{"id":13274,"date":"2013-02-14T00:00:00","date_gmt":"2013-02-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130214-04n"},"modified":"2013-02-14T00:00:00","modified_gmt":"2013-02-13T22:00:00","slug":"welche-auswirkungen-haben-fluechtige-inhaltsstoffe-aus-holz-sowie-holzwerkstoffen-auf-menschliche-zellsysteme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/welche-auswirkungen-haben-fluechtige-inhaltsstoffe-aus-holz-sowie-holzwerkstoffen-auf-menschliche-zellsysteme\/","title":{"rendered":"Welche Auswirkungen haben fl\u00fcchtige Inhaltsstoffe aus Holz sowie Holzwerkstoffen auf menschliche Zellsysteme?"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130214-04\/Innsbruck.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"(v.l.) Univ.-Prof. Dr. Ludger Hengst (Leiter Sektion f\u00fcr<br \/>Medizinische Biomedizin), Walter Schiegl (EGGER-\u00d6sterreich),<br \/>Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber (Direktor Biozentrum) und <br \/>ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Florian \u00dcberall (Leiter Forschungsprojekt<br \/>VocOnCell) vor der neuartigen VOC-Expositionskammer in<br \/>Innsbruck. (Medizinische Universit\u00e4t Innsbruck\/ MUI).&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">(v.l.) Univ.-Prof. Dr. Ludger Hengst (Leiter Sektion f\u00fcr<br \/>Medizinische Biomedizin), Walter Schiegl (EGGER-\u00d6sterreich),<br \/>Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber (Direktor Biozentrum) und <br \/>ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Florian \u00dcberall (Leiter Forschungsprojekt<br \/>VocOnCell) vor der neuartigen VOC-Expositionskammer in<br \/>Innsbruck. (Medizinische Universit\u00e4t Innsbruck\/ MUI).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Menschen sind st\u00e4ndig von fl\u00fcchtigen organischen Stoffen umgeben. Pflanzen, Tiere, Menschen und technische Werkstoffe sind eine Quelle fl\u00fcchtiger organischer Verbindungen, sogenannter VOCs (Volatile Organic Compounds). Welche Auswirkungen VOCs aus Holz sowie Holzwerkstoffen auf den Organismus haben, wird am Biozentrum der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck untersucht. Vor Kurzem ging eine einzigartige VOC-Expositionskammer in Betrieb, welche eine detaillierte Analyse von VOCs erm\u00f6glicht.<\/b><\/p>\n<p>Da Menschen immer von fl\u00fcchtigen organischen Stoffen umgeben sind, ist das Interesse der medizinischen Forschung an diesen sogenannten VOCs in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. So ist beispielsweise bereits bekannt, dass einige fl\u00fcchtige Inhaltsstoffe von Zirbenholz blutdrucksenkend und schlaff\u00f6rdernd wirken. Rein technisch kann man VOCs in geringsten Spuren nachweisen, deren biologische Wirksignatur bei unterschiedlichen Konzentrationen an lebenden Zellen ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht. <\/p>\n<p>&#8220;Dadurch, dass wir uns aufgrund unserer modernen Lebensumst\u00e4nde aber vermehrt in geschlossenen R\u00e4umen aufhalten, sind wir auch vermehrt den Emissionen von Dekor- und Baumaterialien, Einrichtungsgegenst\u00e4nden und Kleidungsst\u00fccken ausgesetzt&#8221;, erkl\u00e4rt Ao. Univ.-Prof. Dr. Florian \u00dcberall von der Innsbrucker Sektion f\u00fcr Medizinische Biochemie (Leiter: Univ.