{"id":137536,"date":"2024-01-22T07:20:00","date_gmt":"2024-01-22T06:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=137536"},"modified":"2024-01-15T17:51:15","modified_gmt":"2024-01-15T16:51:15","slug":"industrietransformation-aus-einem-guss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/industrietransformation-aus-einem-guss\/","title":{"rendered":"Industrietransformation aus einem Guss"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"110\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/01\/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-16.52.17.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-137563\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/01\/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-16.52.17.png 728w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/01\/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-16.52.17-300x45.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/01\/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-16.52.17-150x23.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2024\/01\/Bildschirmfoto-2024-01-15-um-16.52.17-400x60.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Der BDI ver\u00f6ffentlicht gemeinsam mit dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und WWF ein Thesenpapier zum Thema CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung, Speicherung und Nutzung. Der Schulterschluss von Industrie, Gewerkschaften und Umweltverb\u00e4nden zeigt, dass Carbon Management einen wichtigen Baustein darstellt, um unsere Klimaziele zu erreichen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die geplante Carbon Management Strategie nun rasch zu verabschieden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nur mit dem ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren Energien, dem Hochlauf der Kreislauf- und Wasserstoffwirtschaft, Carbon Management und guter Arbeit stellen wir die deutsche Industrie zukunftsfest auf. Technische L\u00f6sungen verstehen sich als Erg\u00e4nzung zu nat\u00fcrlichen Kohlenstoffsenken, die in Form intakter \u00d6kosysteme massiv gest\u00e4rkt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Transformation der Industrie hin zur Klimaneutralit\u00e4t ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr Deutschland als Wirtschaftsstandort der Zukunft und f\u00fcr hochwertige Besch\u00e4ftigung. Sie muss gelingen, damit Deutschland nicht nur seiner nationalen, sondern auch internationalen klima- und sozialpolitischen Verantwortung gerecht<br>wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Unterschiede in unseren Positionen senden wir ein kollektives Signal: Eine neue, ganzheitliche Diskussion zur Industrietransformation, die neben dem Ausbau erneuerbarer Energie und dem Hochlauf der Kreislauf- und Wasserstoffwirtschaft auch CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung, Speicherung und Nutzung (CCS und CCU) umfasst, ist wichtig. Diese Diskussion muss auf wissenschaftlichen Szenarien basieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass nur im Dialog tragf\u00e4hige L\u00f6sungen f\u00fcr dieses gesamtgesellschaftliche Vorhaben gefunden werden k\u00f6nnen. Deshalb halten wir im Rahmen der laufenden politischen Debatte um die Industrietransformation und Carbon Management Strategie des BMWK sowie die dazugeh\u00f6rigen \u00f6konomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen folgende Thesen \u00fcbereinstimmend fest:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Grunds\u00e4tze festlegen:<\/strong> Wir stehen hinter dem Prinzip CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung und Reduktion vor Abscheidung. Dies erfordert Klimaschutzma\u00dfnahmen wie Elektrifizierung, die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, den Ausbau erneuerbarer Energie, den Hochlauf der Kreislauf- und erneuerbaren Wasserstoffwirtschaft, sowie die St\u00e4rkung nat\u00fcrlicher Senken. Eine Carbon Management Strategie sollte die Voraussetzungen schaffen, dass diese Ma\u00dfnahmen durch den Einsatz von CCS und CCU nicht ausgebremst werden. Es ist richtig, CCS und CCU nun priorit\u00e4r dort einzusetzen, wo CO<sub>2<\/sub>-Emissionen nach aktuellem technischem Stand nicht vermieden werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig m\u00fcssen hohe \u00f6kologische und soziale Standards eingehalten werden. Die Industrie ben\u00f6tigt ad\u00e4quate \u00f6konomische und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Transformation hin zur Klimaneutralit\u00e4t. \u00d6ffentliche Mittel sollten gezielt bereitgestellt werden, um private Investitionen auszul\u00f6sen und in die Finanzierung der Transformation zu lenken. Dabei ist CCS und CCU nur einer von vielen und zugleich ein relevanter Baustein, um Teile des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu transformieren, die Klimaziele zu erreichen und langfristig hochwertige Besch\u00e4ftigung zu sichern und auszubauen.