{"id":13341,"date":"2013-07-02T00:00:00","date_gmt":"2013-07-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130702-11n"},"modified":"2021-09-09T21:51:09","modified_gmt":"2021-09-09T19:51:09","slug":"forschungskooperation-entwickelt-innovative-technologie-zur-umweltschonenden-herstellung-von-synthesegas-aus-kohlendioxid-und-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungskooperation-entwickelt-innovative-technologie-zur-umweltschonenden-herstellung-von-synthesegas-aus-kohlendioxid-und-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Forschungskooperation entwickelt innovative Technologie zur umweltschonenden Herstellung von Synthesegas aus Kohlendioxid und Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p><b><\/p>\n<ul>\n<li>Neue Verfahrenstechnik zur Umsetzung von Kohlendioxid (CCU) mit Wasserstoff im gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab f\u00fchrt zu niedrigeren CO<sub>2<\/sub>-Emissionen\n<\/li>\n<li>Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung f\u00f6rdert branchen\u00fcbergreifende Kooperation von Industrie und Wissenschaft \u00fcber drei Jahre mit insgesamt 9,2 Millionen \u20ac.<\/li>\n<\/ul>\n<p>BASF, die Linde Group und ThyssenKrupp wollen eine umweltfreundliche und wettbewerbsf\u00e4hige Basis f\u00fcr die Nutzung des Klimagases Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) in gro\u00dfem Ma\u00dfstab schaffen. Ziel ist es, durch eine innovative Verfahrenstechnik Kohlendioxid als Rohstoff einzusetzen und zu verwerten \u2013 mit positiven Effekten f\u00fcr den Klimaschutz.<\/b><\/p>\n<p>Gemeinsam mit der BASF-Tochtergesellschaft hte AG und den Wissenschaftspartnern VDEh-Betriebsforschungs-institut in D\u00fcsseldorf und Technische Universit\u00e4t Dortmund entwickeln die Unternehmen einen zweistufigen Prozess: Im ersten Schritt werden mit einer neuartigen Hochtemperatur-Technologie aus Erdgas Wasserstoff und Kohlenstoff hergestellt. Dabei wird im Vergleich zu anderen Verfahren besonders wenig CO<sub>2<\/sub> erzeugt. Anschlie\u00dfend werden gro\u00dfe Mengen CO<sub>2<\/sub> \u2013 auch aus anderen industriellen Prozessen \u2013 mit diesem Wasserstoff zu Synthesegas umgesetzt. Synthesegas, ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff, ist ein wichtiges Grundprodukt f\u00fcr die chemische Industrie und eignet sich zudem zur Herstellung von Kraftstoffen. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) f\u00f6rdert das Projekt im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme &#8220;Technologien f\u00fcr Nachhaltigkeit und Klimaschutz \u2013 Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub>&#8220;. Das auf drei Jahre angelegte Projekt ist am 1. Juli 2013 gestartet.<\/p>\n<p>&#8220;Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern eine Technologie zu entwickeln, die uns ganz neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen wird, um aus dem langfristig verf\u00fcgbaren Rohstoff Erdgas die Grundchemikalien Wasserstoff und Synthesegas industriell herzustellen. Allein bei der Wasserstoffherstellung erwarten wir im Vergleich zu heutigen Standardverfahren um etwa 50 Prozent niedrigere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Gleichzeitig sind die Kosten der Wasserstoffherstellung besonders wettbewerbsf\u00e4hig&#8221;, sagt Dr. Peter Schuhmacher, Leiter der Technologieplattform Process Research &#038; Chemical Engineering der BASF SE.<\/p>\n<p><b>Stoffliche Nutzung von Kohlendioxid wird erschlossen<\/b><br \/>Der Projektansatz hat folgende Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Erdgas ist als Ressource in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar und besitzt zum Beispiel im Vergleich zu Biomasse g\u00fcnstigere Anteile von Wasserstoff und Kohlenstoff.