{"id":13171,"date":"2012-10-23T00:00:00","date_gmt":"2012-10-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20121023-02n"},"modified":"2014-07-25T12:29:01","modified_gmt":"2014-07-25T10:29:01","slug":"nova-institut-durchbruch-beim-naturfaser-spritzgiessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-institut-durchbruch-beim-naturfaser-spritzgiessen\/","title":{"rendered":"nova-Institut: Durchbruch beim Naturfaser-Spritzgie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version:<\/span> <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/breakthrough-injection-moulding-natural-fibres-feed-form-fibre-pellets-solves-dispensing-problems\/\" target=\"_blank\">www.bio-based.eu\/news\/breakthrough-injection-moulding-natural-fibres-feed-form-fibre-pellets-solves-dispensing-problems<\/a><\/p>\n<p><b>Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabr\u00fcck, gef\u00f6rderte Projekts &#8220;Entwicklung einer industriellen Naturfaser-Pellet-Produktion zur Nutzung von Naturfasern als Verst\u00e4rkung von (Bio-)Kunststoffen in Spritzguss und Extrusion&#8221; (AZ: 27717-34) konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Compoundeure, Spritzgie\u00dfer, Extrudeure und Anwender aus der Kunststoff- und Automobilindustrie zeigen sich den Angaben zufolge angetan von den Hanffaser-Pellets.<br \/>\n<img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 10px;\" alt=\"Hanf.jpg\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20121023-02\/Hanf.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/><br \/>\nZufuhr als Faserpellets l\u00f6st Dosierprobleme<\/b><br \/>\nMit der Produktion und Optimierung der Faserpellets sei es dem Projektpartner BaFa GmbH gelungen, das Problem der Dosierung von Naturfasern in die Prozesse der Kunststoffindustrie zu l\u00f6sen. Die umfassenden Versuche der Industriepartner FKuR Kunststoff GmbH, Linotech GmbH &amp; Co. KG und H. Hiendl GmbH &amp; Co. KG sowie des Fraunhofer WKI, die an der Hochschule Bremen ausgewertet wurden, h\u00e4tten gezeigt, dass die Hanffaser-Pellets nicht nur gut dosierbar seien, sondern sich zudem gut und gleichm\u00e4\u00dfig in der Schmelze aufl\u00f6sen. Prof. Dr. J\u00f6rg M\u00fcssig (HS Bremen, Bionik) untersuchte mit seinem Team die Eigenschaften der Hanffasern vor der Pelletierung, nach der Pelletierung, im Granulat und im Endprodukt ebenso wie die mechanischen Werte der Testst\u00e4be und Endprodukte. Nur so sei eine fortschreitende Verbesserung der Naturfaser-Pellets im Projekt m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich verbessern Naturfasern Steifigkeit und Festigkeit. Naturfasern in Form optimierter Pellets zuzuf\u00fchren, bringe zus\u00e4tzliche Vorteile, wie eine homogenere Verteilung der Fasern, geringere Fasersch\u00e4digung und auch mehr l\u00e4ngere Fasern. Fasereink\u00fcrzungen treten haupts\u00e4chlich bei der Compoundierung und nicht bei der Pelletierung auf. Insgesamt zeige sich: Je h\u00f6her der Faseranteil und je besser das Ausgangsmaterial, desto besser die mechanischen Eigenschaften des Verbundwerkstoffs.<\/p>\n<p>Projektleiter Michael Carus von der nova-Institut GmbH (<a href=\"http:\/\/www.nova-institut.eu\/\">www.nova-institut.eu<\/a>) zeigte sich sehr zufrieden: &#8220;Endlich konnte der Flaschenhals der Naturfaser-Zuf\u00fchrung \u00fcberwunden werden. Nun k\u00f6nnen auch Unternehmen mit wenig Erfahrung Naturfasern in Form von Pellets zuf\u00fchren. Die Naturfaserpellets sind gerade hart genug, um Transport und Lagerung zu \u00fcberstehen und weich genug, um sich in der Schmelze gut aufzul\u00f6sen.&#8221;<\/p>\n<p>Produzent BaFa bietet sowohl reine Hanffaser-Pellets an, als auch Pellets, bei denen bereits w\u00e4hrend der Pelletierung bis zu 40% Kunststoffe wie PP oder PLA sowie auf Wunsch Additive mit den Naturfasern gemischt werden. Ein \u00fcberraschendes Ergebnis im Projekt: Pellets aus 60% Naturfasern und 40% PP konnten sogar ohne Compoundierung direkt in der Extrusion eingesetzt werden, was erhebliche Kosten und auch Prozessenergie sparen soll.