-Prof. Dr. Ludger Hengst) die Hintergr\u00fcnde des Forschungsprojektes &#8220;VocOnCell&#8221;. Die Arbeitsgruppe von Prof. \u00dcberall &#8220;Eco- &#038; Nutritional Biochemistry&#8221;, die Firma Bioenergy2020+ aus Graz und EGGER \u00d6sterreich wollen daher mehr \u00fcber die Wirkmechanismen von nat\u00fcrlich gebildeten fl\u00fcchtigen organischen Stoffen aus Holz sowie Holzwerkstoffen an Zellmodellen herausfinden. Das international begutachtete und von der \u00d6sterreichischen Forschungsf\u00f6rderungsgesellschaft (FFG) vergebene Bridge-Projekt &#8220;VocOnCell&#8221; wurde im Januar 2012 gestartet.<\/p>\n<div style=\"float:left;margin-right:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130214-04\/Innsbruck2.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Florian \u00dcberall (Leiter <br \/>Forschungsprojekt VocOnCell) (Medizinische <br \/>Universit\u00e4t Innsbruck\/ MUI).&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px\" align=\"left\">ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Florian \u00dcberall (Leiter <br \/>Forschungsprojekt VocOnCell) (Medizinische <br \/>Universit\u00e4t Innsbruck\/ MUI).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Einzigartiges VOC-Analysezentrum in Innsbruck<\/b><br \/>Nach rund einem Jahr konnte jetzt das erste Forschungsziel erreicht werden: Die WissenschafterInnen haben ein einzigartiges VOC-Expositionssystem f\u00fcr fl\u00fcchtige organische Komponenten am Biozentrum etabliert. Diese neuartige Expositionskammer zur Beurteilung der zellul\u00e4ren Wirkung von luftgetragenen fl\u00fcchtigen Stoffen bzw. Stoffgemischen wurde in Zusammenarbeit mit Techniken der Bioenergy 2020+ GmbH in Graz gebaut und in Innsbruck in Betrieb genommen. Damit ist an der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck ein eigenst\u00e4ndiges VOC-Analysezentrum entstanden. <\/p>\n<p>&#8220;Erstmalig wird diese neue Expositionskammer eine Pr\u00fcfung von fl\u00fcchtigen Einzelsubstanzen, aber auch Substanzgemischen an Zellmodellen erlauben. Das ist auch f\u00fcr die Durchf\u00fchrung weiterer Forschungsprojekte in diesem Bereich wichtig. Weltweit existiert derzeit keine vergleichbare Anlage&#8221;, sagt Prof. \u00dcberall. &#8220;Mit diesem hoch entwickelten experimentellen Aufbau sind erstmals Untersuchungen in einer kontrollierten Umgebung m\u00f6glich, die einem hohen wissenschaftlichen Anspruch gerecht werden&#8221;, erg\u00e4nzt Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber, Direktor des Biozentrums der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck. &#8220;Bald werden wir hier mehr \u00fcber Auswirkungen volatiler Substanzen auf Zellen des K\u00f6rpers haben ohne den Graubereich der Interpretation, sondern basierend auf harten Fakten.&#8221;<\/p>\n<p>Die Innsbrucker ForscherInnen hoffen mit Hilfe des Ger\u00e4tes auch Biomarker zu finden, welche auf die Anwesenheit von bestimmten VOCs in biologischen Systemen hinweisen. &#8220;Wir haben die M\u00f6glichkeit Gaskonzentrationen in ppm\/ppt freizusetzen, online zu \u00fcberwachen, pr\u00e4zise zu messen und herauszufinden, ab welchem Grenzwert sie einen positiven oder negativen Effekt auf Zellen aus\u00fcben&#8221;, erkl\u00e4rt Prof. \u00dcberall.