{"id":13320,"date":"2013-07-17T00:00:00","date_gmt":"2013-07-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130717-06n"},"modified":"2014-07-25T12:06:27","modified_gmt":"2014-07-25T10:06:27","slug":"nova-paper-2-on-bio-based-economy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-2-on-bio-based-economy\/","title":{"rendered":"nova paper #2 on bio-based economy"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version:<\/span>\u00a0<a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-2-on-bio-based-economy-2\/\" target=\"_blank\">\u00a0https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-paper-2-on-bio-based-economy-2<\/a><\/p>\n<p><b>Die neuste Publikation des nova-Instituts, Deutschland, ist ein Beitrag zu der aktuellen kontrovers gef\u00fchrten Debatte dar\u00fcber, ob Nahrungspflanzen f\u00fcr andere Anwendungen als Lebensmittel und Futtermittel verwendet werden sollten. Mit Distanz zur oftmals sehr emotionalen Diskussion basiert die Ver\u00f6ffentlichung auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und zielt darauf ab, ein sachliches und zutreffendes Bild der Verwendung von Lebensmittelpflanzen in der bio-basierten Industrie zu schaffen.<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 10px;\" alt=\"11-12-13e_WPC-Carus_cg.jpg\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130717-06\/11-12-13e_WPC-Carus_cg.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Die Autoren, Michael Carus und Lara Dammer kommen zu dem Ergebnis, dass alle Arten von Biomasse f\u00fcr die industrielle Verwendung zul\u00e4ssig sind. Die Wahl sollte vor allem davon abh\u00e4ngen, wie nachhaltig und effizient diese Biomasseressourcen produziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Angesichts einer schnell wachsenden Weltbev\u00f6lkerung, gilt die erste Priorit\u00e4t der Biomassebereitstellung selbstverst\u00e4ndlich der Ern\u00e4hrungssicherung. Allerdings konzentriert sich die \u00f6ffentliche Diskussion vor allem auf die offensichtliche direkte Konkurrenz um Nahrungspflanzen zwischen den verschiedenen Verwendungen: Lebensmittel, Futtermittel, stofflicher und energetischer Nutzung. Die Autoren vertreten jedoch die Ansicht, dass Landverf\u00fcgbarkeit der entscheidende Faktor in der Diskussion ist, da der Anbau von Non-Food-Kulturen auf Ackerland die potenzielle Verf\u00fcgbarkeit von Nahrung ebenso sehr oder sogar noch st\u00e4rker reduzieren w\u00fcrde. Sie empfehlen daher einen differenzierten Ansatz zur Ermittlung der optimalen Biomasse f\u00fcr die industrielle Anwendung.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst muss gekl\u00e4rt werden, ob die Nutzung von Biomasse \u00fcberhaupt f\u00fcr andere Zwecke als die Lebensmittelproduktion gerechtfertigt ist. Dazu muss die Verf\u00fcgbarkeit von Ackerfl\u00e4chen ermittelt werden. Verschiedene Studien zeigen, dass betr\u00e4chtliche Fl\u00e4chen f\u00fcr andere Nutzungsm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung stehen, selbst nachdem der weltweite Nahrungsmittelbedarf gedeckt wurde. Diese Studien finden au\u00dferdem Potenziale f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Fl\u00e4chenwachstum und Ertragssteigerungen.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt gilt es zu ermitteln, wie diese verf\u00fcgbaren Fl\u00e4chen am effektivsten genutzt werden k\u00f6nnen. J\u00fcngste Studien zeigen, dass viele Nahrungspflanzen im Vergleich zu Non-Food-Kulturen land-effizienter sind. Verdeutlicht wird dies anhand eines Beispiels \u2013 so wird f\u00fcr die Produktion einer bestimmten Menge fermentierbaren Zuckers, welcher f\u00fcr biotechnologische Prozesse unabdingbar ist, durch Nahrungspflanzen eine geringere Anbaufl\u00e4che ben\u00f6tigt als f\u00fcr die gleiche Menge Zucker aus den angeblich &#8220;unproblematischen&#8221;, lignocellulosehaltigen Non-Food-Kulturen der zweiten Generation. Dar\u00fcber hinaus gestaltet sich die Verwendung der Nahrungspflanzen in der biobasierten Industrie sehr effizient, was insbesondere in der langj\u00e4hrigen Optimierung von Prozessketten der ersten Generation, wie auch in der Nutzung der Nebenprodukte als Nahrungs- und Futtermittel begr\u00fcndet ist.