{"id":13460,"date":"2013-08-09T00:00:00","date_gmt":"2013-08-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130812-01n"},"modified":"2013-08-09T00:00:00","modified_gmt":"2013-08-08T22:00:00","slug":"frauen-power-fr-umweltschutz-auch-gegen-massive-widerstnde-visionen-in-realitt-umgemnzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/frauen-power-fr-umweltschutz-auch-gegen-massive-widerstnde-visionen-in-realitt-umgemnzt\/","title":{"rendered":"Frauen-Power f&uuml;r Umweltschutz: &#8220;Auch gegen massive Widerst&auml;nde Visionen in Realit&auml;t umgem&uuml;nzt&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Tr\u00e4ger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) stehen fest. Den mit 500.000 Euro h\u00f6chstdotierten Umweltpreis Europas teilen sich 2013 die Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Firma Hock (N\u00f6rdlingen), Carmen Hock-Heyl (58), sowie die Vorstandsvorsitzende der Netzkauf Elektrizit\u00e4tsWerke Sch\u00f6nau (EWS) e.G., Ursula Sladek (67). Hock-Heyl wird geehrt, weil sie D\u00e4mmmatten f\u00fcr den Hausbau aus dem \u00d6ko-Rohstoff Hanf am Markt etabliert hat, &#8220;Stromrebellin&#8221; Sladek, weil sie aus einer B\u00fcrgerinitiative den ersten \u00d6kostromanbieter Deutschlands schuf. Die Frauen h\u00e4tten &#8220;in Zeiten, in denen sie nur bel\u00e4chelt wurden, mit \u00dcberzeugungskraft, Kompetenz und Hartn\u00e4ckigkeit gegen massive Widerst\u00e4nde zukunftsweisende Aufbauarbeit im Spannungsfeld von \u00d6kologie und \u00d6konomie geleistet und so ihre Visionen in Realit\u00e4t umgem\u00fcnzt&#8221;, sagte DBU-Generalsekret\u00e4r Dr.-Ing. E.H. Fritz Brickwedde heute. Die Preise \u00fcbergibt am 27. Oktober in Osnabr\u00fcck Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck.<\/b><\/p>\n<p><b>Hock-Heyl hat D\u00e4mmmatten aus nachwachsendem Rohstoff Hanf am Markt etabliert<\/b><\/p>\n<div style=\"float:left;margin-right:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130812-01\/phpThumb-1.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Gegen Ignoranz und Widerstand: Carmen Hock-Heyl scheute <br \/>kein Risiko und baute den gesamten Prozess von der Aussaat <br \/>des Hanfs \u00fcber die Entwicklung und Produktion der D\u00e4mmstoff-<br \/>matten bis zum Recycling komplett neu auf. \u00a9 DBU\/Daniel Karmann&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px\" align=\"left\">Gegen Ignoranz und Widerstand: Carmen Hock-Heyl scheute <br \/>kein Risiko und baute den gesamten Prozess von der Aussaat <br \/>des Hanfs \u00fcber die Entwicklung und Produktion der D\u00e4mmstoff-<br \/>matten bis zum Recycling komplett neu auf. \u00a9 DBU\/Daniel Karmann<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Mit beharrlichem Engagement, unternehmerischem Durchsetzungsverm\u00f6gen und Mut zum Risiko sei es Carmen Hock-Heyl gelungen, D\u00e4mmmatten f\u00fcr den Hausbau aus dem nachwachsenden Rohstoff Hanf am Markt zu etablieren, so Brickwedde. &#8220;Die Produkterfinderin, Unternehmensgr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin hat nicht nur \u00d6ko-D\u00e4mmstoffe hoff\u00e4hig gemacht. Sie ist auch ein Vorbild f\u00fcr andere Unternehmen, weil sie \u00d6kologie und \u00d6konomie erfolgreich in Einklang gebracht, gesundes Bauen gef\u00f6rdert und regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe wiederbelebt hat.