{"id":132665,"date":"2023-10-06T07:26:00","date_gmt":"2023-10-06T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=132665"},"modified":"2023-10-02T12:47:29","modified_gmt":"2023-10-02T10:47:29","slug":"zellstofffabrikruckstande-und-zucker-aus-bioraffinerien-in-hochwertige-produkte-umwandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zellstofffabrikruckstande-und-zucker-aus-bioraffinerien-in-hochwertige-produkte-umwandeln\/","title":{"rendered":"Zellstofffabrikr\u00fcckst\u00e4nde und Zucker aus Bioraffinerien in hochwertige Produkte umwandeln"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/446419.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132677\" style=\"width:585px;height:439px\" width=\"585\" height=\"439\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/446419.jpg 688w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/446419-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/446419-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/446419-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 PRASERT\/stock\/adobe.com<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Moderne Zellstofffabriken versuchen, alle Bestandteile ihrer Rohstoffe zu verwerten, denn diese Strategie erh\u00f6ht die Rentabilit\u00e4t und verringert die Umweltbelastung. H\u00e4ufig stellen jedoch der niedrige Stand der Technik und die Konkurrenz durch billige fossile Brennstoffe Barrieren dar. Zellstofffabriken erzeugen Nebenprodukte, die reich an&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.britannica.com\/science\/hemicellulose\" target=\"_blank\">Hemizellulose<\/a>&nbsp;sind. Aufgrund der Komplexit\u00e4t der Isolierung und Reinigung von Hemizellulose-Kohlenhydraten weisen diese Nebenprodukte gegenw\u00e4rtig nur einen geringen kommerziellen Wert auf. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der hohe Gehalt an Hemizellulose in Holz stellt jedoch eine ungenutzte Ressource f\u00fcr die Herstellung wertvoller Produkte dar, mit der Bioraffinerien erhebliche Einnahmen erzielen k\u00f6nnten. Innerhalb des EU-finanzierten Projekts&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/vehicle-project.com\/\" target=\"_blank\">VEHICLE<\/a>&nbsp;wurden innovative Verfahren zur effektiven Nutzung dieser hemizellulosereichen Nebenprodukte vorgestellt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir haben neuartige Technologien zur Optimierung von und Wertsch\u00f6pfung aus geringwertigen Zuckerstr\u00f6men demonstriert\u201c, erkl\u00e4rt Projektkoordinator <strong>Ed de&nbsp;Jong<\/strong>. \u201eHauptziel war die Nutzung von Chemikalien auf Pflanzenbasis, die aus erneuerbaren Rohstoffen wie lignozellulosehaltiger Biomasse aus Zellstofffabriken und Non-Food-Rohstoffen aus Bioraffinerien gewonnen werden.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Bausteine, Materialien und Konsumg\u00fcter<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Projektpartner bauten europaweit neue Wertsch\u00f6pfungsketten auf, um diese pflanzenbasierten Chemikalien f\u00fcr verschiedene industrielle Anwendungen und Konsumg\u00fcter zu liefern. Dazu geh\u00f6ren Verpackungsmaterialien, Zellstoff- und Papierprodukte sowie G\u00fcter auf Biokunststoffbasis. Das Ziel lautete, das Gesch\u00e4ftspotenzial bestehender und zuk\u00fcnftiger europ\u00e4ischer Bioraffinerien und anderer Unternehmen der Bio\u00f6konomie zu steigern und auf diese Weise innerhalb ihrer Wertsch\u00f6pfungsketten wirtschaftliche Vorteile und neue Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir konnten die Valorisierung von geringwertigen Zuckerstr\u00f6men anhand von sechs Demonstratoren f\u00fcr die gesamte Bioraffinerie-Wertsch\u00f6pfungskette vorf\u00fchren. Dieser Vorgang umfasste alle Schritte vom Chemieunternehmen \u00fcber die Polymerherstellung und die Verarbeitung bis hin zum Markeninhaber.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Laut de&nbsp;Jong handelt es sich bei den sechs neuen biobasierten Bausteinen um folgende: Monoethylenglykol (MEG), Monopropylenglykol (MPG), Diole, Dicarbons\u00e4uren, Glucoson und Fructose. Au\u00dferdem wurden f\u00fcnf neue biobasierte Materialien hergestellt: kompostierbare Biokunststoffe, Bio-MEG, Bio-MPG, Biopolymere auf Non-Food-Basis und biobasierte biologisch abbaubare Polyester. Die Aktivit\u00e4ten der Projektpartner f\u00fchrten auch zur Entwicklung von sieben neuen biobasierten Konsumg\u00fctern. Dazu geh\u00f6ren Bio-PET f\u00fcr Kunststoffflaschen, Bio-Polyester f\u00fcr Folien in Verpackungsmaterialien, kompostierbare Biokunststoffe zur Beschichtung von Extrusionspapier und thermogeformte Schalen, Frostschutzmittel f\u00fcr Flugzeuge und W\u00e4rme\u00fcbertragungsfl\u00fcssigkeiten f\u00fcr den Schutz von Motoren und Solarpaneelen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bemerkenswerte Verbesserungen in den Punkten Wasserverbrauch, Abfallreduzierung und CO2-Problematik<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eHinsichtlich des Wasserverbrauchs waren die im Lauf von VEHICLE demonstrierten Umwandlungsrouten entweder mit den \u00fcblichen Verfahren vergleichbar oder diesen \u00fcberlegen, wobei die Verbesserungen zwischen 10% und 90% lagen\u201c, erl\u00e4utert <strong>de&nbsp;Jong<\/strong>. \u201eDie Abfallreduzierung wird durch die Aufwertung von Nebenstr\u00f6men und die Minimierung organischer Abf\u00e4lle aus Zellstofffabriken mit einer Jahresproduktion von 15.000 Tonnen Zellstoff erreicht. Au\u00dferdem trug die Herstellung kompostierbarer und biologisch abbaubarer Materialien dazu bei, das Abfallaufkommen zu verringern.\u201c <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen konnten erheblich gesenkt werden. De&nbsp;Jong f\u00fcgt hinzu, dass die drei demonstrierten Umwandlungsrouten im Vergleich zu bioanlagen- und benzinbasierten Referenzwerten \u00fcber den Lebenszyklus hinweg CO<sub>2<\/sub>-Reduktionen zwischen 40% und 92% bewirken. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit den vorhandenen Nutzungspl\u00e4nen und Gesch\u00e4ftsmodellen bereiten sich die Projektpartner nun auf eine Ma\u00dfstabserweiterung der Ergebnisse vor. Es wird f\u00fcr jeden der demonstrierten Umwandlungswege ein erhebliches Marktpotenzial prognostiziert, das durch robuste Konsumtrends wie die Nachfrage nach biobasierten Produkten untermauert wird. Diese Prognose wird zudem von den sich \u00e4ndernden Verordnungen und dem politischen Willen in Europa gest\u00fctzt, der den Ersatz von Produkten auf fossiler Basis f\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moderne Zellstofffabriken versuchen, alle Bestandteile ihrer Rohstoffe zu verwerten, denn diese Strategie erh\u00f6ht die Rentabilit\u00e4t und verringert die Umweltbelastung. H\u00e4ufig stellen jedoch der niedrige Stand der Technik und die Konkurrenz durch billige fossile Brennstoffe Barrieren dar. Zellstofffabriken erzeugen Nebenprodukte, die reich an&nbsp;Hemizellulose&nbsp;sind. 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