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rahmenbedingungen z\u00fcgig setzen:<\/strong> Die Zeit dr\u00e4ngt, sowohl um unsere Klimaziele einzuhalten als auch Entscheidungen f\u00fcr den Erhalt und die Transformation des Industriestandortes Deutschland herbeizuf\u00fchren und somit sichere Zukunftsperspektiven f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten zu schaffen. Die Bundesregierung sollte daher mit der Carbon Management Strategie zeitnah Klarheit \u00fcber die Zukunft von CCS und CCU schaffen und ihre Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigung benennen. Trotz der Dringlichkeit m\u00fcssen Qualit\u00e4tsstandards und Transparenz bei der Erarbeitung gewahrt werden. Hierbei muss auch eine enge Verkn\u00fcpfung mit weiteren, f\u00fcr die Transformation wichtigen Strategien erfolgen.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wirtschaftlichkeit erm\u00f6glichen:<\/strong> Mittel- bis langfristig m\u00fcssen sich selbst tragende gr\u00fcne M\u00e4rkte geschaffen werden, um die Transformation der Industrie und unseres Wirtschaftsstandortes zu stemmen. Die Bereitstellung von ausreichend Mengen an erneuerbarer Energie zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen und die z\u00fcgige Umsetzung von gr\u00fcnen Leitm\u00e4rkten sind hierbei wichtige Instrumente, die schnell vorangetrieben werden m\u00fcssen. Gr\u00fcne Leitm\u00e4rkte k\u00f6nnen u.a. durch den Hebel der \u00f6ffentlichen Beschaffung einen Umstieg auf gr\u00fcne Produkte anreizen und so herbeif\u00fchren. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Fachkr\u00e4ftebedarfe fr\u00fchzeitig erfasst und bei erwartbaren Engp\u00e4ssen schnell gegengesteuert werden.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Industrietransformation europ\u00e4isch denken:<\/strong> Auch auf europ\u00e4ischer Ebene stehen wichtige politische Entscheidungen zur zuk\u00fcnftigen Rolle von CCS und CCU-Technologien im Kontext der Industrietransformation an. Wir fordern eine enge Abstimmung zwischen Berlin und Br\u00fcssel bei der Ausgestaltung der politischen Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Strukturwandel in der Industrie sozial gerecht gestalten:<\/strong> Die Einf\u00fchrung von neuen Produktions- und Dienstleistungsprozessen in Folge der Industrietransformation wird zu Strukturver\u00e4nderungen in den Betrieben und Regionen f\u00fchren. Es gilt, diesen Strukturwandel proaktiv zu gestalten, sozial- und arbeitsmarktpolitisch zu flankieren und neue Besch\u00e4ftigungsperspektiven zu schaffen. Betriebliche und \u00fcberbetriebliche Aus- und Weiterbildungs- programme sind ein entscheidendes Instrument, um die Besch\u00e4ftigten f\u00fcr neue und auf die Zukunft ausgerichtete Arbeits- und Produktionsprozesse zu qualifizieren und somit f\u00fcr Sicherheit im Wandel zu sorgen.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beteiligung, Akzeptanz und Transparenz<\/strong> sind entscheidend: Der Ausbau erneuerbarer Energie und nat\u00fcrlicher Senken sowie der Aufbau der notwendigen Infrastruktur f\u00fcr die Industrietransformation, wie Netze und CO<sub>2<\/sub>&#8211; Transportinfrastruktur f\u00fcr CCS und CCU, steht und f\u00e4llt mit gesellschaftlicher Akzeptanz. Noch immer f\u00fchrt mangelhafte Kommunikation und Beteiligung zu Vertrauensverlusten in der Bev\u00f6lkerung. Dies muss sich \u00e4ndern, weshalb wir eine aktive und fr\u00fche Beteiligung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, L\u00e4nder und Kommunen fordern und bereit sind, unseren Beitrag wo m\u00f6glich zu leisten. Zudem gilt es, die Besch\u00e4ftigten in den betroffenen Betrieben fr\u00fchzeitig \u00fcber die Gremien der Mitbestimmung zu beteiligen. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gern stehen wir politischen Entscheidungstr\u00e4gerinnen und Entscheidungstr\u00e4gern \u2013 gemeinsam oder individuell \u2013 f\u00fcr einen Gedankenaustausch zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der BDI ver\u00f6ffentlicht gemeinsam mit dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und WWF ein Thesenpapier zum Thema CO2-Abscheidung, Speicherung und Nutzung. Der Schulterschluss von Industrie, Gewerkschaften und Umweltverb\u00e4nden zeigt, dass Carbon Management einen wichtigen Baustein darstellt, um unsere Klimaziele zu erreichen. 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