{"id":13242,"date":"2013-03-15T00:00:00","date_gmt":"2013-03-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130315-03n"},"modified":"2013-03-15T00:00:00","modified_gmt":"2013-03-14T22:00:00","slug":"eu-projekt-splash-aus-algenl-garn-spinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-projekt-splash-aus-algenl-garn-spinnen\/","title":{"rendered":"EU-Projekt &#8220;SPLASH&#8221;: Aus Algen&ouml;l Garn spinnen"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130315-03\/SPLASH.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"SPLASH.jpg\"\/><b>Fasern f\u00fcr Garne, Seile und Netze bestehen nicht selten aus Kunststoff \u00ad zumeist erzeugt aus Prim\u00e4rrohstoffen wie Erd\u00f6l. Doch was, wenn die Erd\u00f6lgewinnung versiegt bzw. unbezahlbar wird? Eine alternative Zukunftstechnologie ist die Kunststoffgewinnung aus Algen\u00f6l. Unterst\u00fctzt durch das 7. EU-Rahmenprogramm f\u00fcr Forschung, Technologische Entwicklung und Demonstration beteiligt sich Fraunhofer UMSICHT aktuell an dem Projekt &#8220;SPLASH \u2013 Sustainable Polymers from Algae Sugars und Hydrocarbons&#8221;. SPLASH widmet sich der Gewinnung von Zucker und Kohlenwasserstoffen aus Algen\u00f6l. Fraunhofer UMSICHT erforscht die Verarbeitung der Kohlenwasserstoffe der Algen, aus denen Kunstoffmonomere gewonnen werden sollen. Die Ergebnisse werden auf der neuen Website <a href=\"http:\/\/www.eu-splash.eu\/\" >www.eu-splash.eu<\/a> dokumentiert.<\/b><\/p>\n<p>In dem Projekt SPLASH forscht Fraunhofer UMSICHT an der Herstellung von Kunststoffmonomeren aus den Kohlenwasserstoffen der Algen. &#8220;Zun\u00e4chst m\u00fcssen daf\u00fcr von unseren Partnern die richtigen Algenst\u00e4mme identifiziert werden. Wir planen mit langkettigen Molek\u00fclen zu arbeiten, die Verbindungen \u00e4hneln, mit denen wir auch schon in anderen Projekten erfolgreich gearbeitet haben&#8221;, erkl\u00e4rt Dr.-Ing. Volker Heil, Leiter der Gruppe Biokraftstoffe und Kohlenwasserstoffe. &#8220;Mittels katalytischem Cracken wollen wir dann aus den Kohlenwasserstoffen Kunststoffmonomere herstellen.&#8221;<\/p>\n<p><b>Algen melken<\/b><br \/>Da sich langkettige Verbindungen beispielsweise in Form von Lipiden in den Membranen der Alge befindet, m\u00fcssen die Zellen generell aufgebrochen werden, um an ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu gelangen. Nicht so bei der Gr\u00fcnalge &#8220;<i>Botryococcus braunii<\/i>&#8220;. Ihre Besonderheit: Sie l\u00e4sst sich &#8220;melken&#8221;. Das hei\u00dft, der gew\u00fcnschte Rohstoff wird von den Mikroorganismen ausgeschieden und kann so beispielsweise \u00fcber Umkehrosmose-Membranen gewonnen werden, ohne dass die Algenzelle zerst\u00f6rt wird. Eine Algenzelle kann infolgedessen mehr \u00d6l im Laufe ihres Lebens mit geringerer Menge an Energie produzieren.<\/p>\n<p><b>Wissensplattform zum Branchenaufbau<\/b><br \/>Das Vier-Jahres-Projekt SPLASH umfasst die gesamte Prozesskette von der optimierten Produktion von Biomasse aus Algen \u00fcber die Produktentwicklung bis hin zur Produktion von Kunststoffmonomeren. Ziel ist die Entwicklung von hochwertigen Endprodukten wie Fasern f\u00fcr Garne, Seile und Netze aus Algen-Zucker und -Kohlenstoff. Unter der Leitung von Wageningen UR Food &#038; Biobased Research setzen sich die insgesamt 20 Partner zu 55 Prozent aus Unternehmen und 45 Prozent Universit\u00e4ten und Forschungseinrichtungen zusammen. Das Projektkonsortium plant f\u00fcr die Zukunft eine Plattform, die Wissen, Werkzeuge und Technologien anbieten will. Hiermit soll eine Branche, die Algen bzw. Algengene als Ausgangsmaterial zur Produktion von Polymeren nutzt, entscheidend unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>SPLASH erh\u00e4lt Mittel des 7. EU-Rahmenprogramms im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nummer 311 956.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Fasern f&uuml;r Garne, Seile und Netze bestehen nicht selten aus Kunststoff &shy; zumeist erzeugt aus Prim&auml;rrohstoffen wie Erd&ouml;l. 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