{"id":13226,"date":"2013-04-09T00:00:00","date_gmt":"2013-04-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130411-02n"},"modified":"2013-04-09T00:00:00","modified_gmt":"2013-04-08T22:00:00","slug":"australiens-sonne-fuer-bielefelder-mikroalgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/australiens-sonne-fuer-bielefelder-mikroalgen\/","title":{"rendered":"Australiens Sonne f\u00fcr Bielefelder Mikroalgen"},"content":{"rendered":"<p><b>Viel Platz und jede Menge Sonne: Der australische Bundesstaat Queensland bietet die besten Voraussetzungen f\u00fcr ein Pilotprojekt der Energieversorgung der Zukunft, eine Forschungsanlage f\u00fcr Bioenergie aus Mikroalgen. Daf\u00fcr kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Centrums f\u00fcr Biotechnologie (CeBiTec) der Universit\u00e4t Bielefeld sowie des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie mit dem Institut f\u00fcr molekulare Biowissenschaft der Universit\u00e4t Queensland. Finanziert wird das rund drei Millionen Euro teure Projekt von der Regierung des Bundesstaats und Wirtschaftsunternehmen. Premierminister Campbell Newman hat das Forschungszentrum f\u00fcr solaren Biokraftstoff (Solar Biofuels Research Center) heute, 9. April, er\u00f6ffnet.<\/b><\/p>\n<p>Dass sich aus einzelligen Mikroalgen ein nachwachsender Kraftstoff gewinnen l\u00e4sst, ist wissenschaftlich bereits erwiesen. Sie enthalten oft einen au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Anteil an \u00d6len, die zur Herstellung von Diesel- und Kerosinkraftstoffen geeignet sind. Damit die Alge jedoch tats\u00e4chlich in den Tank kommt, muss der Bio-Kraftstoff auch wirtschaftlich attraktiv werden. Aber welche Algenart eignet sich am besten und unter welchen Bedingungen gedeiht sie optimal? Um solche Fragen zu kl\u00e4ren, forscht die Arbeitsgruppe &#8220;Algenbiotechnologie und Bioenergie&#8221; unter Leitung von Professor Dr. Olaf Kruse von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Biologie und vom CeBiTec der Universit\u00e4t Bielefeld gemeinsam mit Kollegen in Brisbane, Australien. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie wiederum entwickeln geeignete Reaktoren f\u00fcr die Zucht der Mikroalgen.<\/p>\n<p>Nach erfolgreichen Laborversuchen geht das Projekt nun in die zweite Phase: Auf einem Versuchsgel\u00e4nde der australischen Kooperationspartner werden die Mikroalgen unter freiem Himmel gez\u00fcchtet \u2013 &#8220;unter Optimalbedingungen&#8221;, betont Professor Kruse. Eine vergleichbare Anlage gibt es nur an der niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4t Wageningen. &#8220;Wir unterhalten auch gute Beziehungen mit den dortigen Forscherinnen und Forschern. Es wird spannend sein, unsere Ergebnisse zu vergleichen und zu sehen, wie die Algen auf so unterschiedliche klimatische Bedingungen wie Mitteleuropa und das subtropische Queensland reagieren.&#8221;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der zweij\u00e4hrigen Pilotphase testen die Wissenschaftler verschiedene Arten von Mikroalgen. Die Rolle der Bielefelder ist es dabei, geeignete Arten zu finden und mit der Hightech-Ausr\u00fcstung des CeBiTecs ihre Inhaltsstoffe zu bestimmen. Bei ihrer Suche greifen sie vorwiegend auf vorhandene Algen-Datenbanken zur\u00fcck. &#8220;Aber es gibt noch viele hunderttausend unentdeckte Arten&#8221;, erz\u00e4hlt Kruse. &#8220;Wir suchen auch nach Algen aus der nahen Umgebung.&#8221; Selbst aus dem Urlaub haben Mitarbeiter des Forschungsteams schon Proben mitgebracht. Ob er eine Art zur Testzucht in Australien empfiehlt, h\u00e4ngt unter anderem davon ab, wie schnell sie w\u00e4chst und wie hoch ihr Anteil an \u00d6len ist.<\/p>\n<p>Noch hat die Pilotanlage etwa die Gr\u00f6\u00dfe eines Basketballfeldes. Wenn die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen ist, besteht aber auf dem Gel\u00e4nde die M\u00f6glichkeit, die ausgew\u00e4hlte Algenart in gr\u00f6\u00dferem Stil zu z\u00fcchten \u2013 nach Labor- und Pilotphase ist das Phase drei auf dem Weg zur Marktreife. Ob der Bio-Kraftstoff danach in Phase vier, die Produktion, gehen kann, h\u00e4ngt auch von den zuk\u00fcnftigen Forschungsergebnissen ab. Noch l\u00e4sst sich nicht vorhersagen, wann wir Autos kaufen k\u00f6nnen, die mit Energie aus Algen betrieben werden. &#8220;Ich bin mir aber sicher, dass die Mikroalgen zur Zukunft der Energieversorgung einen wichtigen Beitrag als alternative Biomasse zu Nutzpflanzen leisten k\u00f6nnen&#8221;, sagt Professor Kruse.<\/p>\n<p>Das Solar Biofuel Research Center wird zu gleichen Teilen von der Regierung Queenslands sowie australischen und deutschen Wirtschaftsunternehmen, zum Beispiel Siemens, finanziert. Auch nach Bielefeld flie\u00dfen auf diese Weise australische Projektmittel: Die Stelle einer Postdoktorandin und eines technischen Assistenten werden hier gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Das CeBiTec geh\u00f6rt zum Forschungsschwerpunkt &#8220;Molekular- und Nanowissenschaften&#8221; (Molecular and Nano Sciences) der Universit\u00e4t Bielefeld. In diesem breiten Feld hat sich die Universit\u00e4t mit einem fokussierten Profil an den Schnittstellen zwischen Physik, Chemie, Biologie und Bioinformatik national und international positioniert. Die aktuellen Forschungen reichen von Nanoschichten und Einzelmolek\u00fclprozessen bis hin zu bakteriellen, pflanzlichen und tierischen Zellen.<\/p>\n<p><b><\/p>\n<ul>\n<li>Weitere Informationen<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/b><br \/>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/biologie\/AlgaeBiotechnology\/biofuels.html\" >www.uni-bielefeld.de\/biologie\/AlgaeBiotechnology\/biofuels.html<\/a><\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.solarbiofuels.org\/\" >www.solarbiofuels.org<\/a><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. Olaf Kruse, Universit\u00e4t Bielefeld<br \/>Fakult\u00e4t f\u00fcr Biologie \/ Algenbiotechnologie und Bioenergie<br \/>Tel.: 0521-106-2257<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:olaf.kruse@uni-bielefeld.de\">olaf.kruse@uni-bielefeld.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Viel Platz und jede Menge Sonne: Der australische Bundesstaat Queensland bietet die besten Voraussetzungen f&uuml;r ein Pilotprojekt der Energieversorgung der Zukunft, eine Forschungsanlage f&uuml;r Bioenergie<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[1563,4799,416,1299],"class_list":["post-13226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-karlsruher-institut-fuer-technologie-kit","supplier-solar-biofuels-research-centre","supplier-universitaet-bielefeld","supplier-university-of-queensland-australien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13226\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13226"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}