<\/p>\n<p>Das nova-Institut untersuchte die Pellets in Hinblick auf die eingesetzte Prozessenergie und die zu erwartenden Marktpreise und kam zu folgenden Ergebnissen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 10px;\" alt=\"Hanf1.jpg\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20121023-02\/Hanf1.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/><b>\u00d6kologie<\/b><br \/>\nDer Prim\u00e4renergiebedarf zur Produktion der Hanffaser-Pellets liegt mit 5,2 GJ\/t verglichen mit anderen Materialien sehr g\u00fcnstig. Typische Kunststoffe liegen demnach bei mindestens dem Zehnfachen. Interessant sei zudem, dass der Schritt der Pelletierung nur 0,2 GJ\/t (4%) ausmache. Die gr\u00f6\u00dften Anteile kommen von der D\u00fcngung (38%), von Landmaschinen (25%) und von der Faseraufbereitung (17%). Pestizide sollen beim Hanfanbau nicht zum Einsatz kommen; bei anderen Kulturen tragen auch sie relevant zum Energiebedarf bei.<\/p>\n<p>Dies bedeute f\u00fcr den Einsatz der Hanffaser-Pellets: Der Energiebedarf zur Produktion von Hanffaser-Pellets ist nur geringf\u00fcgig h\u00f6her als der zur Produktion der Hanffasern. Unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten k\u00f6nne daher &#8220;gr\u00fcnes Licht&#8221; f\u00fcr den Einsatz der Pellets gegeben werden. Dabei sei noch zu bedenken, dass der zus\u00e4tzliche technische Aufwand, die nicht-pelletierten Hanffasern zuzuf\u00fchren, zus\u00e4tzliche Energie ben\u00f6tige und sich dann die Bilanz sogar zu Gunsten der Pellets verschieben k\u00f6nne. Werden die Pellets zus\u00e4tzlich mit Kunststoffen und Additiven ausger\u00fcstet, werden weitere sp\u00e4tere Prozessschritte ersetzt.<\/p>\n<p><b>\u00d6konomie<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 10px;\" alt=\"Hanf2.jpg\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20121023-02\/Hanf2.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/>Hier habe sich gezeigt, dass die Marktpreise zu \u00fcber 70% (bei Hanffasern, sofern bereits im Pellet mit Kunststoff gemischt, liegt der Anteil noch h\u00f6her) von den Materialkosten abh\u00e4ngen. Je nach Zusammensetzung liege die Preise f\u00fcr die Hanffaser-Pellets zwischen 1,00 und 1,20 \u20ac\/kg &#8211; f\u00fcr die meisten industriellen Teilnehmer ein attraktiver Preis f\u00fcr die L\u00f6sung des Zufuhrproblems.<\/p>\n<p>Bernd Frank, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BaFa GmbH, freue sich seit Bekanntwerden der Projektergebnisse \u00fcber eine rege Nachfrage. Die Pelletanlage produziere bereits eifrig auf Kundenw\u00fcnsche zugeschnittene Hanffaser-Pellets, mit und ohne Kunststoffe oder Additive.<\/p>\n<p>Die umfangreichen Berichte zum Projekt, die eine Vielzahl an Prozess-Details und Materialpr\u00fcfungen aller Projektpartner enthalten, sind kostenlos erh\u00e4ltlich unter: <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/technology\">www.bio-based.eu\/technology<\/a><\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung als PDF:\u00a0<a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/12-10-17_PM_Naturfaserpellets.pdf\">12-10-17_PM_Naturfaserpellets<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabr&uuml;ck, gef&ouml;rderte Projekts &#8220;Entwicklung einer industriellen Naturfaser-Pellet-Produktion zur Nutzung von Naturfasern als Verst&auml;rkung von (Bio-)Kunststoffen in Spritzguss und<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,7192],"tags":[],"supplier":[777,322,302,22779,660,188,3853,4],"class_list":["post-13171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-novapress","supplier-bafa-badische-naturfaseraufbereitung-gmbh","supplier-deutsche-bundesstiftung-umwelt-dbu","supplier-fkur-kunststoff-gmbh","supplier-fraunhofer-institut-fur-holzforschung-wilhelm-klauditz-institut-wki","supplier-hiendl-kunststofftechnik-gmbh-co-kg","supplier-hochschule-bremen","supplier-lignotech","supplier-nova-institut-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13171\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13171"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}