{"id":130647,"date":"2023-08-22T07:32:00","date_gmt":"2023-08-22T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=130647"},"modified":"2023-08-17T13:19:26","modified_gmt":"2023-08-17T11:19:26","slug":"start-fur-das-projekt-leuna100-einsatz-des-grunen-kraftstoffs-spart-gigatonnen-an-co2-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/start-fur-das-projekt-leuna100-einsatz-des-grunen-kraftstoffs-spart-gigatonnen-an-co2-ein\/","title":{"rendered":"Start f\u00fcr das Projekt \u00bbLeuna100\u00ab: Einsatz des gr\u00fcnen Kraftstoffs spart Gigatonnen an CO2 ein"},"content":{"rendered":"\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/gruenes-methanol\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textblockwithpics\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1691398804858\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur.jpg\" alt=\"Niedertemperatur-CO2-Elektrolyseur am Fraunhofer UMSICHT\" class=\"wp-image-130658\" width=\"360\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur.jpg 1440w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur-150x113.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur-768x576.jpg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/08\/leuna-niedertemperatur-CO2-elektrolyseur-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><figcaption>Niedertemperatur-CO2-Elektrolyseur am Fraunhofer UMSICHT. \u00a9 Fraunhofer UMSICHT\/Mike Henning<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das Berliner Climate-Tech-Start-up C<sub>1<\/sub>\u00a0gibt heute mit seinen Partnern \u2013 dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenergiesysteme IWES, dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, dem DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg sowie der Technischen Universit\u00e4t Berlin \u2013 den Start des Projekts \u00bbLeuna100\u00ab bekannt. Ziel ist die marktreife und skalierbare Herstellung gr\u00fcnen Methanols f\u00fcr die Schiff- und Luftfahrt. Der Alkohol gilt als Schl\u00fcssel, um diese Industrien zu defossilisieren und aus der Abh\u00e4ngigkeit von Erd\u00f6l zu befreien. Daf\u00fcr setzt das Konsortium auf das neuartige C<sub>1<\/sub>-Katalyseverfahren zur Herstellung von gr\u00fcnem Methanol. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr (BMDV) \u00fcber die n\u00e4chsten drei Jahre mit insgesamt 10,4 Millionen Euro gef\u00f6rdert.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Allein die Schifffahrt ist aktuell f\u00fcr den Aussto\u00df von rund 1,1 Milliarden Tonnen CO<sub>2<\/sub> (rund drei Prozent der globalen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen) sowie weiterer gesundheitssch\u00e4dlicher Luftschadstoffe wie Schwefel- und Stickoxide oder Feinstaub verantwortlich. Durch den Ersatz fossilen \u00d6ls durch regenerative Schiffskraftstoffe l\u00e4sst sich daher jedes Jahr mehr als eine Gigatonne CO<sub>2<\/sub>\u00a0einsparen. F\u00fcr Container-Schiffe setzt sich gr\u00fcnes Methanol aktuell als klimaneutrale Treibstoffalternative in der Anwendung durch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuartiges Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung gr\u00fcnen Methanols<\/h3>\n\n\n\n<p>Die heutige Produktion von Methanol beruht auf einem einhundert Jahre alten, technisch ausgereizten und emissionslastigen Herstellungsverfahren basierend auf fossilem Erdgas oder Kohle. C<sub>1<\/sub>&nbsp;hat einen neuen, hocheffizienten Katalysator entwickelt, der dieses Verfahren revolutioniert. Dieser erm\u00f6glicht die wirtschaftliche Produktion von gr\u00fcnem Methanol aus nicht-fossilen Rohstoffen wie Biomasse oder CO<sub>2<\/sub>. Das Verfahren erm\u00f6glicht eine Methanolwirtschaft, bei der der eingesetzte Kohlenstoff in einem kontinuierlichen Kreislauf genutzt wird, anstatt zus\u00e4tzliche CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbIm Jahr 1923 wurde in Leuna die erste kommerzielle Methanol-Anlage der Welt errichtet. Wir schreiben diese Erfolgsgeschichte nun fort, indem wir genau 100 Jahre sp\u00e4ter am gleichen Ort den Herstellungsprozess von Methanol komplett neu erfinden\u00ab, erkl\u00e4rt <strong>Dr. Christoph Zehe<\/strong>, der als Mitgr\u00fcnder von C<sub>1<\/sub>\u00a0das Projekt verantwortet. \u00bbWir ebnen damit den Weg f\u00fcr die effiziente Nutzung regenerativer Eingangsstoffe zur Herstellung von gr\u00fcnem Methanol im industriellen Ma\u00dfstab und leisten damit einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Entwicklung des Chemieparks Leuna zum Zukunftsstandort f\u00fcr gr\u00fcne Chemie.