{"id":13159,"date":"2012-11-01T00:00:00","date_gmt":"2012-10-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20121101-02n"},"modified":"2012-11-01T00:00:00","modified_gmt":"2012-10-31T22:00:00","slug":"multitalent-hanf8232-eu-verbund-erforscht-neue-wertschpfungspotenziale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/multitalent-hanf8232-eu-verbund-erforscht-neue-wertschpfungspotenziale\/","title":{"rendered":"Multitalent Hanf:&amp;#8232; EU-Verbund erforscht neue Wertsch&ouml;pfungspotenziale"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Entwicklung und Umsetzung eines Bioraffineriekonzeptes auf Basis von Hanf ist das Ziel eines eben unter Mitwirkung des Leibniz-Instituts f\u00fcr Agrartechnik in Potsdam gestarteten Forschungsverbunds. Das im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU gef\u00f6rderte Vorhaben vereint 21 europ\u00e4ische Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.<\/b><\/p>\n<p>Hanf ist eine ertragreiche Kulturpflanze, die traditionell f\u00fcr die Gewinnung von Fasern, Samen und psychoaktiven Substanzen angebaut wurde und heute als idealer Rohstofflieferant f\u00fcr innovative biobasierte Werkstoffe gilt. <\/p>\n<p>Im letzten Jahrhundert wurde Hanf jedoch fast vollst\u00e4ndig von Baumwolle und Synthetikfasern verdr\u00e4ngt. Dies erkl\u00e4rt, warum Hanf &#8211; im Gegensatz zu vielen anderen Kulturpflanzen &#8211; in den letzten 50 Jahren z\u00fcchterisch nicht weiterentwickelt worden ist. Der schlechte \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck der Baumwolle bzw. anderer fossil basierter Fasern macht Hanf aber heute wieder attraktiv: die Pflanzen ben\u00f6tigen weniger Wasser und Agrochemikalien und liefern u.a. Fasern und \u00d6l von h\u00f6chster Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Im Rahmen des EU-Forschungsverbundes MultiHemp sollen u.a. neueste molekulargenetische Methoden zum Einsatz kommen, um gezielt und schnell die Produktivit\u00e4t der Hanferzeugung und die Rohstoffqualit\u00e4t zu verbessern. Die z\u00fcchterischen Arbeiten werden verkn\u00fcpft mit der Entwicklung neuer Verfahren f\u00fcr Anbau, Ernte und Verarbeitung mit dem Ziel, auf Basis verbesserter Sorten nachhaltige Produkte erzeugen zu k\u00f6nnen. Die Erprobung erfolgt in Feldversuchen und durch Scale-up. Um wirtschaftliche Rentabilit\u00e4t und Nachhaltigkeit zu gew\u00e4hrleisten, werden alle neuen Verfahren hinsichtlich ihrer \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Effekte bewertet. Von der Molekulargenetik bis zum Test des Endprodukts &#8211; in MultiHemp arbeiten f\u00fchrende Forschergruppen mit starken Industriepartnern zusammen.<\/p>\n<p>Aufgabe des ATB ist die Entwicklung technischer L\u00f6sungen zur Ernte und Aufbereitung von Hanf. Die Arbeiten sind innerhalb des Gesamtvorhabens eng vernetzt. &#8220;Unsere Arbeit wird aktuelle Ergebnisse von Partnern einbeziehen, die sich in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Wertsch\u00f6pfungskette mit Z\u00fcchtung und Anbau bzw. mit innovativen Anwendungen in den Bereichen Verbundwerk- und Baustoffe befassen&#8221;, beschreibt Dr. Hans-J\u00f6rg Gusovius, Projektleiter am ATB, die enge Zusammenarbeit innerhalb des europ\u00e4ischen Verbunds und den ganzheitlichen Ansatz des Vorhabens. &#8220;Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines Bioraffineriekonzeptes auf Basis von Hanf, einer der \u00e4ltesten Kulturpflanzen, deren Anbau und Nutzung nicht im Wettbewerb zur Erzeugung von Nahrungs- oder Futtermitteln steht.