&#8221;<\/p>\n<p><b>Einen m\u00fchsamen Weg gegen Widerst\u00e4nde und Desinteresse beschritten<\/b><br \/>Doch bis die Hanf-Produkte auf dem Markt und unter Fachleuten anerkannt waren, habe Hock-Heyl einen m\u00fchsamen Weg gegen Widerst\u00e4nde und Desinteresse beschreiten m\u00fcssen. Sie habe den gesamten Prozess von der Aussaat des Hanfs \u00fcber die Produktion der D\u00e4mmmatten bis zum Recycling komplett neu aufgebaut, viel Geld investiert und in Politik und Verb\u00e4nden viel \u00dcberzeugungsarbeit geleistet. Seit 2003 produziere das Unternehmen die D\u00e4mmmatten selbst, 2005 sei der Firmensitz \u2013 heute mit rund 70 Mitarbeitern \u2013 von Stutensee bei Karlsruhe nach N\u00f6rdlingen verlegt worden. Seit 2006 seien &#8220;Thermo-Hanf&#8221;-Produkte auf dem europ\u00e4ischen Markt. Mit &#8220;Thermo-Hanf Premium&#8221; sei die Firma Hock als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen Marktf\u00fchrer f\u00fcr Naturfaserd\u00e4mmstoffe aus Hanf.<\/p>\n<p><b>&#8220;Hanf als Baustoff f\u00fcrs Haus hartn\u00e4ckig hoff\u00e4hig gemacht&#8221;<\/b><br \/>Das neueste Produkt des Unternehmens, &#8220;Thermo-Hanf Plus&#8221;, sei vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar und werde von der Firma beim Abriss eines Hauses auch kostenlos zur\u00fcckgenommen. Anstelle von im Brandfall giftigen Chemikalien als Flammschutzmittel verwende Hock f\u00fcr alle Produkte nat\u00fcrlich vorkommende Alternativen. Auch f\u00fcr den Handwerker und Verbraucher biete Thermo-Hanf viele Vorteile, weil er leicht, staubarm und hautvertr\u00e4glich zu verarbeiten sei und f\u00fcr ein gesundes und angenehmes Wohnklima sorge. Brickwedde: &#8220;Carmen Hock-Heyls Ziel war es immer, etwas f\u00fcr den nachhaltigen Klimaschutz zu tun und das Bauen mit Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen \u2013 insbesondere Hanf \u2013 weiter zu etablieren. Mit ihrem Mut ist es ihr gelungen, aus Visionen Realit\u00e4t zu formen: Sie hat den Hanf als Baustoff f\u00fcrs Haus hartn\u00e4ckig hoff\u00e4hig gemacht.&#8221;<\/p>\n<p><b>Sladek Vision\u00e4rin einer sicheren, wirksamen und zukunftsf\u00e4higen Energieversorgung<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130812-01\/phpThumb-2.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Gegen m\u00e4chtige Gro\u00df-Energieversorgungsunternehmen: Aus <br \/>einer B\u00fcrgerinitiative in Sch\u00f6nau gr\u00fcndete Sladek den ersten <br \/>\u00d6kostromanbieter Deutschlands und verwirklichte die Vision einer <br \/>dezentralen und umweltfreundlichen Energieversorgung.\u00a9 DBU\/Patrick Seeger&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Gegen m\u00e4chtige Gro\u00df-Energieversorgungsunternehmen: Aus <br \/>einer B\u00fcrgerinitiative in Sch\u00f6nau gr\u00fcndete Sladek den ersten <br \/>\u00d6kostromanbieter Deutschlands und verwirklichte die Vision einer <br \/>dezentralen und umweltfreundlichen Energieversorgung.\u00a9 DBU\/Patrick Seeger<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Zur Preistr\u00e4gerin Sladek sagte Brickwedde, sie habe fr\u00fch erkannt, dass nur gemeinsam mit den B\u00fcrgern und Gemeinden die Energieversorgung \u00f6kologisiert werden k\u00f6nne. