{"id":132505,"date":"2023-10-04T07:32:00","date_gmt":"2023-10-04T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=132505"},"modified":"2023-09-27T14:02:17","modified_gmt":"2023-09-27T12:02:17","slug":"carbon-capture-unter-der-lupe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/carbon-capture-unter-der-lupe\/","title":{"rendered":"Carbon Capture unter der Lupe"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-132525\" style=\"width:729px;height:410px\" width=\"729\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1.png 892w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1-150x84.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1-768x432.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.12.30-1-400x225.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 729px) 100vw, 729px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Der Einsatz von erneuerbaren Energien, nachhaltigen Brennstoffe und energieeffizienten Prozessen k\u00f6nnen die Erderw\u00e4rmung verlangsamen. Aber das allein wird nicht ausreichen. Kurzfristig f\u00fchrt kein Weg an der Abscheidung von CO<sub>2<\/sub>\u00a0vorbei, dem sogenannten Carbon Capture an einzelnen Quellen zur Wiederverwendung oder langfristigen unterirdischen Lagerung. Kohlendioxid aufzufangen, wird weithin als die wirksamste kurzfristige L\u00f6sung angesehen, um die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen einzud\u00e4mmen und die Industrie auf den Weg zu bringen, ihre Klimaziele zu erreichen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Abscheiden von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;wird bereits seit Jahrzehnten eingesetzt, um Roh-Erdgas in verkaufsf\u00e4higen Kraftstoff umzuwandeln oder das abgetrennte CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in \u00d6lfelder zu injizieren, um die \u00d6lgewinnung zu verbessern. F\u00fcr die heutigen industriellen Gro\u00dfemittenten ist diese Methode jedoch Neuland. W\u00e4hrend \u00d6l- und Gasunternehmen schon immer einen klaren wirtschaftlichen Anreiz hatten, CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus ihren Produktstr\u00f6men abzuscheiden, galt dies nicht f\u00fcr Zement- oder Stahlhersteller. Das Bild \u00e4ndert sich vollkommen: In Europa beispielsweise investieren diese Industrien nun in die CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung, da diese bei Zertifikatseinsparung und CO2 Nutzung als Wertstoff \u00f6konomischer wird. Dabei m\u00fcssen sie ihre Preise entsprechend zus\u00e4tzlichem Aufwand erh\u00f6hen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig mit Herstellern in L\u00e4ndern konkurrieren, in denen es noch keine CO<sub>2<\/sub>-Gesetze gibt. Warten ist keine Option. Klimaschutz \u2013 laut gefordert seitens der Regulierungsbeh\u00f6rden und der \u00d6ffentlichkeit, stiller gezeigt durch unseren Planeten selbst \u2013 ist zu offensichtlich und dringend notwendig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz gesagt: Die kohlenstoffintensiven Branchen von heute brauchen einen schnellen, wirksamen und wirtschaftlichen Weg, um ihre CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu senken.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">GEA auf Carbon-Capture-Mission&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Als erfahrener Anbieter von L\u00f6sungen zur Emissionsminderung konzentriert sich GEA nun darauf, Industrien mit hohem Emissionsaussto\u00df beim Einstieg in die Kohlenstoffabscheidung zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eUm die Erwartung der Carbon-Capture-Technologie erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, muss sie g\u00fcnstiger und leichter in verschiedenen Industrien zu implementieren sein\u201c, sagt <strong>Dr. Felix Ortloff, Senior Director Carbon Capture Solutions bei GEA<\/strong>. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ortloff und sein Team haben sich auf f\u00fcnf Branchen konzentriert \u2013 Zement, Eisen und Stahl, Glas, Chemie und Bioenergie \u2013 und daf\u00fcr eine angepasste End to End L\u00f6sung zur Kohlenstoffabscheidung entwickelt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eZun\u00e4chst m\u00fcssen viele dieser Unternehmen auf regulatorische \u00c4nderungen reagieren und ihren eigenen Net-Zero-Pfad verfolgen. Und sie m\u00fcssen zeitnah damit beginnen\u201c, sagt <strong>Ortloff<\/strong>. \u201eZweitens ist ohne massive Subventionen h\u00f6chstwahrscheinlich ein kleinerer Anlagenma\u00dfstab f\u00fcr den Anfang sinnvoller, damit die Unternehmen die Projektkosten im Griff haben und die CO<sub>2<\/sub>\u00a0Abscheidekapazit\u00e4t sp\u00e4ter ausbauen k\u00f6nnen. Drittens suchen sie nach einer L\u00f6sung mit beherrschbarer Komplexit\u00e4t; hier hilft sich auf einen Gesamtanbieter zu beschr\u00e4nken, da dadurch das dadurch Liefergrenzenrisiken reduziert werden k\u00f6nnen. Und schlie\u00dflich wollen sie eine L\u00f6sung, die sich in ihren Betrieb integrieren l\u00e4sst, ohne diesen zu st\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diese Anforderungen hat GEA nun sein End-to-End portfolio f\u00fcr Carbon Capture entwickelt, welcher in der konventionellen Rauchgasreinigung beginnt und insgesamt aus vier Kernbereichen mit verschiedenen Technologien besteht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>XECO Waste-Heat-Recovery \u2013 f\u00fcr maximale Anlagenwirtschaftlichkeit:&nbsp; Prozess- und Abgasw\u00e4rme der Produktionsanlage werden genutzt, um einen gro\u00dfen Teil der f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung ben\u00f6tigten W\u00e4rme bereitzustellen<\/li>\n\n\n\n<li>SETO Gas Pre-Treatment \u2013 f\u00fcr maximale Effektivit\u00e4t und Langlebigkeit:&nbsp; Sch\u00e4dliche Spurenkomponenten werden aus dem Rauchgas entfernt, um die Langzeitstabilit\u00e4t der Kohlenstoffabscheidungs-Chemie zu maximieren.<\/li>\n\n\n\n<li>CEBO Carbon Capturing Plants \u2013 CO<sub>2<\/sub>&nbsp;Abscheideanlagen in vier verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen erlauben eine optimierte, wirtschaftliche L\u00f6sung, die einfach zu installieren ist.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>NAVO CO<sub>2&nbsp;<\/sub>Utilization &amp; Sequestration \u2013 L\u00f6sungen f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Reinigung, -Verfl\u00fcssigung, -Konditionierung und -Transportvorbereitung erm\u00f6glichen es den Kunden, ihr abgeschiedenes CO<sub>2<\/sub>&nbsp;zur Wiederverwendung in der industriellen Produktion oder zur langfristigen Lagerung vorzubereiten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Ortloff machen die weitreichende Erfahrung von GEA in den Bereichen Emissionskontrolle, Abw\u00e4rmer\u00fcckgewinnung sowie CO<sub>2<\/sub>-Verfl\u00fcssigung und -Wiederverwendung \u2013 zusammen mit der Kernkompetenz im Planen, Errichten und Skalieren von industriellen Prozesslinien \u2013 den Unterschied. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir realisieren seit Jahrzehnten Abgasbehandlungen. Auf Basis dieser Erfahrungen k\u00f6nnen wir ein standardisiertes, zielgerichtetes Design entwickeln, bei dem eine kosteneffiziente Materialwahl und Langlebigkeit im Vordergrund steht.\u201c, sagt er. \u201eWir haben die Kapazit\u00e4ten, um gr\u00f6\u00dfere Projekte durchzuf\u00fchren. Und wir liefern Projekt Performance, so dass das Risiko f\u00fcr unsere Kunden sehr gering ist.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"937\" height=\"419\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1.png\" alt=\"GEA's L\u00f6sungen f\u00fcr die Kohlenstoffabscheidung sorgen f\u00fcr eine optimale und wirtschaftliche CO2-Reduktion.\" class=\"wp-image-132524\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1.png 937w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1-300x134.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1-150x67.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1-768x343.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/09\/Bildschirmfoto-2023-09-27-um-13.18.24-1-400x179.