{"id":13407,"date":"2013-09-27T00:00:00","date_gmt":"2013-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130927-03n"},"modified":"2013-09-27T00:00:00","modified_gmt":"2013-09-26T22:00:00","slug":"ipcc-bericht-weltklimarat-legt-bericht-zum-klimawandel-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ipcc-bericht-weltklimarat-legt-bericht-zum-klimawandel-vor\/","title":{"rendered":"IPCC-Bericht &#8211; Weltklimarat legt Bericht zum Klimawandel vor"},"content":{"rendered":"<p><b>Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka werten den neuesten Bericht des Weltklimarats als untr\u00fcgliches Zeichen daf\u00fcr, dass der Klimawandel voranschreitet. &#8220;Der IPCC zeigt der Weltgemeinschaft, dass ein ambitionierter Klimaschutz unumg\u00e4nglich ist&#8221;, unterstrich Altmaier nach der Vorstellung des Berichts des Weltklimarats IPCC heute in Stockholm. &#8220;Forschung ist der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis des Klimawandels. Der IPCC-Bericht ist der weltweit bedeutendste Sachstandsbericht zur Klimaforschung&#8221;, betonte auch Wanka. Der jetzt vorgestellte Bericht ist der erste Teil des f\u00fcnften IPCC-Sachstandsberichts. An ihm wirkten hunderte von Wissenschaftlern mit, auch 40 Forscher aus Deutschland waren daran beteiligt.<\/b><\/p>\n<p>Der IPCC stellt im Auftrag der Vereinten Nationen in seinen Berichten den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand der Klima\u00e4nderung fest. Die Ergebnisse  der internationalen Klimaforschung best\u00e4tigen unzweifelhaft, dass der Klimawandel voranschreitet. Im gesamten Klimasystem finden vielf\u00e4ltige Ver\u00e4nderungen statt: Nicht nur die Temperatur der unteren Atmosph\u00e4re steigt, auch die Ozeane werden w\u00e4rmer, Gletscher tauen, Permafrostb\u00f6den erw\u00e4rmen sich, Eisschilde verlieren an Masse, der Meeresspiegel steigt weiter an. Mit gro\u00dfer Sicherheit wird auch best\u00e4tigt, dass von Menschen verursachte Treibhausgase f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil der beobachteten Klima\u00e4nderung verantwortlich sind. Um die globale Erw\u00e4rmung zu begrenzen, m\u00fcssen Treibhausgasemissionen erheblich gemindert werden.<\/p>\n<p>Bundesumweltminister Peter Altmaier forderte mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz: &#8220;Mit entschlossenem Handeln k\u00f6nnen wir eine Erw\u00e4rmung um mehr als 2 Grad noch verhindern. Das ist eine wichtige Botschaft f\u00fcr die internationalen Klimaschutzverhandlungen.  Es gilt, bis 2015 ein neues ambitioniertes Abkommen auszuhandeln. Die EU muss hier die F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Darum m\u00fcssen wir dringend den Emissionshandel st\u00e4rken, das EU-Klimaschutzziel ansch\u00e4rfen und f\u00fcr 2030 ein ambitioniertes Klimaschutzziel vereinbaren.&#8221; Auch f\u00fcr die nationale Klimapolitik seien die IPCC-Ergebnisse von unmittelbarer Bedeutung. &#8220;Die Bundesregierung hat sich mit dem Energiekonzept ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Das Ziel, die Emissionen in Deutschland bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegen\u00fcber 1990 zu senken, ist auf Berechnungen des IPCC zur\u00fcckzuf\u00fchren. Mit der Energiewende haben wir den schrittweisen und langfristig angelegten Umbau unserer Energieversorgungssysteme begonnen. Der Klimaschutz ist &#8211; neben dem Atomausstieg &#8211; ein entscheidender Treiber f\u00fcr diesen Umbau.&#8221;<\/p>\n<p>Die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte in Berlin: &#8220;Es wird deutlich, dass noch nicht alle Fragen zum Klimawandel abschlie\u00dfend beantwortet sind. Wir d\u00fcrfen daher in unserem Engagement bei der Klimaforschung nicht nachlassen. Hier sehe ich weiterhin eine klare Priorit\u00e4t bei der Forschungsf\u00f6rderung.&#8221; Seit dem letzten IPCC-Bericht hat das BMBF rund 490 Millionen Euro in die Klimaforschung investiert. Wanka betonte, dass der neue Bericht wichtige Anhaltspunkte liefert, wo noch Forschungsl\u00fccken bestehen. &#8220;Wir werden den Bericht jetzt genau auswerten und pr\u00fcfen, wo durch gezielte Forschungsf\u00f6rderung die Wissenschaft in die Lage versetzt werden kann, die noch fehlenden Antworten zu liefern.