{"id":13111,"date":"2013-01-14T00:00:00","date_gmt":"2013-01-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20130114-02n"},"modified":"2013-10-01T03:21:28","modified_gmt":"2013-10-01T01:21:28","slug":"internationale-gruene-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/internationale-gruene-woche\/","title":{"rendered":"Internationale Gr\u00fcne Woche"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" alt=\"Die Biofliese hat nicht nur eine gute \u00d6kobilanz,&lt;br \/&gt;sondern er\u00f6ffnet auch gestalterisch neue M\u00f6glichkeiten.&lt;br \/&gt;\u00a9 Fraunhofer IWM\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20130114-02\/pi03_g_grueneWoche_Biofliese.jpg\" align=\"left\" border=\"0\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size: 10px;\" align=\"left\">Die Biofliese hat nicht nur eine gute \u00d6kobilanz,<br \/>\nsondern er\u00f6ffnet auch gestalterisch neue M\u00f6glichkeiten.<br \/>\n\u00a9 Fraunhofer IWM<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><b>Auch Fliesen k\u00f6nnen bio sein \u2013 wenn sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. Sie sind ressourceneffizienter als ihr keramisches Pendant und er\u00f6ffnen neue gestalterische M\u00f6glichkeiten. Biokunststoffe aus Polymilchs\u00e4ure (PLA) werden immer w\u00e4rmebest\u00e4ndiger und eignen sich dadurch nun auch f\u00fcr Abf\u00fcllprozesse bei hohen Temperaturen in der Lebensmittelindustrie. Wie sich regenerative, biologisch abbaubare oder biostabile Rohstoffe in der Architektur und der Verpackungsindustrie verwenden lassen, zeigen Fraunhofer-Forscher auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche vom 18. bis 27. Januar in Berlin in Halle 5.2a, Stand 103.<\/b><\/p>\n<p>Sie bestehen aus einem Gemisch aus Lein\u00f6lepoxid, verschiedenen Naturfasern sowie Kieselgur, ein Stoff, der aus fossilen Kieselalgen gewonnen wird. Neue biobasierte Fliesensysteme, wie sie das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM in Halle entwickelt hat, sind umweltfreundlicher, leichter und aufgrund ihrer Herstellung und Materialbeschaffenheit ressourcen- und energieeffizienter als die klassischen, keramischen Werkstoffe.\u00bbDer Verbund ist nicht glashart und spr\u00f6de wie klassisches Epoxyd, sondern flexibel und plastischer. Dadurch lassen sich die Fliesen einfacher verarbeiten\u00ab, erkl\u00e4rt Andreas Krombholz, Wissenschaftler im Bereich Naturstoffkomposite am IWM, einen weiteren Vorteil. Auch architektonisch bieten sie ganz neue Perspektiven. So lassen sie sich im Gie\u00dfverfahren ganz individuell formen, zum Beispiel als Quadrate, Dreiecke oder Kreise. Auch Muster und Farben sind individuell w\u00e4hlbar.<\/p>\n<p>Eine weitere Gestaltungsm\u00f6glichkeit: Durch die Beimischung fluoreszierender Pigmente verwandeln sie sich in Leuchtfliesen. Damit k\u00f6nnen sie sowohl au\u00dfen als auch innen, auf dem Boden oder an der Wand als leuchtende Wegweiser eingesetzt werden. Anwendung finden die Biofliesen auch in K\u00fcchen und B\u00e4dern sowie als Fu\u00dfbodenbelag im Innenbereich. Hier ergeben sich auch Kostenvorteile f\u00fcr Hersteller und Kunden: Denn die Trittschalld\u00e4mmung l\u00e4sst sich direkt auf die Fliesen auftragen, so dass ein ganzer Arbeitsschritt bei der Produktion entf\u00e4llt.<\/p>\n<p><b>W\u00e4rmebest\u00e4ndiges Plastik aus Maisst\u00e4rke<\/b><br \/>\nDie Verpackungsindustrie nutzt zunehmend Biopolymere aus Polymilchs\u00e4ure (PLA) als umweltfreundliche Alternative zu erd\u00f6lbasiertem Kunststoff. Sie werden aus Maisst\u00e4rke gewonnen und sind vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar. Bisher begann PLA jedoch bei etwa 60 \u00b0C weich zu werden und eignete sich deshalb nicht f\u00fcr w\u00e4rmeintensive Prozesse. Forscher vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam haben nun einen Weg gefunden, den Biokunststoff hitzebest\u00e4ndiger zu machen. Interessant ist das zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie f\u00fcr das Abf\u00fcllen von Joghurt in Kunststoffbecher, da dieser Prozess bei h\u00f6heren Temperaturen stattfindet. Becher aus PLA-Stereokomplexen bleiben auch bei bis zu 120 \u00b0C in Form und stabil. Dr. Johannes Ganster, Bereichsleiter am IAP, erkl\u00e4rt das Prinzip dahinter: &#8220;Um die PLA-Kunststoffe w\u00e4rmeformbest\u00e4ndiger zu machen, haben wir Stereokomplexe mit speziellen Anteilen an L-und D-Lactid eingebracht. Diese links- und rechtsdrehenden Molek\u00fcle erg\u00e4nzen einander und machen die Verbindung noch stabiler.&#8221;<\/p>\n<p>Unternehmen haben bereits reges Interesse bekundet, denn das Potenzial ist gro\u00df. Die Herstellung der Biopolymere aus PLA ist unabh\u00e4ngig vom immer knapper werdenden Erd\u00f6l. Zudem lassen sie sich leicht kompostieren und durch Zerlegung in Michs\u00e4ure ideal recyclen. Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil ist, dass sie mittlerweile genauso best\u00e4ndig und stabil sind wie petrolbasiertes Plastik und sich auch f\u00fcr andere Produkte wie Schutzfolien, Computergeh\u00e4use oder T\u00fcten nutzen lassen. Das IAP arbeitet bereits eng mit einem deutschem Anlagenbauer zusammen, der das neue Verfahren bald in die Praxis umsetzen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auch Fliesen k&ouml;nnen bio sein &ndash; wenn sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind. 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