{"id":134370,"date":"2023-11-13T07:23:00","date_gmt":"2023-11-13T06:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=134370"},"modified":"2023-11-07T13:11:50","modified_gmt":"2023-11-07T12:11:50","slug":"die-carbon2chem-kerntechnologie-ist-ein-grundstein-fur-zukunftige-ccu-technologien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-carbon2chem-kerntechnologie-ist-ein-grundstein-fur-zukunftige-ccu-technologien\/","title":{"rendered":"&#8220;Die Carbon2Chem\u00ae-Kerntechnologie ist ein Grundstein f\u00fcr zuk\u00fcnftige CCU-Technologien&#8221;"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent2\/image.img.4col.large.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Mansmann.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent2\/image.img.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Mansmann.jpg\" alt=\"Till Mansmann\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:552px;height:auto\" title=\"Till Mansmann\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Till Mansmann (BMBF-Innovationsbeauftragter \u00bbGr\u00fcner Wasserstoff\u00ab) \u00a9 Fraunhofer UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>&nbsp;n\u00e4hert sich mit gro\u00dfen Schritten dem Ende der zweiten Projektphase. In der n\u00e4chsten Stufe gilt es, die bisher erarbeiteten L\u00f6sungen zur Kreislauff\u00fchrung von Kohlenstoff in die Breite und damit auch in weitere Branchen neben der Stahlproduktion zu tragen. Darin waren sich die Referenten der 6. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie am 17. Oktober 2023 in D\u00fcsseldorf einig. Zur Veranstaltung geladen hatten die Koordinatoren des vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rderten Projektes: das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die thyssenkrupp AG und das Max-Planck-Institut f\u00fcr Chemische Energiekonversion (MPI CEC).<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Oles.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Oles.jpg\" alt=\"Dr. Markus Oles\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:295px;height:auto\" title=\"Dr. Markus Oles \"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dr. Markus Oles (Gesamtkoordination Carbon2Chem\u00ae) \u00a9 Fraunhofer UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Begr\u00fc\u00dft wurden die rund 160 analog wie virtuell Teilnehmenden von\u00a0<strong>Dr. Markus Oles<\/strong>\u00a0(Gesamtkoordination Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>), der zum Einstieg eine Zwischenbilanz zog: \u00bbAuf der einen Seite bewegen wir uns in einem Umfeld, das Carbon Capture and Utilization (CCU) immer positiver gegen\u00fcbersteht \u2013 seien es wissenschaftliche Einrichtungen, Kohlenstoff nutzende oder aussto\u00dfende Unternehmen. Auf der anderen Seite haben wir im Projekt viel erreicht: Die Gasreinigung haben wir gut im Griff, wir produzieren ein starkes Methanol und k\u00f6nnen uns jetzt anderen Punktquellen zuwenden.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf eine potenzielle, im Sommer 2024 startende dritte Phase des Verbundprojektes strecke man die F\u00fchler bereits in Richtung Recycling, Zement und Chemie aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Transfergedanken griff auch der BMBF-Innovationsbeauftragte \u00bbGr\u00fcner Wasserstoff\u00ab,&nbsp;<strong>Till Mansmann<\/strong>, in seinem Gru\u00dfwort auf. In Anlehnung an die in Vorbereitung befindliche Carbon Management-Strategie der Bundesregierung m\u00fcssten die Ergebnisse des Verbundprojektes auf andere Industrien \u00fcbertragen werden, um auch weitere Bereiche klimaneutral zu gestalten, in denen sich CO<sub>2<\/sub>-Emissionen nicht vermeiden lassen. \u00bbMit der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie haben wir den Wasserstoffturbo gez\u00fcndet und die Weichen gestellt, dass Sie in Zukunft Wasserstoff f\u00fcr Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>&nbsp;bekommen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Scale-up als n\u00e4chster Schritt bei Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent3\/image.img.4col.large.