{"id":13207,"date":"2013-04-22T00:00:00","date_gmt":"2013-04-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130422-05n"},"modified":"2013-04-22T00:00:00","modified_gmt":"2013-04-21T22:00:00","slug":"neue-biobasierte-flockungsmittel-fuer-eine-effiziente-und-umweltfreundliche-wasseraufbereitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-biobasierte-flockungsmittel-fuer-eine-effiziente-und-umweltfreundliche-wasseraufbereitung\/","title":{"rendered":"Neue biobasierte Flockungsmittel f\u00fcr eine effiziente und umweltfreundliche Wasseraufbereitung"},"content":{"rendered":"<p><b>Wissenschaftlerinnen aus dem Leibniz-Institut f\u00fcr Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) pr\u00e4sentieren auf der Messe <a href=\"http:\/\/www.wasser-berlin.de\/\" >WASSER BERLIN INTERNATIONAL<\/a> vom 23. bis 26. April 2013 neue biobasierte und auf zahlreiche Anwendungen anpassbare Flockungsmittel.<\/b><\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130422-05\/ipf1.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 1, Foto: M. Mende\/IPF Dresden\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Bild 1, Foto: M. Mende\/IPF Dresden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>So\u00dfenreste in der Kanalisation, \u00f6lhaltige W\u00e4sser aus der Autowaschanlage oder Schwermetalle im Trinkwasser \u2013 es gibt viele M\u00f6glichkeiten, wie Verunreinigungen ins Wasser gelangen. Wie aber bekommt man sie wieder heraus? Gerade wenn diese Substanzen fein verteilt oder gar gel\u00f6st im Wasser vorliegen, sind Flockungsmittel die erste Wahl. Zu ihnen geh\u00f6ren auch wasser\u00adl\u00f6sliche Polymere, sogenannte Polyelektrolyte, und hier vor allem solche, die biologisch abbaubar und toxisch unbedenklich sind. Bei diesen Polymeren handelt es sich um langkettige Kohlen\u00adwasserstoffe, die Ladungen in der Polymerkette tragen.<\/p>\n<p>Basierend auf umfangreichen Grundlagenuntersuchungen sowie Kooperationen mit Partnern in Forschung und Industrie sind die Wissenschaftler um Frau Dr. Simona Schwarz in der Lage, aus der breiten Palette an verf\u00fcgbaren Flockungsmitteln das jeweils passende zu finden bzw. ziel\u00adgerichtet f\u00fcr eine Anwendung z. B. in der Abwasser- und Mineralienaufbereitung, der Schwer\u00admetallabtrennung oder bei der Trennung \u00f6l- und fetthaltiger Abw\u00e4sser zu optimieren. Von Interesse sind hier vor allem die molaren Massen und die Art und Menge der Ladungen der Polymere, da diese Gr\u00f6\u00dfen einen entscheidenden Einfluss auf die Effizienz der Abtrennung unerw\u00fcnschter Stoffe in Abw\u00e4ssern haben. Hinzu kommen weitere variierbare Eigenschaften, wie wasserabweisendes Verhalten, das sich durch Einbringen zus\u00e4tzlicher Gruppen in das Polymermolek\u00fcl einstellen l\u00e4sst.<\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130422-05\/ipf2.png\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild 2, Foto: J. Jeibmann, Dresden\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Bild 2, Foto: J. Jeibmann, Dresden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Es konnte nachgewiesen werden, dass nat\u00fcrliche Polymere wie Chitosan, St\u00e4rken und Pektine bei Trennprozessen eine viel versprechende Alternativen zu synthetischen Polymeren sind. Chitosan ist ein Abk\u00f6mmling des Chitins, das aus den Panzern von Krustentieren wie Krabben, K\u00e4fern u.a. gewonnen wird. St\u00e4rken kommen in vielen Pflanzen wie Kartoffeln und Mais vor und Pektine werden aus Fr\u00fcchten, z. B. \u00c4pfeln und Zitronen, gewonnen. Dank ihres nat\u00fcrlichen Ursprungs sind diese Produkte ungiftig, abbaubar und umweltfreundlich. Vom wirtschaftlichen Standpunkt ist es interessant, dass die Ausgangstoffe f\u00fcr diese Flockungsmittel vielerorts als Abfallprodukte kosteng\u00fcnstig verf\u00fcgbar sind. Bild 1 zeigt die Abtrennung von Schwermetallen mit Chitosan als Flockungsmittel: links reine Chitosanflocken, daneben Chitosanflocken mit gebundenem Kupfer (blau), Eisen (rot) und Nickel (gr\u00fcn).<\/p>\n<p>St\u00e4rke, die kationisch modifiziert und zus\u00e4tzlich mit wasserabweisenden funktionellen Gruppen versehen wurde, erlaubt so z. B. die effektive Entfernung von klebenden Bestandteilen aus Kreislaufw\u00e4ssern der Papierindustrie (siehe Bild 2) &#8211; ein zuvor ungel\u00f6stes Problem, das zu schwerwiegenden St\u00f6rungen des Produktionsprozesses bzw. zu Einschr\u00e4nkungen in der Wiederaufbereitung von Altpapier f\u00fchrte (Patentanmeldung DE 10 2011 088 203.0).<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Frau Dr. Simona Schwarz<br \/>Tel.: 0351 4658-333<br \/>Email: <a href=\"mailto:simsch@ipfdd.de\">simsch@ipfdd.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Wissenschaftlerinnen aus dem Leibniz-Institut f&uuml;r Polymerforschung Dresden e. V. 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