&#8221;<\/p>\n<p>Die Hanf-Bioraffinerie soll es erm\u00f6glichen, den optimierten Rohstoff in modularen Verarbeitungsschritten effizient zu verschiedenen Produkten wie Fasern, \u00d6l, Baumaterialien, Fein- chemikalien und Biokraftstoffen zu verarbeiten und dabei alle Komponenten der geernteten Biomasse vollst\u00e4ndig zu nutzen. Klammer des Verbundvorhabens die ist die praxisnahe Demonstration, d.h. die Realisierung der Forschungsergebnisse im Pilotma\u00dfstab &#8211; vom Anbau bis zur Produktanwendung. Bei dieser Aufgabe k\u00f6nnen die Wissenschaftler am ATB auf langj\u00e4hrige Erfahrung aufsetzen, u.a. bei der Pflanzenfaserverarbeitung in der ATB-eigenen Pilotanlage.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung innovativer D\u00e4mmstoffe und von Verfahren zur Qualit\u00e4tsermittlung arbeiten die Potsdamer Forscher eng mit ihren deutschen Partnern, Firma Ventimola und Prof. J\u00f6rg M\u00fcssig von der Hochschule Bremen, zusammen.<\/p>\n<p>Das Projekt &#8220;Multipurpose Hemp for industrial bioproducts and biomass \u2013 MultiHemp\u201d wird im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU im Forschungsschwerpunkt KBBE (Knowledge Based Bio-Economy), Teilprogramm &#8220;Multipurpose crops for industrial bioproducts and biomass&#8221; \u00fcber eine Projektlaufzeit von 4,5 Jahren mit insgesamt 6 Mio. Euro gef\u00f6rdert. Die Koordination des europ\u00e4ischen Gro\u00dfforschungsprojekts hat die Universit\u00e0 Cattolica del Sacro Cuore, Piacenza, Italien. Insgesamt sind 21 Partner aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Litauen, Niederlande, Slowenien, Spanien, Tschechien, UK sowie aus China beteiligt.<\/p>\n<p>Die Forschung des Leibniz-Instituts f\u00fcr Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) zielt auf die ressourceneffiziente und CO<sub>2<\/sub>-neutrale Nutzung biologischer Systeme zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie in Anpassung an Anforderungen von Klimaschutz und Klimawandel. Zu diesem Zweck entwickelt das ATB verfahrenstechnische Grundlagen f\u00fcr eine nachhaltige Landbewirtschaftung und stellt innovative technische L\u00f6sungen f\u00fcr Landwirtschaft und Industrie bereit. Eine der zentralen Aufgaben ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der eingesetzten Verfahren \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette zu analysieren &#8211; vom Feld bis zum Verbraucher.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Dr. Hans-J\u00f6rg Gusovius \u2013 Technik der Aufbereitung, Lagerung und Konservierung <br \/>Tel.: 0331 5699-316, <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:hjgusovius@atb-potsdam.de\">hjgusovius@atb-potsdam.de<\/a><br \/>Leibniz-Institut f\u00fcr Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. <br \/>Max-Eyth-Allee 100, <br \/>14469 Potsdam <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Entwicklung und Umsetzung eines Bioraffineriekonzeptes auf Basis von Hanf ist das Ziel eines eben unter Mitwirkung des Leibniz-Instituts f&uuml;r Agrartechnik in Potsdam gestarteten Forschungsverbunds.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[71,755,4083,4082],"class_list":["post-13159","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-hochschule-bremen-professur-biologische-werkstoffe","supplier-leibniz-institut-fuer-agrartechnik-potsdam-bornim-ev-atb","supplier-universit-cattolica-del-sacro-cuore","supplier-ventimola"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13159"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13159\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13159"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=13159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}