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 937px) 100vw, 937px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">GEA&#8217;s L\u00f6sungen f\u00fcr die Kohlenstoffabscheidung sorgen f\u00fcr eine optimale und wirtschaftliche CO2-Reduktion.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kosteneffizienz durch W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Der energieintensivste Schritt bei der Aminw\u00e4sche ist das Erhitzen des L\u00f6semittels im thermischen Reboiler, um das CO<sub>2<\/sub>bei der Desorption zu l\u00f6sen. Die XECO\u00ae Technologie nutzt die verf\u00fcgbare Abw\u00e4rme der Prozessanlage maximal aus, um diesen Prozessschritt zu unterst\u00fctzen und die Betriebskosten zu minimieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8220;Einige der heutigen Carbon Capture Vorzeigeprojekte werden gro\u00dfz\u00fcgig von staatlicher Hand gef\u00f6rdert. Aber die \u00fcberwiegende Mehrheit der industriellen Emittenten wird Carbon Capture selbst finanzieren m\u00fcssen. R\u00fcckgewonnene Abw\u00e4rme zum Betrieb des Carbon Capture Prozesses Erhitzen zu nutzen, ist eine gute M\u00f6glichkeit, die Betriebskosten zu reduzieren.&#8221;<strong>&#8211;\u00a0Dr. Felix Ortloff, Senior Director Carbon Capture Solutions, GEA<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie Ortloff betont, muss eine effektive Abw\u00e4rmenutzung auch auf die Eigenschaften des Rauchgases der Anlage abgestimmt sein. Die Auswahl des geeigneten W\u00e4rmetr\u00e4germediums, Thermal\u00f6l oder Dampf, ist ein weiterer wichtiger Faktor. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir integrieren seit Langem W\u00e4rmer\u00fcckgewinnungseinheiten in industriellen Prozessen und Rauchgasen, um Kunden bei der Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Anlagen zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt <strong>Ortloff<\/strong>. Er erg\u00e4nzt: \u201eEine der Herausforderungen bei der W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung in Zementwerken ist beispielsweise die hohe Staubbelastung im Rauchgas des Ofens, die die Langlebigkeit der W\u00e4rmer\u00fcckgewinnungsanlage stark beeintr\u00e4chtigen kann. Unsere W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung hat bereits bewiesen, dass es unter diesen Bedingungen \u00fcber Jahre\u00a0 laufen kann und dabei eine sehr gute W\u00e4rme\u00fcbertragungsleistung beibeh\u00e4lt.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch Glashersteller verlassen sich seit mehr als zehn Jahren auf die XECO\u00ae-L\u00f6sung von GEA. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eBei der Glasproduktion fallen relativ gro\u00dfe Mengen an Abw\u00e4rme an. Deshalb k\u00f6nnen wir sogar 40 bis 50 Prozent des CO<sub>2<\/sub>\u00a0aus dem Rauchgasstrom mit wenig oder gar keinem zus\u00e4tzlichen Energieaufwand entfernen\u201c, so <strong>Ortloff<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gasvorbehandlung f\u00fcr langlebigen Betrieb&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Zement-, Eisen- und Stahl-, Glas-, Chemie- und Bioenergieindustrie &#8211; jeder Industriezweig hat sein eigenes Rauchgasprofil, und die richtige Vorbehandlung der Abgase ist entscheidend f\u00fcr eine optimale und langlebige Leistung der Kohlenstoffabscheidung. Das liegt daran, dass die typischen Abgase Spurenkomponenten enthalten, insbesondere Stickoxide (NOx), Schwefeloxide (SOx), Aerosole und feste Partikel wie Staub. Diese k\u00f6nnen die Stabilit\u00e4t der Aminl\u00f6sung, die zur Abscheidung und Entfernung des CO<sub>2<\/sub>&nbsp;verwendet wird beeintr\u00e4chtigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vorbehandlung geh\u00f6rt auch die Einstellung der Feuchtigkeit im Rauchgas. \u201eWir m\u00fcssen die Wasserkonzentration in der Aminl\u00f6sung auf einem stabil Niveau zu halten\u201c sagt Ortloff. Wird diese zu hoch oder zu niedrig, verschlechtert sich die Leistung. Eine Rauchgasvorbehandlung senkt das Risiko, dass sich Ablagerungen im Carbon-Capture-System bilden, was sich erheblich auf die Wartungskosten auswirkt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>GEA ber\u00fccksichtigt die Rauchgasprofile in der Konfiguration der Gasreinigungsanlage. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen dadurch die CO<sub>2<\/sub>-Abtrennung nahtlos in die Abgasleitung jedes Kunden integrieren, um die Betriebskosten durch Erh\u00f6hung der Langlebigkeit des L\u00f6semittels zu senken und eine zuverl\u00e4ssigere Abscheidung zu erreichen\u201c, sagt <strong>Ortloff<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Flexible Kohlenstoffabscheidung&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Abscheidung. Dabei wird das Rauchgas im Gegenstrom durch eine Aminl\u00f6sung geleitet, die das CO<sub>2<\/sub>&nbsp;durch Absorption entfernt. Das L\u00f6sungsmittel wird dann erhitzt, um reines CO<sub>2<\/sub>&nbsp;f\u00fcr die endg\u00fcltige Wiederverwendung oder Lagerung freizusetzen. W\u00e4hrend dies in der \u00d6l- und Gasindustrie seit Langem \u00fcblich ist, besteht die Herausforderung heute darin, Carbon Capture in einer Reihe anderer emissionsintensiver Industrien schnell und kosteng\u00fcnstig einzuf\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeim Carbon Capture auf Aminbasis in der \u00d6l- und Gasindustrie handelt es sich in der Regel um Gro\u00dfprojekte mit sehr gro\u00dfen Gasdurchs\u00e4tzen, deren Bau, Installation und Betrieb sehr kostspielig sind\u201c, erkl\u00e4rt Ortloff. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDas passt einfach nicht zu den Bed\u00fcrfnissen von Herstellern von Zement, Eisen und Stahl, Glas, Chemie oder Bioenergie, wo es andere Gasdurchs\u00e4tze und Budgets gibt. Um diese Industrien zu bedienen, brauchen wir einen vereinfachten und flexibleren Ansatz.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>GEA bietet vier unterschiedlich gro\u00dfe CO<sub>2<\/sub>-Abscheidungsanlagen an &#8211; von 16 bis 200 Kilotonnen CO<sub>2<\/sub>-Abscheidungskapazit\u00e4t pro Jahr, basierend auf der durchschnittlich verf\u00fcgbaren Abw\u00e4rme in verschiedenen Industrien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8220;Bei einem gro\u00dfen Zementwerk k\u00f6nnten wir mit der verf\u00fcgbaren Abw\u00e4rme in einem ersten Schritt 20 Prozent des Rauchgas- CO<sub>2<\/sub>\u00a0abscheiden, bei einem Glaswerk sind es vielleicht 40 bis 50 Prozent.&#8221;<strong>&#8211;\u00a0Dr. Felix Ortloff, Senior Director Carbon Capture Solutions, GEA<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBioenergie ist interessant, weil wir mit der CO<sub>2<\/sub>-Sequestrierung, also der Einleitung in verschiedene Lagerst\u00e4tten, negative anthropogene CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erreichen k\u00f6nnen. In der Gesamtbilanz entziehen wir CO<sub>2<\/sub>&nbsp;aus der Erdatmosph\u00e4re. Das liegt daran, dass das abgeschiedene CO<sub>2<\/sub>urspr\u00fcnglich aus dem Wachstum der Biomasse stammt \u2013 sozusagen eine nat\u00fcrliche direkte Luftabscheidung.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Design der Carbon-Capturing-Anlagen von GEA ist einfach und modular aufgebaut. Standard-40-Fu\u00df-Container sind f\u00fcr eine schnelle Installation beim Kunden vormontiert und verf\u00fcgen \u00fcber Seitent\u00fcren, die einen einfachen Zugang und Wartung erm\u00f6glichen. CEBO\u00ae-Carbon-Capturing-Anlagen bestehen aus korrosionsbest\u00e4ndigen Materialien wie thermoplastischem Kunststoff oder rostfreiem Stahl. Ein intelligentes Steuerungssystem ist fernwartungsf\u00e4hig und gew\u00e4hrleistet eine einfache Bedienung und schnelle technische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Kunden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klimafreundliche Verwendung &amp; Sequestrierung&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Um eine positive Auswirkung auf die Klimabilanz eines Unternehmens zu erzielen, muss das abgetrennte CO<sub>2<\/sub>entweder sequestriert werden, zum Beispiel durch langfristige unterirdische Lagerung, oder&nbsp; fossilen Kohlenstoff zur Herstellung von G\u00fctern oder Kraftstoffen ersetzen. Da der Markt und die Infrastruktur sowohl f\u00fcr die Nutzung als auch f\u00fcr die Speicherung von abgeschiedenem CO<sub>2<\/sub>&nbsp;relativ neu sind, stellt dies f\u00fcr Unternehmen, die mit der Kohlenstoffabscheidung beginnen, eine zus\u00e4tzliche Herausforderung dar:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Optionen gibt es f\u00fcr die Wiederverwendung, die Lagerung oder den Transport?