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 habe sie eine B\u00fcrgerinitiative mit ins Leben gerufen, die sich f\u00fcr die Vision einer sicheren, wirksamen und zukunftsf\u00e4higen Energieversorgung eingesetzt habe und aus der 1994 der \u00d6kostromanbieter EWS hervorging. Sladek habe mit ihren Mitstreitern und den EWS viele H\u00fcrden gemeistert, die der damalige Stromanbieter f\u00fcr die Netz-\u00dcbernahme aufgebaut habe. Dabei habe sie sich auch nicht von \u00fcberh\u00f6hten Verkaufspreisen einsch\u00fcchtern lassen. Ihrem Mut und ihrer Tatkraft sei es mit zu verdanken, dass die EWS 1997 das Sch\u00f6nauer Stromnetz \u00fcbernehmen konnten. Sladek habe gezeigt, dass die Beteiligung der B\u00fcrger ein ma\u00dfgeblicher Faktor f\u00fcr ein Umsteuern in der Energiepolitik und den Klimaschutz sei. Denn durch das Einbeziehen der Einwohner Sch\u00f6naus als Stromkunden in die Arbeit der EWS und eine transparente Unternehmenspolitik habe sie &#8220;Vertrauen geschaffen, zum Handeln motiviert und einen \u00f6kologischen Wandel erm\u00f6glicht&#8221;.<\/p>\n<p><b>B\u00fcrger, die gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen, k\u00f6nnen die Energiewende gemeinsam vorantreiben<\/b><br \/>Die Bedeutung von Sladeks energiewirtschaftlichem Engagement f\u00fcr eine nachhaltige Energieversorgung in Deutschland sei herausragend. Bereits 1999, ein Jahr nach der Liberalisierung des Strommarkts, h\u00e4tten Sladek und ihr Team in Sch\u00f6nau mit dem bundesweiten Stromvertrieb begonnen. Mit der Gr\u00fcndung der Genossenschaft Netzkauf EWS 2009 h\u00e4tten die EWS auch der \u00f6kologisch motivierten Genossenschaftsbewegung in Deutschland neuen Auftrieb gegeben. Viele St\u00e4dte und Gemeinden h\u00e4tten sich an dem B\u00fcrgerbeteiligungs-Modell Sch\u00f6nau bis heute orientiert und setzten sich auf unterschiedliche Weise f\u00fcr die Energiewende ein. Sladek habe sich zusammen mit den B\u00fcrgern gegen ein Gro\u00df-Energieversorgungsunternehmen durchsetzen und einen \u00f6kologischen Wandel bewirken k\u00f6nnen. Das mache die Stromrebellin zu einem gesellschaftlichen Vorbild. Sie habe bewiesen, dass B\u00fcrger, die gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen, die Energiewende gemeinsam vorantreiben k\u00f6nnten.<\/p>\n<ul>\n<li><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/index.php?menuecms_optik=&#038;menuecms=123&#038;objektid=34688&#038;vorschau=1\" >Einzelw\u00fcrdigung Carmen Hock-Heyl<\/a>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/index.php?menuecms_optik=&#038;menuecms=123&#038;objektid=34689&#038;vorschau=1\" >Einzelw\u00fcrdigung Ursula Sladek<\/a><\/p>\n<p>&#8211; MusikBeitrag mit <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/media\/0708130457478uii.mp3\" >Einspieler Hock-Heyl und Sladek<\/a> (2209.7 kB)<\/p>\n<p>&#8211; Musikbeitrag <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/media\/0708130459078uii.mp3\" >Die Preistr\u00e4gerinnen im O-Ton<\/a> (5550.1 kB)<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/media\/0708130501158uii.doc\" >O-T\u00f6ne\/Skript<\/a> (PDF)<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/media\/310713025009amlp.pdf\" >Idee Umweltpreis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Tr&auml;ger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) stehen fest. 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