<\/p>\n<p>Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt, der f\u00fcr die industrielle Nutzung von Nahrungspflanzen spricht, ist die Flexibilit\u00e4t der Verwendungsm\u00f6glichkeit in Krisenzeiten. Im Falle einer Lebensmittelkrise w\u00e4re es somit denkbar, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr industrielle Zwecke kultivierten Nahrungspflanzen neu zu allokieren und als Lebensmittel zu verwenden. Dies ist mit Non-Food-Kulturen nicht m\u00f6glich, da diese einzig und allein Versorgungssicherheit f\u00fcr industrielle Anwendungen sicherstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Autoren stellen daher an politische Ma\u00dfnahmen den Anspruch einer umfassenderen Differenzierung zwischen Lebensmittel und Non-Food-Kulturen unter Ber\u00fccksichtigung von Kriterien wie der Landverf\u00fcgbarkeit, Ressourcen- und Land-Effizienz, Inwertsetzung der Nebenprodukte und Nahrungsmittelnothilfe. Dies bedeutet zudem auch eine weiterf\u00fchrende Forschung an Prozessen der ersten Generation mit aktiver Unterst\u00fctzung europ\u00e4ischer Forschungspl\u00e4ne sowie eine \u00c4nderung des Quotensystems f\u00fcr die Zuckerherstellung in der Europ\u00e4ischen Union, um die erh\u00f6hte Produktion dieses Rohstoffes f\u00fcr die industrielle Nutzung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Und abschlie\u00dfend fordern sie eine Gleichbehandlung von stofflicher und energetischer Nutzung von Biomasse um Marktverzerrungen bei der Zuweisung von Biomasse zu anderen Verwendungen als Lebens- und Futtermitteln zu verringern.<\/p>\n<p>Autoren:<br \/>\n\u2022 Michael Carus, nova-Institut (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer)<br \/>\n\u2022 Lara Dammer, nova-Institut (Politik und Strategie)<\/p>\n<p><b>nova paper #2 on bio-based economy 2013-07: Food or Non-Food: Which agricultural feedstocks are best for industrial uses?<\/b><\/p>\n<p>Die &#8220;nova papers on bio-based economy&#8221; sind Beitr\u00e4ge, die Diskussionen um aktuelle Themen der bio-basierten \u00d6konomie anregen und Akteure dazu einladen, sich an Debatten und Entscheidungsprozessen zu beteiligen.<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Papier k\u00f6nnen Sie unter dem folgenden Link herunterladen: <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/policy\/index.php\">http:\/\/www.bio-based.eu\/policy\/index.php<\/a><\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung als PDF:\u00a0<a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/13-07-22_pm_foodpaper_nova_de.pdf\">13-07-22_pm_foodpaper_nova_de<\/a><\/p>\n<p><b>V.i.S.d.P.:<\/b><br \/>\nDipl.-Phys. Michael Carus<br \/>\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer nova-Institut GmbH<br \/>\nChemiepark Knapsack<br \/>\nIndustriestrasse 300<br \/>\n50354 H\u00fcrth (Germany)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nova-institut.eu\/\">www.nova-institut.eu<\/a><br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:contact@nova-institut.de\">contact@nova-institut.de<\/a><br \/>\nTel.: +49 (0) 2233-48 14 40.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die neuste Publikation des nova-Instituts, Deutschland, ist ein Beitrag zu der aktuellen kontrovers gef&uuml;hrten Debatte dar&uuml;ber, ob Nahrungspflanzen f&uuml;r andere Anwendungen als Lebensmittel und Futtermittel<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,7192],"tags":[],"supplier":[4],"class_list":["post-13320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-novapress","supplier-nova-institut-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13320\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13320"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}