<\/p>\n<p><b>Forschungsvorhaben mit Zukunftspotential, nicht nur f\u00fcr die Holzwirtschaft<\/b><br \/>Dass es sich bei dem ambitionierten Projekt &#8220;VocOnCell&#8221; um ein Forschungsvorhaben mit Zukunftspotential handelt, ist auch durch die F\u00f6rderung seitens der FFG sichtbar: Die Voraussetzung ein Bridge-Projekt zu erhalten ist eine positive internationale Begutachtung, die dem Projekt eine exzellente wissenschaftliche Vorgehensweise bescheinigt sowie eine breite wirtschaftliche Nutzung erwarten l\u00e4sst. <\/p>\n<p>Das Grundlagenforschungsprojekt wird zu 80 Prozent von der FFG gef\u00f6rdert, die restlichen 20 Prozent des Forschungsprojektes werden von EGGER \u00d6sterreich getragen. Die Investition d\u00fcrfte sich f\u00fcr den Wirtschaftspartner lohnen: &#8220;Das exakte Wissen \u00fcber solche Emissionen soll den Kundennutzen erh\u00f6hen und Wettbewerbsvorteile verschaffen. Unabh\u00e4ngig von vorgeschriebenen Grenzwerten ist es dem Unternehmen so m\u00f6glich, die gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in den Herstellungsprozess unserer Produkte einflie\u00dfen zu lassen\u00ab, erkl\u00e4rt Walter Schiegl, Technischer Leiter der gesamten EGGER-Gruppe. Aus Aspekten der Volksgesundheit kann man aber auch von einem gro\u00dfen Nutzen des Forschungsvorhabens f\u00fcr die gesamte Gesellschaft sprechen. Dementsprechend hoffen die ForscherInnen der Medizinischen Universit\u00e4t auf weitere Folgeprojekte mit weiteren WirtschaftspartnerInnen, beispielsweise aus der Automobil-, Kosmetik-, Pharma-, und Lebensmittelindustrie.<\/p>\n<p><b>Forschungsprojekt &#8220;VocOnCell&#8221;<\/b><br \/>Das Forschungsprojekt &#8220;VocOnCell&#8221; setzt auf die Zusammenarbeit von ExpertInnen in den Bereichen des technischen Anlagenbaus von Gasdosier- und Gasdetektionseinrichtungen, sowie auf das Wissen und die F\u00e4higkeit von GenetikerInnen und BiochemikerInnen im Bereich Zellbiologie und Toxikologie. In enger Zusammenarbeit mit den ExpertInnen des EGGER Competence-Centers unter der Leitung von Dr. Martin Steinwender entsteht durch die wissenschaftliche Expertise von Bioenergy2020+ (DI Markus Kleinhappl, DI Stefan Martini und Team) ein Forschungsverbund zur technischen und toxikologischen Bewertung von VOC-Emissionen aus Holz- und Holzwerkstoffen. Zentrales Anliegen des Projektes ist eine biologische Funktionsbewertung von fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen bzw. Verbindungsklassen an S\u00e4ugerzellmodellen durch die Arbeitsgruppe von Prof. \u00dcberall. Ein solch ambitioniertes Forschungsvorhaben ben\u00f6tigt eine exzellente Infrastruktur. Diese wird durch das Biozentrum unter der Leitung von Unv. Prof. Dr. Lukas Huber zur Verf\u00fcgung gestellt und bildet die Basis f\u00fcr den Erfolg.<\/p>\n<p><b>Projektteam:<\/b><br \/>Walter Schiegl, EGGER-Gruppe, Dr. Martin Steinwender (Competence-Center, EGGER Unterradlberg), DI Stefan Martini, DI Markus  Kleinhappl (Bioenergy2020+ GmbH., Graz), MSc. Kathrin Becker, Dr.in Mag.a Johanna Gostner, Mag.a Martina Naschberger, Dr. MMag. Peter Gruber, DI Dr. Mag. Oliver Wrulich, Bsc. Simon \u00dcberall, DI(FH) Hannes Zeisler, Ao. Univ. Prof. Dr. Mag. Florian \u00dcberall (Abteilung f\u00fcr Medizinische Biochemie, Eco- &#038; Nutritional Biochemistry)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Menschen sind st&auml;ndig von fl&uuml;chtigen organischen Stoffen umgeben. 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