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Schloegl.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/carbon2chem-konferenz-nachbericht\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics_co\/imageComponent3\/image.img.jpg\/1698159097660\/C2C2023-Schloegl.jpg\" alt=\"Prof. Robert Schl\u00f6gl \" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;width:303px;height:auto\" title=\"Prof. Robert Schl\u00f6gl \"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Prof. Robert Schl\u00f6gl (Pr\u00e4sident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung) \u00a9 Fraunhofer UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Nachdenklichere T\u00f6ne schlug\u00a0<strong>Prof. Robert Schl\u00f6gl<\/strong>\u00a0an. Der Pr\u00e4sident der <strong>Alexander-von-Humboldt-Stiftung<\/strong> stellte in seiner Keynote heraus: \u00bbAuf dem Weg zu unserem Ziel, den Klimawandel zu verlangsamen, haben wir rein gar nichts erreicht. Die Menge unserer Anstrengungen ist mehr Powerpoint als Realit\u00e4t.\u00ab Eine Umsetzung des Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>-Ansatzes in Deutschland stehe vor allem vor zwei Schwierigkeiten: Gesetzgebung und Energiepreise. \u00bbTrotz des momentanen R\u00fcckenwindes f\u00fcr CCU: In Br\u00fcssel steht man dem Ansatz eher skeptisch gegen\u00fcber und bef\u00fcrchtet, dass er das Problem der unvermeidbaren CO<sub>2<\/sub>-Entstehung eher verschiebt als l\u00f6st.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In Kombination mit den hohen Strompreisen k\u00f6nne das in seinen Augen dazu f\u00fchren, dass die erste Implementierung der im Projekt entwickelten Technologien im Ausland stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das mindere aber auf gar keinen Fall den erreichten Durchbruch. \u00bbDie Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>-Kerntechnologie ist ein Grundstein f\u00fcr zuk\u00fcnftige CCU-Technologien\u00ab, betonte Robert Schl\u00f6gl. Jetzt m\u00fcsse man den Scale-up der Module in Angriff nehmen, um das CCU-Potenzial voll aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen \u2013 und da sei das Team auf einem sehr guten Wege. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbWir haben im Rahmen des Projektes ein Innovations\u00f6kosystem geschaffen, das mindestens so wertvoll ist wie die technischen Entwicklungen. Dieses Team sollte zusammenbleiben. Egal, was die Zukunft bringt.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kohlenstoff im Kreislauf f\u00fchren: Chemie- und Zementindustrie sind bereits auf dem Weg<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf die Keynote von Robert Schl\u00f6gl folgten zwei Sessions \u2013 die erste zum Schwerpunkt \u00bbKohlenstoff\u00ab. Hier \u00fcbernahm&nbsp;<strong>Dr. Falko Ueckerdt<\/strong>&nbsp;vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung den thematischen Einstieg. Er widmete sich der Wettbewerbsf\u00e4higkeit von CCU mit CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung \u2013 und zwar am Beispiel der Nutzung fossiler Kohlenstoffe f\u00fcr energetische und kurzlebige materielle Dienstleistungen wie Brenn- oder Kraftstoffe (z. B. \u00fcber Methanol). Seine Erkenntnis: \u00bbAufgrund der residualen Emissionen k\u00f6nnen solche Routen nur eine Br\u00fcckenfunktion hin zur Klimaneutralit\u00e4t \u00fcbernehmen. Sie sind teurer als rein fossile Optionen, aber g\u00fcnstiger als voll nachhaltige L\u00f6sungen.