{"id":140610,"date":"2024-03-13T07:08:00","date_gmt":"2024-03-13T06:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=140610"},"modified":"2024-03-12T10:26:45","modified_gmt":"2024-03-12T09:26:45","slug":"ppwr-bleibt-armutszeugnis-fur-die-eu-burokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ppwr-bleibt-armutszeugnis-fur-die-eu-burokratie\/","title":{"rendered":"PPWR bleibt Armutszeugnis f\u00fcr die EU-B\u00fcrokratie"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Nach der am 4. M\u00e4rz 2024 erfolgten Einigung der Verhandler von Europ\u00e4ischem Parlament und Mitgliedstaaten \u00fcber neue Regeln f\u00fcr Verpackungen in der EU kritisieren die Hersteller von Kunststoffverpackungen die zahlreichen Sonderregeln f\u00fcr Verpackungen aus Kunststoff und Ausnahmen f\u00fcr Papier- und Kartonverpackungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/sites\/default\/files\/styles\/image_1376_774\/public\/ww\/2024-03\/schmuckbild_kunststoffverpackung_aisyaqilumar-adobe-stock_29792.jpeg.webp?itok=dmJ6BEiO\" alt=\"\" title=\"Ein B\u00e4rendienst f\u00fcr Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz: Die Ausnahme von Verpackungen mit weniger als 5 % Kunststoffanteil von den Rezyklateinsatzquoten f\u00fchrt dazu, dass reine Kunststoffverpackungen durch schlecht recycelbare kunststoffbeschichtete Kartonagen ersetzt werden.\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein B\u00e4rendienst f\u00fcr Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz: Die Ausnahme von Verpackungen mit weniger als 5 % Kunststoffanteil von den Rezyklateinsatzquoten f\u00fchrt dazu, dass reine Kunststoffverpackungen durch schlecht recycelbare kunststoffbeschichtete Kartonagen ersetzt werden. <br>\u00a9 Aisyaqilumar \u2013 adobe.stock.com<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Anstatt die Menge an Verpackungsabf\u00e4llen wirksam zu reduzieren und der Wirtschaft klare und umsetzbare Regeln zu geben, w\u00fcrden die gestern beschlossenen Regelungen zu mehr Verpackungsabf\u00e4llen, schlechter recycelbaren Verpackungen und einer erheblichen Rechtsunsicherheit f\u00fchren. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen ruft daher Kommission, Rat und Parlament dazu auf, bei der juristischen \u00dcberpr\u00fcfung f\u00fcr faire und effektive Regeln f\u00fcr alle Verpackungsmaterialien zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gleiche Regeln f\u00fcr alle Materialien gefordert<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele der Regelungen zu Verpackungsverboten, Mehrwegquoten, Recyclinganforderungen und Einsatzquoten f\u00fcr Rezyklate gelten nur f\u00fcr Kunststoffverpackungen oder sehen Ausnahmen f\u00fcr andere Verpackungsmaterialien vor. Dabei hatte ein von IK, EUPC und Elipso in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten gezeigt, dass solche unterschiedlichen Regelungen von Verpackungsmaterialien mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen den EU-rechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz versto\u00dfen, da keine sachlichen Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Ungleichbehandlung vorliegen und diese auch nicht mit den Zielen der PPWR vereinbar ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klare und rechtssichere Regelungen n\u00f6tig<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eWir fordern die Entscheider auf, die unrechtm\u00e4\u00dfigen Sonderregeln zu streichen und gleiche Regeln f\u00fcr alle Verpackungsmaterialien zu schaffen\u201c, so Dr. Martin Engelmann, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK. \u201eDie EU-Kommission pr\u00fcft derzeit, ob sie der vorl\u00e4ufigen Einigung zustimmen kann. Wir sehen in der \u00dcberpr\u00fcfung des Kompromisses die Chance, klare und vor allem rechtssichere Regelungen zu treffen\u201c, so Engelmann<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVerbote und Wiederverwendungsvorgaben ausschlie\u00dflich f\u00fcr Kunststoffverpackungen stehen im klaren Widerspruch zu den Zielen der PPWR. Anstelle zur Reduktion von Verpackungsabf\u00e4llen beizutragen, f\u00fchren sie lediglich zu einem Ausweichen auf Einwegverpackungen aus anderen Materialien, zum Beispiel Papier- und Kartonverpackungen, die im Vergleich zu Kunststoffverpackungen oft weniger nachhaltig sind\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Isabell Schmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kreislaufwirtschaft in der\u00a0<a href=\"https:\/\/kunststoffverpackungen.de\/der-verband\/ueber-uns\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freibrief f\u00fcr \u00f6kologisch bedenkliche Verbundverpackungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Schlimmer noch: Die Ausnahme von Verpackungen mit weniger als 5 % Kunststoffanteil von den Rezyklateinsatzquoten f\u00fchrt sogar dazu, dass reine Kunststoffverpackungen durch schlecht recycelbare kunststoffbeschichtete Kartonagen ersetzt werden. Deshalb warnt Dr. Schmidt eindringlich vor den Folgen der Sonderregeln im aktuellen Vorschlag zum PPWR: \u201eInsgesamt beg\u00fcnstigen die Sonderregelungen eine Verschiebung hin zu dickeren und schwereren Verpackungsmaterialien und damit zu mehr Verpackungsm\u00fcll und mehr CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Das ergibt \u00f6kologisch keinen Sinn!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der am 4. M\u00e4rz 2024 erfolgten Einigung der Verhandler von Europ\u00e4ischem Parlament und Mitgliedstaaten \u00fcber neue Regeln f\u00fcr Verpackungen in der EU kritisieren die Hersteller von Kunststoffverpackungen die zahlreichen Sonderregeln f\u00fcr Verpackungen aus Kunststoff und Ausnahmen f\u00fcr Papier- und Kartonverpackungen. 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