e7a04ae3.jpg\" alt=\"Hauswandelement aus drei zusammengesetzten Stoffen\" class=\"wp-image-141661\" style=\"aspect-ratio:0.8523908523908524;width:334px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo2_CO2negbuilding-e7a04ae3.jpg 410w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo2_CO2negbuilding-e7a04ae3-256x300.jpg 256w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo2_CO2negbuilding-e7a04ae3-128x150.jpg 128w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/03\/DITF_Photo2_CO2negbuilding-e7a04ae3-230x270.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hauswandelement aus drei zusammengesetzten Teilen. Photo DITF <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Carbonfasern in Form von technischem Gewebe verst\u00e4rken die Seitenw\u00e4nde der Wandelemente. Sie nehmen Zugkr\u00e4fte auf und sollen, analog zu Verst\u00e4rkungsstahl in Beton, den Baustoff stabilisieren. Die verwendeten Carbonfasern sind biobasiert, hergestellt auf der Basis von Biomasse. Lignin-basierte Carbonfasern, wie sie an den DITF Denkendorf seit langem technisch optimiert werden, sind f\u00fcr diese Anwendung besonders geeignet: Sie sind durch niedrige Rohstoffkosten g\u00fcnstig und haben eine hohe Kohlenstoffausbeute. Au\u00dferdem sind sie nicht, wie Verst\u00e4rkungsstahl, anf\u00e4llig f\u00fcr Oxidation und dadurch wesentlich l\u00e4nger haltbar. Wenngleich Carbonfasern in der Herstellung energieintensiver sind als Stahl, wie er in Stahlbeton verwendet wird, so wird doch nur eine geringe Menge f\u00fcr den Einsatz im Baustoff ben\u00f6tigt. Dadurch ist die Energie- und CO<sub>2<\/sub>-Bilanz erheblich besser als f\u00fcr Stahlbeton. Durch die Verwendung von Solarw\u00e4rme und Biomasse zur Herstellung der Carbonfasern und die Verwitterung der Steinst\u00e4ube wird die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz des neuen Baumaterials insgesamt sogar negativ, wodurch CO<sub>2<\/sub>-negatives Bauen von Geb\u00e4uden m\u00f6glich wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dritte Komponente des neuen Baumaterials besteht aus Biokohle. Diese kommt als F\u00fcllmaterial zwischen den beiden Gesteinsplatten zum Einsatz. Die Kohle wirkt als effektives D\u00e4mmmaterial. Sie ist zus\u00e4tzlich ein dauerhafte CO<sub>2<\/sub>-Speicherquelle, die in der CO<sub>2<\/sub>-Bilanz des gesamten Wandelements eine nennenswerte Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus technischer Sicht ist der bereits realisierte Demonstrator, ein Wandelement f\u00fcr den konstruktiven Bau, weit ausgereift. Als Naturstein wurde ein Gabbro aus Indien verwendet, der optisch hochwertig und f\u00fcr hohe Lastaufnahmen geeignet ist. Das wurde in Lasttests nachgewiesen.&nbsp; Biobasierte Carbonfasern dienen als Decklagen der Gesteinsplatten. Die Biokohle der Firma Convoris GmbH zeichnet sich durch besonders gute W\u00e4rmeisolationswerte aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz einer Hauswand aus dem neuen Werkstoff wurde berechnet und der von etabliertem Stahlbeton gegen\u00fcbergestellt. Es ergibt sich eine Differenz in der CO<sub>2<\/sub>-Bilanz von 157 CO<sub>2<\/sub>-Equivalenten je Quadratmeter Hauswand. Eine deutliche Einsparung!<\/p>\n\n\n\n<p>*&nbsp;<em>(Methods for removing atmospheric carbon dioxide (Carbon Dioxide Removal) by Direct Air Carbon Capture, Utilization and Sustainable Storage after Use (DACCUS).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die DITF leiten das Verbundprojekt \u201eDACCUS-Pre*\u201c. Die Grundidee des Projektes ist es, einen neuen Baustoff zu entwickeln, der langfristig Kohlenstoff speichert und der Atmosph\u00e4re sogar mehr CO2\u00a0entnimmt, als bei seiner Herstellung freigesetzt wird.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In Zusammenarbeit mit der Firma TechnoCarbon Technologies ist das Vorhaben inzwischen weit fortgeschritten \u2013 ein erster Demonstrator als Hauswandelement konnte realisiert werden. [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":141663,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Ein neuer Verbundwerkstoff h\u00e4lt Einzug in die Bauindustrie. Hergestellt aus Naturstein, Carbonfasern und Biokohle ist er eine Alternative zu Stahlbeton. 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