{"id":13156,"date":"2012-11-08T00:00:00","date_gmt":"2012-11-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20121108-05n"},"modified":"2012-11-08T00:00:00","modified_gmt":"2012-11-07T22:00:00","slug":"evonik-investiert-in-marl-17-millionen-euro-in-neue-bio-labore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/evonik-investiert-in-marl-17-millionen-euro-in-neue-bio-labore\/","title":{"rendered":"Evonik investiert in Marl 1,7 Millionen Euro in neue Bio-Labore"},"content":{"rendered":"<p><b>Evonik Industries st\u00e4rkt die strategische Forschung am Standort Marl. Das Spezialchemieunternehmen investiert rund 1,7 Millionen Euro in Biotechnologie-Forschung am Standort Marl. Es entstehen zw\u00f6lf neue Arbeitspl\u00e4tze. Die Creavis, als strategische Forschungs- und Entwicklungseinheit von Evonik, baut im Science-to-Business Center (S2B) Biotechnologie zwei weitere Bio-Labore, die f\u00fcr Forschungsprojekte genutzt werden. Die Inbetriebnahme der neuen Labore ist f\u00fcr den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Mit den beiden neuen Bio-Laboren mit einer Fl\u00e4che von rund 400 m<sup>2<\/sup> w\u00e4chst die gesamte Laborfl\u00e4che im S2B Biotechnologie auf mehr als 1.100 m<sup>2<\/sup>.<\/b> <\/p>\n<p>Die Biotechnologie ist f\u00fcr Evonik eine Zukunftstechnologie. &#8220;In der sogenannten Wei\u00dfen Biotechnologie nutzt die chemische Industrie die Biologie in technischen Prozessen&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Thomas Haas, Leiter des S2B-Center Biotechnologie. Denn: Bakterien, Schimmelpilze und Hefen sind geniale Chemiker. Auf engstem Raum managen sie in ihren Zellen hochkomplexe Prozesse. Ihr Stoffwechsel verwandelt Rohstoffe wie Zucker und Fette in viele andere Substanzen. Die Mikroorganismen reichern diese Produkte in ihren Zellen an oder schleusen sie als &#8220;molekularen Abfall&#8221; nach au\u00dfen. &#8220;Und genau diese Genialit\u00e4t der Bakterien machen wir uns zunutze&#8221;, so Haas weiter. Mithilfe der Biotechnologie entwickelt Evonik neue Produkte, macht Herstellungsprozesse effizienter und nachhaltiger und nutzt nachwachsende Rohstoffe wie St\u00e4rke und Zucker beispielsweise aus Mais oder Weizen f\u00fcr die Herstellung von Industriechemikalien, Additiven, Polymeren und Konsumg\u00fctern. Bereits heute stellt Evonik Futtermittelaminos\u00e4uren wie L-Lysin, L-Threonin und L-Tryptophan gro\u00dftechnisch her. <\/p>\n<p>In den neuen Bio-Laboren in Marl sollen die Wissenschaftler f\u00fcr Evonik unter anderem ausloten, ob und wie sich Pflanzenreststoffe als alternative Rohstoffquellen nutzen lassen. Ziel ist es, mithilfe der Wei\u00dfen Biotechnologie solche alternativen Rohstoffquellen direkt in Spezialchemikalien umzusetzen. Die Industrie w\u00fcrde dadurch bei der Nutzung m\u00f6glicher Rohstoffquellen flexibler. In Zukunft sollen so beispielsweise Hochleistungskunststoffe oder Waschmittelzusatzstoffe flexibel hergestellt werden. <\/p>\n<p>Nach einem neuen Herstellweg f\u00fcr knapper werdende pflanzliche, tropische \u00d6le und Fette wird in einem weiteren Projekt gesucht. Mikroorganismen sollen den Rohstoff Zucker in die gew\u00fcnschten \u00d6le und Fette verwandeln. Solche Fette und \u00d6le finden Verwendung zum Beispiel in verschiedenen kosmetischen Formulierungen oder k\u00f6nnen als Polymerbaustein oder Polymeradditiv verwendet werden. <\/p>\n<p>Im Science-to-Business Center Biotechnologie der Creavis forschen Experten verschiedener Disziplinen seit Januar 2007 an Themen der Wei\u00dfen Biotechnologie. Ziel ist es, f\u00fcr heutige chemische Prozesse von Evonik neue biotechnologische Verfahren und Produkte f\u00fcr die Zukunft zu erarbeiten. Im Vergleich zu chemischen Prozessen zeichnen sich biotechnologische Verfahren insbesondere durch geringere Investitionskosten aus. Dies bedeutet, mehrstufige Produktionsschritte werden beispielsweise in einer einzelnen Bakterienzelle abgebildet, der sogenannten &#8220;mikrobiellen Zellfabrik&#8221;. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe wie zum Beispiel Zucker oder Pflanzenreststoffe verringert dar\u00fcber hinaus die Abh\u00e4ngigkeit von den petrochemischen Rohstoffen und sichert dadurch den Rohstoffzugang. In der Vergangenheit wurden bereits Prozesse zur Herstellung von Hochleistungskunststoffen aus Glukose und planzlichen \u00d6len entwickelt. In den neuen Laboren liegt der Schwerpunkt nun u.a. in der Erforschung der Nutzung alternativer Rohstoffquellen, wie Holzresten, Stroh, Bagasse und Industrieabgasen. <\/p>\n<p>Die Creavis ist die strategische Forschungs- und Entwicklungseinheit der Evonik und befasst sich mit neuen nachhaltigen Gesch\u00e4ften, zukunftsweisenden Technologieplattformen und wachsenden M\u00e4rkten. Neben dem Science-to-Business Center Biotechnologie arbeiten Forscher in Marl au\u00dferdem im Science-to-Business Center Eco\u00b2 an den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Das Advanced Projekthaus &#8220;Light &#038; Electronics&#8221; in Taiwan besch\u00e4ftigt sich mit neuen Produkten und Technologien f\u00fcr die Fotovoltaik-, Display-, LED- und Beleuchtungsindustrie. Au\u00dferdem gibt es besondere Aktivit\u00e4ten zu den Themen Corporate Foresight, Life Cycle Management und Photovoltaik. Bei der Creavis arbeiten rund 130 Mitarbeiter, davon 45 Personen im S2B Biotechnologie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Evonik Industries st&auml;rkt die strategische Forschung am Standort Marl. Das Spezialchemieunternehmen investiert rund 1,7 Millionen Euro in Biotechnologie-Forschung am Standort Marl. 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