{"id":13445,"date":"2013-08-29T00:00:00","date_gmt":"2013-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130829-05n"},"modified":"2013-08-29T00:00:00","modified_gmt":"2013-08-28T22:00:00","slug":"dbfz-report-untersucht-konversionspfade-zur-energiegewinnung-aus-halmartigen-gruengut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dbfz-report-untersucht-konversionspfade-zur-energiegewinnung-aus-halmartigen-gruengut\/","title":{"rendered":"DBFZ-Report untersucht Konversionspfade zur Energiegewinnung aus halmartigen Gr\u00fcngut"},"content":{"rendered":"<p><b>Im Rahmen des Projekts &#8220;Gr\u00fcnlandenergie Havelland&#8221; untersuchte das Deutsche Biomasseforschungszentrum in Kooperation mit dem Leibniz-Institut f\u00fcr Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. und der Bosch &#038; Partner GmbH am Beispiel der Modellregion Havelland m\u00f6gliche Konversionspfade zur Energiegewinnung von halmgutartigem Gr\u00fcngut. Die Studie ist als <a href=\"http:\/\/www.dbfz.de\/web\/referenzen-publikationen\/dbfz-reports.html\" >DBFZ-Report Nr. 17<\/a> im PDF-Format auf der Webseite des DBFZ oder als kostenfreie Printversion \u00fcber <a href=\"mailto:info@dbfz.de\">info@dbfz.de<\/a> zu beziehen.<\/b> <\/p>\n<p>Ziel des Projekts war die Entwicklung von \u00fcbertragbaren Konzepten zur Nutzung der betrachteten Gr\u00fcngutsortimente f\u00fcr die W\u00e4rme- und Stromerzeugung. Ausgehend von der Analyse der entsprechenden Biomassepotenziale sowie geeigneter Standorte und Technologien wurden vollst\u00e4ndige Bereitstellungsketten verschiedener Nutzungskonzepte untersucht. Die abschlie\u00dfende Bewertung der Nutzungskonzepte erfolgt anhand der Parameter Wirtschaftlichkeit, Treibhausgasemissionsminderungspotenzial und Umsetzbarkeit. Im Ergebnis werden f\u00fcr die regionalen Akteure anwendungsreife Analysemethoden im Report bereitgestellt, Empfehlungen f\u00fcr einzelne Nutzungskonzepte ausgesprochen sowie weitergehender Forschungsbedarf benannt.<\/p>\n<p>Als Grundlage der Entwicklung der Nutzungskonzepte wurde mit Hilfe einer eigens dazu entwickelten Analysemethode zun\u00e4chst das f\u00fcr die energetische Nutzung verf\u00fcgbare Gr\u00fcngutpotenzial im Untersuchungsgebiet ermittelt. Das verf\u00fcgbare Gesamtpotenzial an Biomasse von Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen, aus der Gew\u00e4sserunterhaltung sowie der Biotoppflege umfasst im Untersuchungsgebiet rund 40.800 t TM j\u00e4hrlich. Unter den angenommenen technischen Rahmenbedingungen der m\u00f6glichen Verwertung sind, aufgrund der Substrateigenschaften, 15.600 t TM\/a davon vorrangig f\u00fcr die Verwendung in Biogasanlagen und 25.200 t TM\/a f\u00fcr die Verwendung in Verbrennungsprozessen geeignet. <\/p>\n<p>Nach einer systematischen Ableitung geeigneter Technologien ist davon auszugehen, dass bei nahezu allen m\u00f6glichen Nutzungskonzepten W\u00e4rme erzeugt wird. Die Pelletierungsversuche im Rahmen des Projekts zeigten, dass eine Pelletierung von Heu technisch unproblematisch ist. Die Verbrennung dieser Pellets erfordert jedoch geeignete Ma\u00dfnahmen zur Verminderung von Emissionen \u2013 speziell Feinstaubemissionen. Da entsprechende Feinstaubfilter hohe Kosten verursachen, lohnt sich deren Verwendung unter derzeitigen Bedingungen erst in Anlagen mit einer Leistung von mindestens 100 kWth. In Kombination mit einem Heiz\u00f6lkessel als Spitzenlastkessel konnten dabei W\u00e4rmegestehungskosten von 7,2 ct\/kWhth realisiert werden. Damit ist dieses Konzept g\u00fcnstiger als alternative W\u00e4rmeerzeugungsverfahren mit den Brennstoffen Holzhackschnitzeln und Heiz\u00f6l. <\/p>\n<p>Die Biogas-Nutzungskonzepte k\u00f6nnen \u00fcberwiegend als praktisch umsetzbar bezeichnet werden. Der Einsatz in neuen Anlagen, die technisch auf die direkte Verwertung von Gr\u00fcngut ausgerichtet sind, ist weitgehend erforscht. In der Untersuchungsregion existieren bereits Anlagen, die sp\u00e4t geschnittenes Gras von extensiv bewirtschafteten Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen als Co-Substrat einsetzen. In anderen Regionen werden bereits Biogasanlagen betrieben, die in der Trockenfermentation ausschlie\u00dflich Gras einsetzen. F\u00fcr den \u00fcberwiegenden Einsatz von Gr\u00fcngut, speziell Gras, in traditionellen Nassfermentationsanlagen ist in der Regel ein zus\u00e4tzlicher Prozessschritt, wie beispielsweise eine Hydrolyse, erforderlich. Dabei werden die Substrate homogenisiert und f\u00fcr den bakteriellen Aufschluss vorbereitet. <\/p>\n<p>Im Ergebnis haben sich verschiedene Optionen zur energetischen Verwertung der betrachteten Biomassereststoffe als tragf\u00e4hig erwiesen. Wesentliche Vorz\u00fcge sind die Aussicht auf geringe W\u00e4rme- und Stromgestehungskosten sowie ein hohes THG-Minderungspotenzial. Vorteilhaft sind zudem die m\u00f6glichen Synergien von Energieerzeugung und Naturschutz. Die Voraussetzung f\u00fcr eine breite Umsetzung entsprechender Nutzungskonzepten ist eine zeitnahe Weiterentwicklung und Erprobung der entsprechenden Technologien.<\/p>\n<p>Das Forschungsvorhaben wurde gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte im Rahmen des BMU-F\u00f6rderprogrammes &#8220;Energetische Biomassenutzung&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Im Rahmen des Projekts &#8220;Gr&uuml;nlandenergie Havelland&#8221; untersuchte das Deutsche Biomasseforschungszentrum in Kooperation mit dem Leibniz-Institut f&uuml;r Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. und der Bosch &amp; Partner GmbH<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[279,112,755],"class_list":["post-13445","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit","supplier-deutsches-biomasseforschungszentrum-gmbh-dbfz","supplier-leibniz-institut-fuer-agrartechnik-potsdam-bornim-ev-atb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13445"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13445\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13445"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}