&#8221;<\/p>\n<p>Jochen Flasbarth, Pr\u00e4sident des Umweltbundesamtes, verwies auf zentrale Aussagen des Berichts: &#8220;Die globale Mitteltemperatur der unteren Atmosph\u00e4re ist seit Ende des 19. Jahrhunderts bereits im Mittel um 0.85 Grad Celsius gestiegen. Jedes der drei vergangenen Jahrzehnte war w\u00e4rmer als alle vorhergehenden seit 1850. Auch viele extreme Wetterereignisse zeigen Ver\u00e4nderungen, so sind Hitzewellen in einigen Regionen h\u00e4ufiger aufgetreten.&#8221; Infolge der fortgesetzten Tauprozesse von Gletschern und Eisschilden und der Ausdehnung des erw\u00e4rmten Ozeanwassers stieg der globale mittlere Meeresspiegel im Zeitraum von 1901 bis 2010 um etwa 19 Zentimeter. Dessen Anstieg hat sich in den letzten 20 Jahren sogar noch beschleunigt. Im letzten Jahrzehnt ist sechsmal so viel Gr\u00f6nlandeis geschmolzen wie in den 10 Jahren davor. &#8220;Die Aussagen des Weltklimaberichts sind gegen\u00fcber dem letzten Bericht von 2007 noch sicherer und fundierter geworden. Sie zeigen einen gro\u00dfen Handlungsbedarf auf.&#8221;<\/p>\n<p>Prof. Dr. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Polar- und Meeresforschung, erg\u00e4nzte: &#8220;Aussagen \u00fcber m\u00f6gliche k\u00fcnftige Entwicklungen des Klimas sind auf der Grundlage von erweiterten und verbesserten Modellen belastbarer und sicherer geworden. Ein weiterer ungebremster Aussto\u00df von Treibhausgasen lie\u00dfe an vielen Stellen des Klimasystems deutliche Ver\u00e4nderungen erwarten, wie sie seit hunderten bis tausenden von Jahren nicht aufgetreten sind.&#8221; Dazu z\u00e4hlen Niederschl\u00e4ge, Eis und Schnee, einigen Extremwetterereignisse, Meeresspiegelanstieg und Versauerung der Ozeane. Alle Regionen der Erde w\u00e4ren betroffen. Viele der \u00c4nderungen im Klimasystem blieben f\u00fcr Jahrhunderte bestehen, auch wenn keine Treibhausgase mehr freigesetzt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Bericht stellt fest, dass der globale Temperaturanstieg in der bodennahen Luft in den vergangenen 15 Jahren langsamer war, als in den Jahrzehnten davor. Daraus kann man aber nicht auf eine Abschw\u00e4chung des globalen Klimawandels schlie\u00dfen. Denn es handelt sich dabei nur um kurzfristige Ver\u00e4nderungen, die vor allem auf nat\u00fcrliche Schwankungen zur\u00fcckgehen und den langfristigen Erw\u00e4rmungstrend \u00fcberlagern. Dar\u00fcber hinaus belegen das Schmelzen der Gletscher, die Erw\u00e4rmung der Ozeane, das Schmelzen des arktischen Meereises und viele andere Gr\u00f6\u00dfen die weitere Erw\u00e4rmung des Klimas.<\/p>\n<p>Der Bericht ist der erste von 3 Teilb\u00e4nden des 5. IPCC-Sachstandsberichtes. Der zweite Band besch\u00e4ftigt sich mit den Folgen des Klimawandels und Fragen der Anpassung, der dritte mit den Handlungsoptionen zur Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen. Ihre Ver\u00f6ffentlichung ist f\u00fcr Ende M\u00e4rz und Mitte April 2014 geplant.<\/p>\n<ul>\n<li><b>Weitere Informationen<\/b><br \/>&#8211; Klimapolitik: <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/themen\/klima-energie\/klimaschutz\/kurzinfo\/\" >www.bmu.de\/themen\/klima-energie\/klimaschutz\/kurzinfo\/<\/a><br \/>&#8211; Forschung zum Klimawandel: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/8493.php\" >www.bmbf.de\/de\/8493.php<\/a><br \/>&#8211; Klimaschutz: <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\" >www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie<\/a><br \/>&#8211; Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle: <a href=\"http:\/\/www.de-ipcc.de\/\" >www.de-ipcc.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka werten den neuesten Bericht des Weltklimarats als untr&uuml;gliches Zeichen daf&uuml;r, dass der Klimawandel voranschreitet. &#8220;Der IPCC zeigt der<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[187,279],"class_list":["post-13407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-bundesministerium-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13407"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13407\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13407"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}