{"id":13439,"date":"2013-09-05T00:00:00","date_gmt":"2013-09-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130905-03n"},"modified":"2013-09-05T00:00:00","modified_gmt":"2013-09-04T22:00:00","slug":"kunststoffe-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kunststoffe-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Forschern der TU Graz ist es in Kooperation mit Kollegen der MedUni Graz, der TU Wien sowie der BOKU Wien gelungen, resorbierbare Implantate zur Knochenheilung zu entwickeln, die im K\u00f6rper abgebaut werden. Damit k\u00f6nnen in Zukunft vor allem bei Kindern schmerzhafte Mehrfach-Operationen vermieden werden. Das von der \u00d6sterreichischen Forschungsf\u00f6rderungsgesellschaft FFG finanzierte Projekt &#8220;BRIC &#8211; BioResorbable Implants for Children&#8221; wurde mit Ende August erfolgreich abgeschlossen.<\/b><\/p>\n<p>Nach vier Jahren Forschung ist das Ziel erreicht: Wissenschaftler der TU Graz und ihre Kollegen in Graz und Wien haben die Entwicklung von &#8220;BRIC \u2013 Bio Resorbable Implants for Children&#8221; abgeschlossen. Das sind abbaubare Implantate, die mit der Zeit im K\u00f6rper resorbiert werden. Im Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Implantaten wie Platten, Schrauben oder N\u00e4geln, die nach einer gewissen Zeit wieder operativ entfernt werden m\u00fcssen, kann so auf eine zweite Operation verzichtet werden. Eingesetzt werden sollen die BRIC bei Kindern, die unter jedem einzelnen Eingriff besonders leiden.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Entwicklungserfolg war jahrelange Kleinarbeit n\u00f6tig. Koordiniert wurde das Projekt von Medizinerin Annelie Weinberg an der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Kinderchirurgie in Graz. Das Projektkonsortium umfasste auf der akademischen Seite neben der MedUni Graz zwei Arbeitsgruppen der TU Graz, die TU Wien sowie die BOKU Wien. Dass an den Ergebnissen auch die Industrie h\u00f6chstes Interesse zeigt, beweist die Beteiligung der Firmenpartner AT&#038;S sowie Heraeus. <\/p>\n<p><b>Keine negativen Effekte f\u00fcr den K\u00f6rper<\/b><br \/>Den beiden Teams an der TU Graz um Martin Koller, der den biotechnologischen Part \u00fcbernommen hatte, und Franz Stelzer, der die Biopolymere zu Implantaten verarbeitete, ist es gelungen, mikrobielle Biopolyester, so genannte Polyhydroxyalkanoate, kurz PHAs, zu entwickeln, die zu Implantaten verarbeitet werden. &#8220;Die Herstellung ist von fossilen Rohstoffen v\u00f6llig unabh\u00e4ngig. Dadurch entstehen keine negativen Effekte f\u00fcr den K\u00f6rper. Das Implantat wird von Bakterien produziert und kann dann vom menschlichen K\u00f6rper aufgenommen werden, nachdem es seine Aufgabe erf\u00fcllt hat&#8221;, so Koller. Alternative Biopolymere wie etwa Polymilchs\u00e4ure f\u00fchren im Unterschied zu PHAs zu einer \u00dcbers\u00e4uerung im Organismus und rufen chronische Entz\u00fcndungen hervor. PHAs hingegen stellen hochwertige Materialien deren, deren biotechnologische Herstellung auf nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS) basiert.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil der neuen Implantate ist, dass sie biokompatibler sind als die bisher eingesetzten Stahl- oder Titan-Werkstoffe und somit den Heilungsprozess der Knochen f\u00f6rdern. Zudem kann \u00fcber die genaue Zusammensetzung die Abbaugeschwindigkeit des Implantates gesteuert werden. In jener Geschwindigkeit, in der der Knochen heilt, soll dann auch der Abbau des Implantates stattfinden.<\/p>\n<p>Derzeit sind die Materialien im Entwicklungsstadium und werden unter anderem auf ihre Abbaugeschwindigkeit und Materialeigenschaften getestet.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b> <br \/>Dipl.-Ing. Dr.techn. Martin Koller<br \/>Institut f\u00fcr Biotechnologie und Bioprozesstechnik<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:martin.koller@tugraz.at\">martin.koller@tugraz.at<\/a><br \/>Tel.: +43 (316) 873 8409<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Forschern der TU Graz ist es in Kooperation mit Kollegen der MedUni Graz, der TU Wien sowie der BOKU Wien gelungen, resorbierbare Implantate zur Knochenheilung<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[1592,3119,4480,2883],"class_list":["post-13439","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-technische-universitaet-graz","supplier-medizinische-universitaet-graz","supplier-sterreichische-forschungsfoerderungsgesellschaft-ffg","supplier-technische-universitaet-wien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13439"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13439\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13439"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}