{"id":137061,"date":"2024-01-10T07:07:00","date_gmt":"2024-01-10T06:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=137061"},"modified":"2024-01-09T10:34:14","modified_gmt":"2024-01-09T09:34:14","slug":"nachhaltige-kraftstoffe-und-grundchemikalien-fur-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-kraftstoffe-und-grundchemikalien-fur-die-schweiz\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Kraftstoffe und Grundchemikalien f\u00fcr die Schweiz"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Robuste Versorgungspfade f\u00fcr nachhaltige Treibstoffe und Grundchemikalien f\u00fcr die Schweiz zu entwickeln ist das Ziel des Konsortiums &#8220;reFuel.ch&#8221;. Das Konsortium wird finanziert durch das Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE) im Rahmen des F\u00f6rderprogramms SWEET und f\u00fchrte am 8. Dezember 2023 seine Kick-off-Veranstaltung durch. Beteiligt sind neun schweizerische Hochschulen, Universit\u00e4ten und Forschungsinstitute unterschiedlicher Disziplinen sowie einen Industriepartner. Weil die Zeit f\u00fcr klimawirksame L\u00f6sungen dr\u00e4ngt, werden auch politische Entscheidungstr\u00e4ger eingebunden werden.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.empa.ch\/documents\/56164\/27716072\/Klein_Kick-off+refuel\/c1b62e70-f397-41d0-b7a9-11f48e96751d?t=1702284942073\" alt=\"\/documents\/56164\/27716072\/Klein_Kick-off+refuel\/c1b62e70-f397-41d0-b7a9-11f48e96751d?t=1702284942073\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Schweiz und der Oman ziehen an einem Strang: Der omanische Botschafter in der Schweiz, H.E. Mahmood Al Hassani (rechts) \u00fcbergibt Empa-Forscher Christian Bach (links) einen &#8220;Letter of Interest&#8221; f\u00fcr die Zusammenarbeit im reFuel.ch-Projekt. <strong>\u00a9<\/strong> Empa<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich des Besuchs des schweizerischen Bundespr\u00e4sidenten Alain Berset in Oman wurde ein &#8220;Memorandum of Understanding&#8221; zu nachhaltiger Energie und Energietechnologien unterzeichnet und Empa-Forscher Christian Bach konnte als Co-Koordinator von reFuel.ch einen entsprechenden &#8220;Letter of Interest&#8221; des omanischen Botschafters in der Schweiz, H.E. Mahmood Al Hassani, f\u00fcr eine entsprechende Zusammenarbeit im Empfang nehmen; das reFuel.ch-Konsortium kommt also genau zur rechten Zeit. Obwohl dies nur die ersten Schritte auf dem langen Weg zur Versorgung der Schweiz mit nachhaltig erzeugten Treibstoffen und Grundchemikalien sind, zeigt sich darin die internationale Dimension von reFuel.ch, das mehr als 60 Projektpartner aus der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette zusammenbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Unterzeichnung folgen bereits erste konkrete Schritte. So wird eine reFuel.ch-Delegation mit 15 Wirtschafts- und Forschungsvertretern im Dezember in den Oman reisen, um am Rande des dortigen &#8220;Green Hydrogen Summits&#8221; Gespr\u00e4che mit dem omanischen Ministerium f\u00fcr Energie und Mineralien zu f\u00fchren. Inhalt wird die Entwicklung von Ans\u00e4tzen zur Produktion nachhaltiger Energietr\u00e4ger und Grundchemikalien sowie regulatorische und markttechnische L\u00f6sungen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres \u2013 europ\u00e4isches \u2013 Fallbeispiel l\u00e4uft demn\u00e4chst in S\u00fcdspanien an. Parallel dazu sollen die Wirkungsgrade und damit auch die Kosten der heute verf\u00fcgbaren Verfahren zur Herstellung nachhaltiger Energietr\u00e4ger signifikant verbessert werden. Die Schweiz als Forschungs- und Technologiestandort kann dabei einen wichtigen Beitrag zur L\u00f6sung des globalen Klimaproblems leisten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Internationale Zusammenarbeit f\u00fcr effizientere Herstellung<\/h3>\n\n\n\n<p>Das vom BFE finanzierte Konsortium untersucht, wie fossile Kraftstoffe zum Beispiel im Flugverkehr und bei industriellen Prozessen durch nachhaltige Energietr\u00e4ger ersetzt werden k\u00f6nnen. Diese werden zu einem \u00fcberwiegenden Teil aus dem Ausland stammen. Dabei k\u00f6nnten L\u00e4nder im Sonneng\u00fcrtel der Erde eine wichtige Rolle spielen. Die Forschenden werden sich dementsprechend stark mit ausl\u00e4ndischer Produktion, regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen sowie mit der Frage der Abh\u00e4ngigkeit. Damit die Schweiz ihren Bedarf an nachhaltigen Treibstoffen und Grundchemikalien im Umfang von 30 bis 60 Terrawattstunden (ca. 3 bis 6 Milliarden Liter Diesel\u00e4quivalent) decken kann, ben\u00f6tigt sie vor Ort eine PV-Fl\u00e4che von 200 bis 400 km<sup>2<\/sup>, was etwas weniger als der Fl\u00e4che des Bodensees entspricht. Pro Quadratmeter PV-Fl\u00e4che k\u00f6nnen im Sonneng\u00fcrtel zwei- bis dreimal mehr Strom erzeugt werden als in der Schweiz. So gewonnener Strom soll k\u00fcnftig die energetische Grundlage f\u00fcr die Herstellung nachhaltiger Treibstoffe und Grundchemikalien sein.<br><br>Innerhalb der Schweiz fokussiert sich das Konsortium auf die verst\u00e4rkte energetische Nutzung von Hofd\u00fcnger (vor allem G\u00fclle) f\u00fcr die Weiterentwicklung in gasf\u00f6rmige oder fl\u00fcssige Energietr\u00e4ger und die Effizienzsteigerung der Herstellungsverfahren f\u00fcr synthetische Treibstoffe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das F\u00f6rderprogramm SWEET (\u00abSwiss Energy Research for the Energy Transition\u00bb)<\/h3>\n\n\n\n<p>SWEET f\u00fchrt rollend Ausschreibungen f\u00fcr Konsortialprojekte durch. Das F\u00f6rderprogramm l\u00e4uft bis 2032. Gef\u00f6rdert werden ausschliesslich Konsortialprojekte, die zentrale Forschungsthemen der Energiestrategie 2050 und langfristigen Klimastrategie inter- und transdisziplin\u00e4r bearbeiten. Schwerpunkt von SWEET ist die l\u00f6sungsorientierte Forschung und die Demonstration der erzielten Ergebnisse. Die Programmleitung von SWEET liegt beim Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robuste Versorgungspfade f\u00fcr nachhaltige Treibstoffe und Grundchemikalien f\u00fcr die Schweiz zu entwickeln ist das Ziel des Konsortiums &#8220;reFuel.ch&#8221;. Das Konsortium wird finanziert durch das Bundesamt f\u00fcr Energie (BFE) im Rahmen des F\u00f6rderprogramms SWEET und f\u00fchrte am 8. Dezember 2023 seine Kick-off-Veranstaltung durch. Beteiligt sind neun schweizerische Hochschulen, Universit\u00e4ten und Forschungsinstitute unterschiedlicher Disziplinen sowie einen Industriepartner. 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