\u00ab Letztlich m\u00fcssten Industrie und Politik entscheiden, welche Br\u00fcckenoptionen hilfreich seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Klimaneutralit\u00e4t auch Zielsetzung der Chemieindustrie ist, hob&nbsp;<strong>Dr. Florian Ausfelder<\/strong>&nbsp;(DECHEMA e.V.) in seinem Vortrag hervor. Konkret gab er Einblicke in die vom Verband erstellte Studie \u00bbChemistry4Climate: Wie die Transformation der Chemie gelingen kann\u00ab, in deren Fokus drei beispielhafte Szenarien stehen: die maximale Direktnutzung von Strom, Fokus auf Wasserstoff und Power-to-X sowie Fokus auf Sekund\u00e4rrohstoffe. Ergebnis sind 33 Schlussfolgerungen und Empfehlungen, die Florian Ausfelder in Ausz\u00fcgen vorstellte. So sei CO<sub>2<\/sub>&nbsp;auch in einer treibhausgasneutralen chemischen Industrie unverzichtbarer Kohlenstofflieferant und CCU Kernelement der Treibhausgas-Neutralit\u00e4tsstrategie der Chemie \u2013 mit Carbon Capture and Storage (CCS) als wichtiger Erg\u00e4nzung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Auf \u00e4hnlichen Pfaden befindet sich auch der <strong>Verein Deutscher Zementwerke e.V<\/strong>. \u2013 auf der Konferenz vertreten durch\u00a0<strong>Dr. Johannes Ruppert<\/strong>. \u00bbWir machen uns z.B. Gedanken dar\u00fcber, wie wir effizienter mit Zement, Beton &amp; Co. umgehen k\u00f6nnen und setzen u.a. auf Hohldecken, Carbonbeton oder Leichtbau\u00ab, erkl\u00e4rte er. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig w\u00fcrden \u00dcberlegungen sowohl zur Erh\u00f6hung von Recyclingraten als auch zur CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung zur Nutzung bzw. Speicherung laufen. Der Schl\u00fcssel zur Dekarbonisierung von Zement und Beton sei aus Sicht des Vereins eine CO<sub>2<\/sub>-Infrastruktur in Deutschland. Eine entsprechende Studie werde am 9. November ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Beitrag die angewandte Forschung zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie leistet, pr\u00e4sentierte&nbsp;<strong>Michael Hensmann<\/strong>&nbsp;vom VDEh-Betriebsforschungsinstitut (BFI) am Beispiel ausgew\u00e4hlter Projekte. So geht es bei H2BF um die Einblasung von Wasserstoff in den Hochoffen \u00fcber Versuchblasformen, w\u00e4hrend H2Stahl die Direktreduktion zum Thema hat. In weiteren Projekten werden der Betrieb des Einschmelzers zur Erzeugung eines hochofen\u00e4hnlichen Roheisens und H\u00fcttensand zur Verwertung in der Zementindustrie (DRI-Einschmelzer) sowie reduzierte CO<sub>2<\/sub>-Emissionen durch Erh\u00f6hung der Recyclingquote (REDERS) untersucht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wasserstoff-Infrastruktur in Europa und Deutschland aufbauen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Infrastruktur als Enabler all dieser Vorhaben stand \u2013 gemeinsam mit der gesellschaftlichen Transformation \u2013 im Zentrum der zweiten Konferenz-Session.\u00a0<strong>Prof. Mario Ragwitz<\/strong>\u00a0vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG lenkte den Blick der Teilnehmenden direkt auf \u00bbEurop\u00e4ische Transportnetze und Infrastrukturen f\u00fcr Wasserstoff\u00ab. F\u00fcr Europa erwartet der Wissenschaftler eine starke Bandbreite der Wasserstoffnachfrage zwischen 400 bis 270 TWh bis 2050. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbEine innereurop\u00e4ische Versorgung ist in weiten Teilen kosteneffizient, wobei die Wasserstofffl\u00fcsse haupts\u00e4chlich von den R\u00e4ndern nach Zentraleuropa laufen und Non-EU-Importe \u00fcberwiegend leistungsgebunden aus der MENA-Region stattfinden.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Deutschland gelte: Wasserstoffinfrastrukturen seien eine sehr wichtige Flex-Option zur Integration erneuerbarer Energien. Gleichzeitig sei klar, dass das Land Energieimporteur bleibe und Aufbau und Einbindung in die europ\u00e4ische Infrastruktur zentral seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Auftrag, ein Wasserstoff-Kernnetz f\u00fcr Deutschland zu entwickeln, hat die Bundesregierung die Thyssengas GmbH betraut. Details dazu kamen von\u00a0<strong>Dr. Arne Dammer<\/strong>, beim Fernleitungsnetzbetreiber verantwortlich f\u00fcr Strategie und Innovation. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbBis 2032 wollen wir H<sub>2<\/sub>-Anbietern und -Nutzern ein ca. 11\u00a0000 Kilometer langes Netz bereitstellen\u00ab, erkl\u00e4rte er. \u00bbWir starten mit kleinen, in sich geschlossenen Projekten und hoffe, dass der Startschuss f\u00fcr unsere Arbeiten noch in diesem Jahr f\u00e4llt.