{"id":13103,"date":"2012-06-08T00:00:00","date_gmt":"2012-06-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120607-03n"},"modified":"2012-06-08T00:00:00","modified_gmt":"2012-06-07T22:00:00","slug":"tu-hamburg-grosser-schritt-auf-dem-weg-zu-biokunststoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tu-hamburg-grosser-schritt-auf-dem-weg-zu-biokunststoffen\/","title":{"rendered":"TU Hamburg: Gro\u00dfer Schritt auf dem Weg zu Biokunststoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Ob als Grundstoff zur Herstellung von Teppichb\u00f6den, in L\u00f6sungsmitteln von Lacken, als Zusatz von Reinigungsprodukten: Propandiol und Butanol stecken in vielen Produkten unseres Alltags. Ohne Erd\u00f6l sind diese chemischen Grundstoffe bisher kaum konkurrenzf\u00e4hig herstellbar \u2013 noch nicht. Weltweit suchen Forscher nach ressourcenschonenden Alternativen, darunter auch Prof. Dr. rer. nat. An-Ping Zeng von der TU Hamburg. Durch seine wegweisende Optimierung in der industriellen Herstellung von Ausgangsmaterialien f\u00fcr Biokunststoffe hat sich der Hamburger Forscher diesem Ziel bereits einen gro\u00dfen Schritt gen\u00e4hert.<\/b><\/p>\n<p>Jetzt ist Zeng auch in eines der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Forschungsvorhaben aufgenommen worden, in dessen Zentrum generell die Umwandlung von Biomasse in Chemikalien in einer Bioraffinerie steht und das bereits seit 2010 l\u00e4uft. Seine Aufgabe besteht speziell darin, Verfahren f\u00fcr eine erd\u00f6lunabh\u00e4ngige Produktion von 1,3-Propandiol, n-Butanol und Biogas zu entwickeln. n-Butanol k\u00f6nnte dann sogar als Biokraftstoff eingesetzt werden. Knapp 2 Millionen Euro stehen dem Hamburger Wissenschaftler bis Ende 2013 f\u00fcr seine Forschung in dem Projekt &#8220;European multilevel integrated biorefinery design for sustainable biomass processing&#8221; zur Verf\u00fcgung, an dem insgesamt 30 Forscher aus 15 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern beteiligt sind. Kostenvolumen: 37,4 Millionen Euro. <\/p>\n<p>An-Ping Zeng gilt international als Vorreiter in der Entwicklung und Optimierung dieser Herstellungsprozesse. So war es dem Leiter des Instituts f\u00fcr Bioprozess- und Biosystemtechnik an der Hamburger TU 2011 nach dreij\u00e4hriger Forschungsarbeit in dem europ\u00e4ischen Verbundprojekt &#8220;Propanergy&#8221; mit bisher nicht dagewesenem Erfolg gelungen, aus Glycerin 1,3-Propandiol herzustellen. Der Clou: Zeng arbeitet mit einer ausgekl\u00fcgelten Mischung verschiedener Mikroorganismen. An dieser mikrobiellen Gemeinschaft sind zum Beispiel Bakterien aus der Gattung der Clostridien beteiligt. Zeng wird seinen weltweit vielbeachteten Weg auch im neuen EU-Projekt verfolgen und nach Mikroorganismen suchen, die miteinander harmonieren und \u2013 und flei\u00dfig arbeiten. Und das hei\u00dft in diesem Fall den Stoffwechsel auf Hochtouren fahren, um auf diesem nat\u00fcrlichen Weg Stroh, Holz und andere Arten von Bioabfall in chemische Grundstoffe umzuwandeln.<\/p>\n<p>1,3-Propandiol ist inzwischen eine Massenchemikalie, die zur Herstellung neuartiger Polyester dient. Mehr als 100.000 Tonnen davon werden j\u00e4hrlich hergestellt, \u00fcberwiegend auf chemischem Wege \u2013 unter Verwendung fossiler Ressourcen, meist Erd\u00f6l. n-Butanol ist derzeit ebenfalls ein Massenprodukt auf Erd\u00f6lbasis. <\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>TU Hamburg-Harburg<br \/>Institut f\u00fcr Bioprozess- und Biosystemtechnik<br \/>Prof. Dr. rer. nat. An-Ping Zeng<br \/>Tel.: 040-42878-4183<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:aze@tuhh.de\">aze@tuhh.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ob als Grundstoff zur Herstellung von Teppichb&ouml;den, in L&ouml;sungsmitteln von Lacken, als Zusatz von Reinigungsprodukten: Propandiol und Butanol stecken in vielen Produkten unseres Alltags. 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