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00bbLeuna100\u00ab-Projekt f\u00fcr den Markthochlauf der gr\u00fcnen Methanolproduktion<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Markthochlauf des E-Methanol-Verfahrens m\u00fcssen einzelne Prozessschritte und insbesondere ihre Kopplung zu einem Gesamtprozess optimiert und skaliert werden. Ziel des Projektes ist die weltweit erstmalige Realisierung des Gesamtprozesses aus strombasierter Synthesegas-Erzeugung und einer grundlegend neu entwickelten Methanolsynthese unter Realbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbDie Klimakrise erzwingt eine enorm ambitionierte Reduktion des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes. Deutschland und die EU haben verbindliche Ziele f\u00fcr den Verkehrssektor und Quoten f\u00fcr erneuerbare Kraftstoffe vorgegeben. Schwer zu elektrifizierende Bereiche wie Schiffs- und Luftverkehr haben aber keinen technisch etablierten Weg, dies \u00f6konomisch und skalierbar zu erf\u00fcllen. Regenerative Kraftstoffe auf Basis von gr\u00fcnem Wasserstoff und CO<sub>2<\/sub>\u00a0bieten eine Alternative, sind aber noch nicht bereit f\u00fcr den Markthochlauf. Genau hier setzen wir mit dem Projekt Leuna100 an, indem wir von CO<sub>2<\/sub>\u00a0bis Methanol die komplette Prozesskette innovieren und so das g\u00fcnstigste Verfahren zur Herstellung von gr\u00fcnem Methanol etablieren\u00ab, erkl\u00e4rt<strong> Dr. Kai Junge Puring, Projektleiter am Fraunhofer UMSICHT<\/strong>.<\/p><p><strong>Michael Seirig, Abteilungsleiter Wasserstofflabore und Feldtests beim Fraunhofer IWES<\/strong>, erg\u00e4nzt: \u00bbDas Projekt Leuna100 adressiert eine zentrale Herausforderung: Es gibt gerade ein sehr gro\u00dfes Momentum im Bereich der regenerativen Kraftstoffe, mit vielen einzelnen Innovationen. Was aber fehlt, ist deren Verkn\u00fcpfung, um wirklich einen gro\u00dftechnischen Markthochlauf zu erm\u00f6glichen. Viele verschiedene Schritte in der Erzeugung von regenerativen Kraftstoffen lassen sich elektrifizieren und so auf erneuerbare Energien umstellen. Praktisch erfordert die Defossilisierung der Produktion jedoch nicht nur die Bef\u00e4higung einzelner Teilschritte, sondern die Kopplung und den lastdienlichen Betrieb als Ganzes. Hier schafft die F\u00f6rderung des BMDV eine M\u00f6glichkeit, genau dieses umzusetzen. Mit dem Hydrogen Lab Leuna bietet das Fraunhofer IWES zudem eine einzigartige Forschungsinfrastruktur f\u00fcr die Erprobung von H<sub>2<\/sub>&#8211; und PtX-Technologien im Industriema\u00dfstab und unter Realbedingungen \u2013 damit bestehen optimale Voraussetzung f\u00fcr das Projekt.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Projekt \u00bbLeuna100\u00ab startet im August 2023 im Chemiepark Leuna und ist auf drei Jahre angelegt. Es wird im Rahmen des Gesamtkonzepts Erneuerbare Kraftstoffe mit insgesamt 10,4 Millionen Euro durch das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr gef\u00f6rdert. Die F\u00f6rderrichtlinie f\u00fcr die Entwicklung regenerativer Kraftstoffe wird von der NOW GmbH koordiniert und durch die Projekttr\u00e4ger VDI\/VDE Innovation + Technik GmbH sowie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>C<sub>1<\/sub>&nbsp;stellt den neuen Katalysator sowie den eigens entwickelten und mit der Firma OilRoq aus Halle (Saale) realisierten Reaktor zur homogenen Katalyse von Methanol zur Verf\u00fcgung. Dieser wird an zwei unterschiedliche Technologien zur CO<sub>2<\/sub>-basierten Erzeugung von Synthesegas als Eingangsstoff gekoppelt: Das Fraunhofer UMSICHT liefert eine neue Niedertemperatur-Co-Elektrolyse, DBI &#8211; Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg setzt eine Reverse-Water-Gas-Shift-Anlage ein. Das Fraunhofer IWES stellt den Standort und die Infrastruktur vor Ort im Hydrogen Lab Leuna zur Verf\u00fcgung und evaluiert die Lastflexibilit\u00e4t der Komponenten und des Gesamtprozesses. Die TU Berlin entwickelt ein effizientes Betriebskonzept auf Basis eines dynamischen Gesamtprozessmodell und erstellt anwendungsnahe mathematische Methoden zur Bewertung und Optimierung der Lastflexibilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zentrale Innovation ist neben der Option der strombasierten und lastflexiblen Nutzung der Synthesegaserzeugung die homogene Katalyse f\u00fcr die Methanolerzeugung selbst. Weltweit erstmalig kommt nicht wie bisher eine zweidimensionale Oberfl\u00e4chenreaktion mit Festk\u00f6rperkatalysatoren (heterogene Katalyse) zum Einsatz, sondern die von C<sub>1<\/sub>&nbsp;entwickelte, dreidimensional skalierbare Reaktion in der fl\u00fcssigen Phase (homogene Katalyse). Diese ist nicht nur hochselektiv, besser skalierbar und geeignet f\u00fcr einen lastflexiblen Betrieb, sondern bietet auch Kostenvorteile unabh\u00e4ngig von der Anlagengr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Das eingesetzte CO<sub>2<\/sub>&nbsp;stammt aus industriellen Prozessemissionen. Mit der integrierten End-to-End-Prozesskette schafft \u00bbLeuna100\u00ab so die Voraussetzung f\u00fcr eine RED-II-konforme Produktion von gr\u00fcnem Methanol. Die abschlie\u00dfende Evaluation des produzierten Methanols auf seine Eignung als Schiffskraftstoff und zur weiteren Verarbeitung zu Kerosin stellt die Anwendbarkeit sicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Berliner Climate-Tech-Start-up C1\u00a0gibt heute mit seinen Partnern \u2013 dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenergiesysteme IWES, dem Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, dem DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg sowie der Technischen Universit\u00e4t Berlin \u2013 den Start des Projekts \u00bbLeuna100\u00ab bekannt. Ziel ist die marktreife und skalierbare Herstellung gr\u00fcnen Methanols f\u00fcr die Schiff- und Luftfahrt. 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