{"id":134525,"date":"2023-11-15T07:32:00","date_gmt":"2023-11-15T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=134525"},"modified":"2023-11-09T11:55:29","modified_gmt":"2023-11-09T10:55:29","slug":"omv-und-interzero-grunden-joint-venture-fur-bau-und-betrieb-europas-groster-sortieranlage-fur-chemisches-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/omv-und-interzero-grunden-joint-venture-fur-bau-und-betrieb-europas-groster-sortieranlage-fur-chemisches-recycling\/","title":{"rendered":"OMV und Interzero gr\u00fcnden Joint Venture f\u00fcr Bau und Betrieb Europas gr\u00f6\u00dfter Sortieranlage f\u00fcr chemisches Recycling"},"content":{"rendered":"\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bau und Betrieb einer innovativen vollautomatischen Sortieranlage mit einer Kapazit\u00e4t von bis zu 260.000 t pro Jahr in Walld\u00fcrn, Deutschland<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verarbeitung von Mischkunststoffen zu Rohstoffen f\u00fcr das chemische Recycling der OMV<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Investitionsvolumen von OMV bel\u00e4uft sich auf \u00fcber EUR 170 M<\/strong>i<strong>o<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die OMV, das integrierte Unternehmen f\u00fcr Energie, Kraftstoffe und Rohstoffe sowie Chemikalien und Materialien mit Hauptsitz in Wien, gibt heute die finale Investitionsentscheidung f\u00fcr den Bau einer von Interzero* entwickelten innovativen Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen f\u00fcr das chemische Recycling bekannt. Insgesamt wird die OMV \u00fcber EUR 170 Mio in den Bau dieser hochmodernen Anlage im s\u00fcddeutschen Walld\u00fcrn investieren. Die OMV wird 89,9 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten und 10,1 Prozent der Anteile entfallen auf Interzero, dem in Europa f\u00fchrenden Anbieter f\u00fcr Kreislaufl\u00f6sungen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Produktionsstart der neuen Anlage soll 2026 erfolgen. Insgesamt werden rund 120 neue Arbeitspl\u00e4tze an dem neuen Standort geschaffen. &nbsp;Der Spatenstich ist bereits f\u00fcr den 20. November 2023 mit G\u00e4sten aus der Politik geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sortieranlage soll als erste ihrer Art in gro\u00df-industriellem Ma\u00dfstab Rohstoffe f\u00fcr das chemische Recycling der OMV herstellen. Die von der OMV entwickelte und patentierte ReOil\u00aeTechnologie ist eine chemische Recyclinginnovation, die mechanisch nicht wiederverwertbare Kunststoffabf\u00e4lle in Pyrolyse\u00f6l &#8211; eine wertvolle Ressource &#8211; umwandelt. Einsatzmaterial f\u00fcr die Sortieranlage sind im Wesentlichen bisher nicht rezyklierbare Mischkunststoffe, insbesondere aus der getrennten Sammlung durch den gelben Sack und die gelbe Tonne in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Dr. Alfred Stern, CEO der OMV:<\/strong>&nbsp;\u201eTechnologie und Innovation sind Kernst\u00fccke des Fortschritts. Wir investieren und gehen daher Partnerschaften ein, um innovative Technologien zu entwickeln und im industriellen Ma\u00dfstab zu skalieren. Es ist unser erkl\u00e4rtes strategisches Ziel, zu einem f\u00fchrenden Anbieter von L\u00f6sungen f\u00fcr nachhaltige Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien zu werden sowie eine Schl\u00fcsselrolle in der Kreislaufwirtschaft einzunehmen. Das gemeinsame Projekt mit Interzero wird Einsatzmaterial f\u00fcr unsere ReOil\u00ae-Technologie bereitstellen, die dieses wiederum in hochwertige nachhaltige Rohstoffe f\u00fcr die Kunststoffproduktion verwandelt. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Axel Schweitzer, Chairman und Gesellschafter von Interzero:<\/strong>&nbsp;\u201eMit Interzero folgen wir der Vision einer Welt ohne Abfall. Das chemische Recycling und das mechanische Recycling sind komplement\u00e4r einsetzbar und helfen uns beiden jeweils diese Vision zu verwirklichen. Ich bin \u00fcberzeugt, dass mit Hilfe des chemischen Recyclings in der Zukunft die Recyclingquote in Deutschland noch einmal signifikant steigen kann und wird. Unsere einzigartige, vollautomatische Sortieranlage, die ohne manuelle Sortierung auskommt, ist ein bedeutender Schritt, bisher in die Verbrennung gehenden Rohstoffen ein zweites Leben zu geben. F\u00fcr das Schlie\u00dfen von Kreisl\u00e4ufen braucht es starke Partner. Gemeinsam wollen wir langfristig denken und unsere richtungsweisende Interzero Expertise insbesondere in den Bereichen Lizenzierung von Verpackungen und Sortierung mit der f\u00fchrenden Expertise von OMV im Bereich des chemischen Recyclings kombinieren, um auch diesen Rohstoffkreislauf zu schlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Interzero betreibt f\u00fcnf Sortieranlagen f\u00fcr Leichtverpackungen in Deutschland und sortiert mit \u00fcber 800.000 t pro Jahr rund ein Drittel des deutschen Leichtverpackungsabfalls. Damit