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesellschaftliche Akzeptanz von Energiewende und CCU<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie all diese Entwicklungen und Technologien rund um den Kohlenstoffkreislauf bei den Menschen in Deutschland ankommen, besch\u00e4ftigte <strong>Prof. Jens Wolling (Technische Universit\u00e4t Ilmenau) und Dr. Michael Walther (NRW.Energie4climate)<\/strong> in den beiden letzten Vortr\u00e4gen der Carbon2Chem<sup>\u00ae<\/sup>-Konferenz.\u00a0<strong>Jens Wolling<\/strong>\u00a0bezog sich in seinen Ausf\u00fchrungen auf Umfrageergebnisse, die im Rahmen der Ausstellung \u00bbPower2Change: Mission Energiewende\u00ab generiert wurden. Sein Res\u00fcmee: Obwohl die Bev\u00f6lkerung geringe Kenntnisse \u00fcber systemische Ver\u00e4nderungen besitze, akzeptiere sie weitgehend unver\u00e4ndert die Infrastrukturma\u00dfnahmen. Allerdings sei auch ein deutlich nachlassendes Vertrauen in die Machbarkeit der Energiewende festzustellen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbM\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen f\u00fcr dieses Ergebnis gibt es einige\u00ab, so der Wissenschaftler. \u00bbAnfangen bei einem starken, durch soziale Medien und Boulevardmedien gesch\u00fcrten Verschw\u00f6rungsglauben bis zur \u00dcberforderung durch die Komplexit\u00e4t der Materie.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die gesellschaftliche Akzeptanz speziell von H<sub>2<\/sub>&#8211; und CO<sub>2<\/sub>-Infrastruktur beleuchtete\u00a0<strong>Michael Walther<\/strong>. \u00bbDie gr\u00fcne Wasserstoffwirtschaft wird als gute Story, die dahinterstehende Technologie als unproblematisch wahrgenommen\u00ab, urteilte er. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass lokale Oppositionen \u2013 z.B. gegen Wasserstoffleitungen oder -speicher \u2013 signifikante Unterst\u00fctzung aus der Gesellschaft erhalten w\u00fcrden. Etwas anders s\u00e4he es bei der CO<sub>2<\/sub>-Infrastruktur aus. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbDa ist durchaus mit lokaler Gegnerschaft zu rechnen \u2013 wobei es Unterschiede zwischen CCS und CCU gibt. W\u00e4hrend die Speicherung ein hohes Akzeptanzpotenzial bei begrenzter Anwendung hat, wird die Nutzung \u00fcberwiegend positiv wahrgenommen.\u00ab Generell gelte: Eine breite Akzeptanz der industriellen Transformation sei keineswegs gesichert. \u00bbWir m\u00fcssen als Gesellschaft ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Weg dorthin finden. Dann stehen die Chancen auf einen gelungenen Ver\u00e4nderungsprozess h\u00f6her.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: Erg\u00e4nzend zu den Vortr\u00e4gen gab es eine umfangreiche Darstellung der Projektergebnisse in Form einer\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/messen-veranstaltungen\/2023\/carbon2chem-konferenz\/postersession.html\" target=\"_blank\">Postersession<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Weitere-Informationen\">Weitere Informationen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/forschungslinien\/kohlenstoffkreislauf.html\" class=\"\">Verbundprojekt Carbon2Chem\u00ae<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2022\/carbon2chem-konferenz-nachbericht.html\" class=\"\">Nachbericht: 5. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie (08.11.2022)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2021\/carbon2chem-konferenz-nachbericht.html\" class=\"\">Nachbericht: 4. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie (26.11.2021)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2020\/carbon2chem-konferenz2020.html\" class=\"\">Nachbericht: 3. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie (28.10.2020)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carbon2Chem\u00ae&nbsp;n\u00e4hert sich mit gro\u00dfen Schritten dem Ende der zweiten Projektphase. In der n\u00e4chsten Stufe gilt es, die bisher erarbeiteten L\u00f6sungen zur Kreislauff\u00fchrung von Kohlenstoff in die Breite und damit auch in weitere Branchen neben der Stahlproduktion zu tragen. 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