&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Anforderungen m\u00fcssen in Bezug auf Reinheit, Aggregatzustand, Druck und Temperatur erf\u00fcllt werden?&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Und wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass diese Anforderungen auch langfristig erf\u00fcllt werden?&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Aus der chemischen Verarbeitung kennt GEA die CO<sub>2<\/sub>-Verfl\u00fcssigung und Konditionierung, den Transport und die Wiederverwendung. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen das CO<sub>2<\/sub>\u00a0je nach Bedarf in die Form bringen, die es f\u00fcr den erforderlichen Transport oder die Einspeisung per Pipeline ben\u00f6tigt\u201c, sagt <strong>Ortloff<\/strong>. \u201eF\u00fcr die industrielle Wiederverwendung ist ein gek\u00fchlter Transport in fl\u00fcssigem Zustand mit Tanks \u00fcber Lkw oder Bahn m\u00f6glich.&#8221; <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In Europa (EIGA) ist f\u00fcr die Verwendung in der Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeindustrie eine Reinheit von mindestens 99,9 Prozent vorgeschrieben. F\u00fcr den Transport in Pipelines, zum Beispiel f\u00fcr die Lagerung, gelten andere Spezifikationen. Da die Transportkosten f\u00fcr fl\u00fcssiges CO<sub>2<\/sub>nach wie vor hoch sind, empfiehlt GEA den Unternehmen, potenzielle CO<sub>2<\/sub>-Kunden in ihrer N\u00e4he zu identifizieren und unterst\u00fctzt beim Festlegen der Anlagengrenzen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Als langj\u00e4hriger Partner der Brauereiindustrie hat GEA Erfahrung mit der R\u00fcckgewinnung von CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in Lebensmittelqualit\u00e4t zur Wiederverwendung in der Getr\u00e4nkeherstellung.<\/li>\n\n\n\n<li>In Zusammenarbeit mit Industriepartnern kann GEA Methanol aus CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und H2 synthetisieren, das als Kraftstoff, Kraftstoffzusatz oder Grundbaustein in der chemischen Industrie verwendet werden kann.&nbsp;&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>GEA deckt auch die Herstellung von Karbonaten aus abgeschiedenem CO<sub>2<\/sub>&nbsp;f\u00fcr den Einsatz in verschiedenen Industrien, darunter Glas, Pharmazeutika, Zellstoff und Papier, ab. \u201eUnsere Kristallisationstechnologien sind Teil von Karbonat-\/Bikarbonat Projekten mit einer Produktionskapazit\u00e4t von mehreren 100 Tonnen pro Tag\u201c, so Ortloff.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr zus\u00e4tzliche Flexibilit\u00e4t bietet GEA die Option einer Zwischenspeicherung des abgeschiedenen CO<sub>2<\/sub>&nbsp;in fl\u00fcssiger Form.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Dar\u00fcber hinaus kann die bei der K\u00fchlung und Komprimierung des CO<sub>2<\/sub>&nbsp;gewonnene W\u00e4rmeenergie in ein W\u00e4rme\u00fcbertragungssystem integriert werden, um die Gesamteffizienz zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kleine(re) Schritte f\u00fcr nachhaltigen Erfolg&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>GEA hat 2021 mit der Entwicklung seines Portfolios zur Kohlendioxidabscheidung begonnen, weil das Unternehmen die Chance erkannt hat, sein jahrzehntelanges Know-how in eine entscheidende neue Phase im Kampf gegen den Klimawandel einzubringen. Tatsache ist auch: Industrien mit hohem Schadstoffaussto\u00df wie die Zement-, Eisen- und Stahlindustrie m\u00fcssen mit der Kohlenstoffabscheidung klein anfangen, bevor sie zu gr\u00f6\u00dferen Anlagen \u00fcbergehen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir haben unsere Anlage zur Kohlendioxidabscheidung so konzipiert, dass sie eine CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung von 90 Prozent erreicht, und der Pilotversuch hat best\u00e4tigt, dass wir dazu in der Lage sind\u201c, bilanziert <strong>Ortloff<\/strong>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Kurzfristig ist eine Abscheidung im Full-scale Ma\u00dfstab f\u00fcr die meisten Unternehmen nur schwer zu erreichen Oft ist es eine Frage der Abw\u00e4gung zwischen Investitionskosten f\u00fcr Carbon Capturing vs. Emissionszertifikate. Da die Zertifikate weniger verf\u00fcgbar und teurer werden, werden die Unternehmen gezwungen sein, mehr in die Kohlenstoffabscheidung zu investieren.\u201d&#8221;<strong>&#8211;\u00a0Dr. Felix Ortloff, Senior Director Carbon Capture Solutions, GEA<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zuk\u00fcnftig werden Forderungen von Investoren, strengere Vorschriften, gro\u00dfz\u00fcgigere staatliche Anreize und ein robuster Markt f\u00fcr abgeschiedenes CO<sub>2<\/sub>emissionsintensive Schl\u00fcsselindustrien dazu veranlassen, einen gr\u00f6\u00dferen Prozentsatz ihrer CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zur Wiederverwendung und Speicherung abzuscheiden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir sind technologisch bereit, wenn es die Industrien sind\u201c, sagt <strong>Ortloff<\/strong>. \u201eAber in der Zwischenzeit k\u00f6nnen wir Gro\u00dfemittenten mit einer schnellen, kosteneffizienten und skalierbaren L\u00f6sung helfen, schrittweise Fortschritte zu erzielen. Wenn ein Zementwerk eine CO<sub>2<\/sub>-Entfernung von 20 Prozent erreichen kann, ist das ein immer noch gro\u00dfer Schritt nach vorn und eine bessere Ausgangsposition, um sp\u00e4ter Kapazit\u00e4ten zu erweitern.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">References&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;<a href=\"http:\/\/https\/\/www.theguardian.com\/environment\/2021\/jan\/16\/carbon-capture-vital-meeting-climate-goals-scientists-cut-emissions\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.theguardian.com\/environment\/2021\/jan\/16\/carbon-capture-vital-meeting-climate-goals-scientists-cut-emissions<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>2. Brownsort, P. (2019).&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.ccusnetwork.eu\/sites\/default\/files\/TG3_Briefing-CO2-Specifications-for-Transport.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Briefing on carbon dioxide specifications for transport.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einsatz von erneuerbaren Energien, nachhaltigen Brennstoffe und energieeffizienten Prozessen k\u00f6nnen die Erderw\u00e4rmung verlangsamen. Aber das allein wird nicht ausreichen. Kurzfristig f\u00fchrt kein Weg an der Abscheidung von CO2\u00a0vorbei, dem sogenannten Carbon Capture an einzelnen Quellen zur Wiederverwendung oder langfristigen unterirdischen Lagerung. Kohlendioxid aufzufangen, wird weithin als die wirksamste kurzfristige L\u00f6sung angesehen, um die CO2-Emissionen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","nova_meta_subtitle":"Verst\u00e4rkung im Kampf gegen den Klimawandel: Mit einem umfassenden Portfolio zur CO2-Abscheidung unterst\u00fctzt GEA kohlenstoffintensive Schl\u00fcsselbranchen klimafreundlicher zu arbeiten","footnotes":""},"categories":[5571],"tags":[10744,15357,21709,11841,10743],"supplier":[11244],"class_list":["post-132505","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-co2-based","tag-carboncapture","tag-klima","tag-kohlenstoffabscheidung","tag-kreislaufwirtschaft","tag-useco2","supplier-gea-group"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132505"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132505\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132505"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=132505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}