{"id":13309,"date":"2013-07-25T00:00:00","date_gmt":"2013-07-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130725-02n"},"modified":"2021-09-09T21:51:04","modified_gmt":"2021-09-09T19:51:04","slug":"bayer-will-cosub2sub-kommerziell-als-neuen-rohstoff-nutzen-produktionsanlage-in-dormagen-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bayer-will-cosub2sub-kommerziell-als-neuen-rohstoff-nutzen-produktionsanlage-in-dormagen-geplant\/","title":{"rendered":"Bayer will CO&lt;sub&gt;2&lt;\/sub&gt; kommerziell als neuen Rohstoff nutzen &#8211; Produktionsanlage in Dormagen geplant"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach einer erfolgreichen Testphase will Bayer das Treibhausgas Kohlendioxid nun kommerziell als neuen Baustein f\u00fcr Kunststoffe nutzen. Dazu hat das Unternehmen mit den Planungen zum Bau einer Produktionsanlage am Standort Dormagen begonnen. Dort soll mit Hilfe von CO<sub>2<\/sub> ein Vorprodukt f\u00fcr hochwertigen Schaumstoff hergestellt werden. Ziel ist, dieses Vorprodukt ab 2015 in gr\u00f6\u00dferen Mengen zun\u00e4chst ausgew\u00e4hlten Weiterverarbeitern zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/b><\/p>\n<p>Die Verwendung von Kohlendioxid ist von Nutzen f\u00fcr die Umwelt. So ersetzt CO<sub>2<\/sub> einen Teil der fossilen Rohstoffe wie zum Beispiel Erd\u00f6l, die sonst komplett zum Einsatz kommen. Gleichzeitig erwartet Bayer von dem neuen Verfahren wirtschaftliche Vorteile gegen\u00fcber der konventionellen Produktionsweise. <\/p>\n<p><b>Abgas wird zum gewinnbringenden Rohstoff<\/b><br \/>&#8220;CO<sub>2<\/sub> erscheint in einem neuen Licht: Das Abgas wird zum n\u00fctzlichen und gewinnbringenden Rohstoff. Damit beschreiten wir als eines der ersten Unternehmen auf der Welt v\u00f6llig neue Wege in der Produktion von Qualit\u00e4tsschaumstoff&#8221;, sagt Patrick Thomas, der Vorstandsvorsitzende von Bayer MaterialScience. <\/p>\n<p>Der Werkstoffhersteller hat das Verfahren gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt und zwei Jahre lang intensiv getestet \u2013 im Rahmen des mit \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rderten Forschungsprojekts &#8220;Dream Production&#8221;. Dabei wurden in einer Pilotanlage am Bayer-Hauptsitz in Leverkusen kleinere Mengen des Vorprodukts Polyol hergestellt, in das CO<sub>2<\/sub> chemisch fest eingebunden wird. <\/p>\n<p>Die Substanz dient zur Herstellung von Polyurethan-Schaumstoff, der in vielen Alltagsdingen wie Polsterm\u00f6beln, Schuhen, Autoteilen und zur D\u00e4mmung von Geb\u00e4uden und K\u00fchlger\u00e4ten genutzt wird. Mit CO<sub>2<\/sub> als Baustein ist das Material qualitativ mindestens ebenso gut wie konventioneller Schaum, der komplett auf fossilen Rohstoffen basiert.<\/p>\n<p><b>Matratzen aus CO<sub>2<\/sub><\/b><br \/>&#8220;Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase z\u00fcnden wir nun die zweite Stufe und streben die Kommerzialisierung an&#8221;, sagt Thomas. Als erstes solle der neue CO<sub>2<\/sub>-basierte Weichschaum zur Herstellung von Matratzen dienen. <\/p>\n<p>Die geplante Produktionsanlage in Dormagen werde eine Kapazit\u00e4t von einigen Tausend Tonnen haben. &#8220;Nat\u00fcrlich ist das noch nicht genug, um den Bedarf am Markt zu befriedigen&#8221;, so Thomas weiter. &#8220;Aber wir haben hier ein patentgesch\u00fctztes Verfahren, und es ist noch offen, ob wir der alleinige Hersteller dieses innovativen Polyols sein werden. M\u00f6glich w\u00e4re auch, die neue Technik in Lizenz zu geben.&#8221; <\/p>\n<p><b><i>\u00dcber Bayer MaterialScience:<\/i><\/b><br \/>Mit einem Umsatz von 11,5 Milliarden Euro im Jahr 2012 geh\u00f6rt Bayer MaterialScience zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Polymer-Unternehmen. Gesch\u00e4ftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr Produkte, die in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-\/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und besch\u00e4ftigte Ende 2012 rund 14.500 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.<\/p>\n<p><i>Tag: CCU<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Nach einer erfolgreichen Testphase will Bayer das Treibhausgas Kohlendioxid nun kommerziell als neuen Baustein f&uuml;r Kunststoffe nutzen. 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