verf\u00fcgt das Unternehmen gegenw\u00e4rtig \u00fcber die gr\u00f6\u00dfte Sortierkapazit\u00e4t in Europa und ist Technologief\u00fchrer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenarbeit von OMV und Interzero gew\u00e4hrleistet die Belieferung der OMV mit nachhaltigen und hochwertigen Rohstoffen f\u00fcr das chemische Recycling, um den Kreislauf f\u00fcr Kunststoffe zu schlie\u00dfen. Die von Interzero entwickelte innovative, hochmoderne Sortieranlage wird \u00fcber eine Kapazit\u00e4t zur Verarbeitung von bis zu 260.000 t gemischten Altkunststoffen pro Jahr verf\u00fcgen und damit die Rohstoffe f\u00fcr die Produktion von neuwertigen Polyolefinen liefern. Dieses innovative Sortierverfahren erm\u00f6glicht die Gewinnung einer Polyolefin-reichen Fraktion aus einem Abfallstrom, der derzeit noch in der thermischen Verwertung endet. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Sinne der Abfallhierarchie liegt der Fokus daher bei den hier eingesetzten Altkunststoffen, die nicht f\u00fcr mechanisches Recycling geeignet sind. Damit wird sichergestellt, dass chemisches Recycling nicht in Konkurrenz zum mechanischen Recycling steht. Der in der neuen Sortieranlage eingesetzte Sortierprozess wurde bereits im industriellen Ma\u00dfstab getestet, und das Produkt erfolgreich als Rohstoff in der ReOil\u00ae-Pilotanlage der OMV verarbeitet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Am OMV Standort Schwechat wird derzeit eine neue ReOil\u00ae-Anlage mit einer Kapazit\u00e4t von 16.000 t pro Jahr errichtet. Wie die bestehende Pilotanlage wird auch die neue Anlage \u00fcber eine \u201aInternational Sustainability and Carbon\u2018-Zertifizierung (ISCC PLUS) verf\u00fcgen, die die R\u00fcckverfolgbarkeit \u00fcber die gesamte Lieferkette sicherstellt und gew\u00e4hrleistet, dass die Wertsch\u00f6pfungskette alle Umwelt- und Sozialstandards erf\u00fcllt. Die ReOil\u00ae-Anlage wird den h\u00f6chsten industriellen Sicherheitsstandards entsprechen und vollst\u00e4ndig in den petrochemischen Bereich der Raffinerie Schwechat integriert sein, wodurch die OMV eine optimale Nutzung der Ressourcen und eine maximale Effizienz gew\u00e4hrleisten kann. Der n\u00e4chste Schritt ist die Entwicklung einer ReOil\u00ae-Anlage im industriellen Ma\u00dfstab mit einer geplanten Kapazit\u00e4t von 200.000 t pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>*an den Sortierstandorten noch unter ALBA Recycling firmierend<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die <strong>OMV Aktiengesellschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist unser Unternehmenszweck, die Grundlagen f\u00fcr ein nachhaltiges Leben neu zu erfinden. Die OMV wandelt sich zu einem f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr nachhaltige Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien mit einer Schl\u00fcsselrolle in der Kreislaufwirtschaft. Heute ist sie in den integrierten Gesch\u00e4ftssegmenten Energy, Fuels &amp; Feedstock und Chemicals &amp; Materials t\u00e4tig. Durch die schrittweise Umstellung auf ein kohlenstoffarmes Gesch\u00e4ft strebt die OMV an, bis sp\u00e4testens 2050 Netto-Null zu erreichen. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von EUR 62 Milliarden und besch\u00e4ftigt rund 22.300 diverse und talentierte Mitarbeiter:innen. OMV Aktien werden an der Wiener B\u00f6rse (OMV) sowie als American Depository Receipts (OMVKY) in den USA gehandelt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber <strong>Interzero<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Interzero ist einer der f\u00fchrenden Dienstleister rund um die Schlie\u00dfung von Produkt-, Material- und Logistikkreisl\u00e4ufen sowie Innovationsf\u00fchrer im Kunststoffrecycling mit der gr\u00f6\u00dften Sortierkapazit\u00e4t Europas. Unter dem Leitgedanken \u201ezero waste solutions\u201c unterst\u00fctzt das Unternehmen \u00fcber 50.000 Kunden europaweit zum verantwortungsbewussten Umgang mit Wertstoffen und hilft ihnen so, ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und Prim\u00e4rressourcen zu schonen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von \u00fcber einer Milliarde Euro (2021). Durch die Recyclingaktivit\u00e4ten von Interzero konnten lt. Fraunhofer UMSICHT allein im Jahr 2022 eine Million Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Prim\u00e4rproduktion und \u00fcber 8,7 Millionen Tonnen Prim\u00e4rrohstoffe eingespart werden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die OMV, das integrierte Unternehmen f\u00fcr Energie, Kraftstoffe und Rohstoffe sowie Chemikalien und Materialien mit Hauptsitz in Wien, gibt heute die finale Investitionsentscheidung f\u00fcr den Bau einer von Interzero* entwickelten innovativen Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen f\u00fcr das chemische Recycling bekannt. 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