{"id":13252,"date":"2013-03-04T00:00:00","date_gmt":"2013-03-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130304-01n"},"modified":"2013-03-04T00:00:00","modified_gmt":"2013-03-03T22:00:00","slug":"aktiv-gegen-den-illegalen-holzeinschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aktiv-gegen-den-illegalen-holzeinschlag\/","title":{"rendered":"Aktiv gegen den illegalen Holzeinschlag"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 3. M\u00e4rz ist die EU-Holzhandelsverordnung vollst\u00e4ndig in Kraft getreten. Sie verbietet den Handel mit Holz und Holzprodukten aus illegalen Quellen innerhalb der Europ\u00e4ischen Union. Bei Zweifelsf\u00e4llen soll das neue Th\u00fcnen-Kompetenzzentrum f\u00fcr Holzherk\u00fcnfte in Hamburg zuk\u00fcnftig Art und Herkunft eingef\u00fchrter H\u00f6lzer feststellen, Legalit\u00e4tsnachweise pr\u00fcfen und internationale Holzhandelswege analysieren. Es wurde am Montag durch Vertreter des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und des Th\u00fcnen-Instituts er\u00f6ffnet.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130304-01\/Holzkompetenz1.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Am Th\u00fcnen-Institut werden Methoden zur Holz-<br \/>artenbestimmung und Identifikation von Holz-<br \/>herk\u00fcnften angewendet, <br \/>Quelle: BMELV\/Ilja Hendel&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Am Th\u00fcnen-Institut werden Methoden zur Holz-<br \/>artenbestimmung und Identifikation von Holz-<br \/>herk\u00fcnften angewendet, <br \/>Quelle: BMELV\/Ilja Hendel<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Die neue EU-Holzhandelsverordnung sieht vor, dass diejenigen, die Holz als erste auf dem EU-Binnenmarkt in Verkehr bringen, bestimmte Sorgfaltspflichten einzuhalten haben, um sicherzustellen, dass das Holz nicht aus illegaler Nutzung stammt. Die illegale Waldnutzung sch\u00e4dige Umwelt, Wirtschaft und Verbraucher gleicherma\u00dfen, erkl\u00e4rte Bundeslandwirt\u00adschaftsministerin Ilse Aigner. &#8220;Deutschland ist Vorreiter bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Wenn Holz aus illegalen Quellen auch bei uns im Handel auftauchen w\u00fcrde, w\u00e4re das nicht akzeptabel. <\/p>\n<p>Die Arbeit des Th\u00fcnen-Kompetenzzentrums Holzherk\u00fcnfte setzt dort an, wo Stempel, Papiere und Zoll alleine nicht weiterkommen \u2013 bei der Bestimmung der Holzart und der \u00dcberpr\u00fcfung der Herkunftsangabe. Mit dem Kompetenzzentrum kommt Deutschland seiner Vorreiterrolle beim Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag nach&#8221;, sagte Aigner anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung. Eine zweifelsfreie Bestimmung erm\u00f6gliche auch die strafrechtliche Verfolgung derjenigen, die vom Handel mit illegal eingeschlagenem Holz profitieren und sch\u00fctze so die ehrlichen Holzh\u00e4ndler vor unfairer Konkurrenz.<\/p>\n<p>Das Kompetenzzentrum nutzt f\u00fcr seine Arbeit eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Holzsammlungen mit mehr als 35.000 Mustern und 50.000 mikroskopischen Pr\u00e4paraten. Derzeit werden allein bei der Bestimmung der Holzart j\u00e4hrlich rund 400 Anfragen bearbeitet und \u00fcber 1.000 Proben untersucht. Durch die Holzhandelsverordnung wird mit einem starken Anstieg gerechnet. Die Anfragen stammen aus dem Holzhandel, vom Zoll und von Naturschutzorganisationen. Auch Verbraucher, die sich z.B. nicht sicher sind, ob es sich beim als Meranti deklarierten Fensterholz tats\u00e4chlich um diese wertvolle Holzart handelt, k\u00f6nnen sich an das Zentrum wenden.<\/p>\n<p>&#8220;Verbraucher werden durch falsch deklarierte, minderwertige H\u00f6lzer h\u00e4ufig get\u00e4uscht. Dem Laien und oftmals auch dem Zoll fallen Unterschiede kaum auf. Wie auch, bei 12.000 potenziellen Handelsh\u00f6lzern weltweit und immer neuen Arten, die den Markt erreichen. Das neue Zentrum b\u00fcndelt deshalb alle Kompetenzen, die wir bei ihrer Bestimmung haben: vom makroskopischen Vergleich per Lupe \u00fcber die mikroskopische Holzartenbestimmung bis zur neuesten genetischen Analyse von Herkunft und Holzart&#8221;, sagte Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Pr\u00e4sident des Th\u00fcnen-Instituts. Insbesondere die Datenbankerstellung f\u00fcr die genetischen Vergleiche der Herkunft von B\u00e4umen werde vorangetrieben. Untersucht werden k\u00f6nnen nicht nur Holzst\u00e4mme, sondern auch verarbeitetes Holz, also zum Beispiel M\u00f6bel, Spanplatten und zum Teil sogar Papier.<\/p>\n<p><b>Hintergrundinformation<\/b><br \/>Ein nicht unerheblicher Teil der international gehandelten H\u00f6lzer stammt aus illegalen Quellen. Ihr Anteil am weltweiten Handel betr\u00e4gt sieben bis 17 Prozent. In Deutschland sind zwei bis f\u00fcnf Prozent des eingef\u00fchrten Holzes illegal, so Sch\u00e4tzungen des Th\u00fcnen-Instituts. Aus einzelnen L\u00e4ndern kann dieser Anteil jedoch wesentlich h\u00f6her als der Durchschnittswert sein. Das Holz stammt von gef\u00e4hrdeten und gesch\u00fctzten Arten, aus Schutzgebieten oder nicht genehmigter Nutzung. Neben illegaler Nutzung wird Holz zunehmend auch falsch deklariert, um es \u00fcberteuert zu verkaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 3. M&auml;rz ist die EU-Holzhandelsverordnung vollst&auml;ndig in Kraft getreten. 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