<\/li>\n<li>Die Erdgasspaltung erfolgt rein thermisch ohne Zufuhr von Sauerstoff oder Wasser.<\/li>\n<li>Dies erm\u00f6glicht die Produktion von Wasserstoff sowie von  festem Kohlenstoff zur potenziellen Verwendung in der Koks- und Stahlindustrie als Ersatz f\u00fcr Steinkohle.<\/li>\n<li>In einem weiteren innovativen katalytischen Verfahrensschritt wird Kohlendioxid mit dem aus der Erdgasspaltung gewonnenen Wasserstoff zu Synthesegas umgesetzt.<\/li>\n<li>Der Prozess l\u00e4uft bei sehr hohen Temperaturen ab, die entsprechend gro\u00dfe Menge an Abw\u00e4rme wird durch das neuartige Reaktorkonzept direkt im Prozess wieder eingesetzt.<\/li>\n<li>Die Technologie ist geeignet f\u00fcr die gro\u00dftechnische Produktion.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Branchen\u00fcbergreifende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor<\/b><br \/>Die BASF koordiniert das Gemeinschaftsprojekt und f\u00fchrt gemeinsam mit hte die experimentellen Forschungst\u00e4tigkeiten zur Gasspaltung und Katalysatorentwicklung f\u00fcr die Synthesegasherstellung durch. Darauf aufbauend wollen die Partner das Konzept f\u00fcr eine Pilotanlage sowie ein Gesamtkonzept f\u00fcr die Einbindung der neuen Technologie in existierende Chemie- und Stahlstandorte entwickeln. Verantwortlich f\u00fcr den Anlagenbau sind Linde und ThyssenKrupp Uhde. Die Aufbereitung und Erprobung des Kohlenstoffs f\u00fcr den Einsatz in der Stahlindustrie liegt im Verantwortungsbereich der ThyssenKrupp Steel Europe und ihrer Tochtergesellschaft Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern (KBS).<\/p>\n<p>&#8220;Wir sind uns sicher, dass die branchen\u00fcbergreifende Zusammenarbeit von Anlagenbau, Chemie-, Gase- und Stahlindustrie entscheidend f\u00fcr den Erfolg dieses Projektes sein wird&#8221;, erkl\u00e4ren Projektkoordinator Dr.-Ing. Andreas Bode, BASF New Business GmbH, und die Vertreter der beteiligten Unternehmen \u00fcbereinstimmend.<\/p>\n<p><b><i>\u00dcber BASF<\/i><\/b><br \/>BASF ist das weltweit f\u00fchrende Chemieunternehmen: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzen\u00adschutzmitteln bis hin zu \u00d6l und Gas. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation helfen wir unseren Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bed\u00fcrfnisse der Gesellschaft zu erf\u00fcllen. Unsere Produkte und L\u00f6sungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ern\u00e4hrung zu sichern und die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2012 einen Umsatz von 72,1 Milliarden \u20ac und besch\u00e4ftigte am Jahresende mehr als 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist b\u00f6rsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Z\u00fcrich (AN). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b><\/p>\n<ul>\n<li>Neue Verfahrenstechnik zur Umsetzung von Kohlendioxid (CCU) mit Wasserstoff im gro&szlig;technischen Ma&szlig;stab f&uuml;hrt zu niedrigeren CO<sub>2<\/sub>-Emissionen\n<\/li>\n<li>Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung f&ouml;rdert branchen&uuml;bergreifende Kooperation<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[],"supplier":[75,187,1107,5208,1193,810,3477,5206],"class_list":["post-13341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","supplier-basf-se","supplier-bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung-bmbf","supplier-hte-the-high-throughput-experimentation-company","supplier-kokereibetriebsgesellschaft-schwelgern-kbs","supplier-linde-ag","supplier-technische-universitaet-tu-dortmund","supplier-thyssenkrupp-uhde","supplier-vdeh-betriebsforschungsinstitut-bfi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13341\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13341"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}