{"id":130309,"date":"2023-08-14T07:20:00","date_gmt":"2023-08-14T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=130309"},"modified":"2023-08-08T14:40:06","modified_gmt":"2023-08-08T12:40:06","slug":"massiver-einbruch-in-allen-bereichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/massiver-einbruch-in-allen-bereichen\/","title":{"rendered":"Massiver Einbruch in allen Bereichen"},"content":{"rendered":"\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beurteilung der aktuellen Lage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Nachdem seit 2018 die aktuelle Lage der Branche der Nachwachsende Rohstoffe mit jeder Umfrage etwas besser beurteilt wurde, kam es nun zu einem massiven Einbruch. \u00a0Der Anteil der Firmen, die ihren Umsatz um mehr als 10% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert haben, hat sich von 38% auf 19% halbiert. Noch spielt sich diese Entwicklung auf hohem Niveau ab: der absolute Wert bewegt sich weiterhin im oberen Drittel aller R\u00fcckmeldungen seit Beginn der Umfrage im Jahr 2010. W\u00e4hrend im Herbst allerdings nur 1% der Unternehmen fallende Ums\u00e4tze von mehr als 10% verzeichnen mussten, liegt der Anteil nun bei 12%. Dabei handelt es sich um den h\u00f6chsten Wert seit 2016.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht ganz so dramatisch hat sich das Bild bisher bei den Investitionen ver\u00e4ndert. Weiterhin gaben \u2013 bei leichten Verschiebungen ins Negative \u2013 knapp drei Viertel (72%) der Betriebe an, mehr oder zumindest genauso viel wie im Vorjahr investiert zu haben. \u00a0Aber der Anteil der Firmen, die keine Investitionen get\u00e4tigt haben, hat sich von 8 auf 21% mehr als verdoppelt und liegt so hoch wie seit Herbst 2015 nicht mehr. Wie h\u00e4ufig in der Vergangenheit schlagen sich die aktuell negativen Entwicklungen nur deutlich ged\u00e4mpft im Personalbestand nieder. So gab es lediglich geringf\u00fcgige Verschiebungen nach unten, und immer noch ist der Anteil der Firmen, die zus\u00e4tzliche Mitarbeitende eingestellt haben, mehr als vier Mal so hoch wie der der Betriebe, die bilanziell Personal abgebaut haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beurteilung des Trends<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der R\u00fcckgang bei der aktuellen Umsatzentwicklung f\u00fcr das vergangene Gesch\u00e4ftsjahr scheint leider kein kurzfristiges Ph\u00e4nomen zu sein, wie sich bei den Antworten auf die Frage nach dem Trend der Ums\u00e4tze zeigt. Inzwischen rechnet mehr als ein Drittel der Firmen (36%) mit fallenden Ums\u00e4tzen, was nahezu eine Verdoppelung gegen\u00fcber dem Wert der Herbstumfrage 2022 (19%) darstellt. Der Anteil der Unternehmen, die Umsatzeinbu\u00dfen von mehr als 10 <\/p>\n\n\n\n<p>% erwarten, hat sich von 5 auf 14% sogar fast verdreifacht. Beide Werte waren zuletzt Mitte 2015 h\u00f6her. Genauso lange ist es her, dass weniger Betriebe steigende Ums\u00e4tze erwarteten. Entsprechend verhaltener plant die Branche auch im Bereich der Investitionen. Zwar ist der Anteil der Firmen, die mehr als im vergangenen Jahr investieren wollen, nur leicht gefallen und liegt mit 29% immer noch auf einem erfreulich hohen Niveau. Allerdings beabsichtigen 38% der Betriebe, weniger oder gar nicht zu investieren (der h\u00f6chste Wert seit Herbst 2016), wobei sich der Prozentsatz der Unternehmen, die keine Investitionen planen, von 9 auf 22% mehr als verdoppelt hat. Ebenfalls vorsichtiger gehen die Firmen die Personalplanung f\u00fcr das kommende Gesch\u00e4ftsjahr an. Zwar will auch jetzt noch weniger als jedes zehnte Unternehmen (9%) seinen Bestand an Mitarbeitenden abbauen, trotzdem lag dieser Wert zuletzt im Herbst 2015 h\u00f6her. Erfreulich ist auf der anderen Seite, dass trotz der pessimistischen Prognosen jeder dritte Betrieb (32%) zus\u00e4tzliches Personal einzustellen beabsichtigt, was auch auf einen aktuellen Personalmangel hindeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem bei der Herbstumfrage 2022 die Werte f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der politischen Rahmenbedingungen einen beispiellosen Absturz erlebt hatten, hat sich diese Entwicklung 2023 fortgesetzt. Inzwischen bewerten mehr als zwei Drittel der Unternehmen (68%) die politischen Rahmenbedingungen als schlecht \u2013 ein Wert, der nur einmal im Jahr 2014 mit 69% leicht h\u00f6her lag. Zum Vergleich: Im Herbst 2021 gaben nur halb so viele Firmen (35%) diese R\u00fcckmeldung. Im selben Zeitraum hat sich auch der Anteil der Betriebe, die die Rahmenbedingungen als gut ansehen, von 24 auf 11% mehr als halbiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bewertung der politischen Rahmenbedingungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Einsch\u00e4tzung der politischen Rahmenbedingungen befindet sich weiter im freien Fall und ist nicht mehr weit vom Allzeittief im Jahr 2014 entfernt. Dies verwundert nicht sonderlich, denn die seit 2022 bestehenden Problembereiche sind nicht weggefallen, im Gegenteil, es sind noch weitere dazu gekommen. So ist zwar das Geb\u00e4udeenergiegesetz noch nicht in der derzeit diskutierten Form verabschiedet und auch die RED III muss erst in nationales Recht umgesetzt werden, aber schon jetzt deutet sich an, dass insbesondere die energetische Nutzung von (Anbau-)Biomasse weiter eingeschr\u00e4nkt werden wird und auch die Ressourcen f\u00fcr die stoffliche Nutzung knapper werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.carmen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/2023_07_18_-C.A.R.M.E.N.-Konjunkturumfrage-Fruehjahr-2023-1024x574.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-32524\" width=\"768\" height=\"431\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beurteilung der aktuellen Lage Nachdem seit 2018 die aktuelle Lage der Branche der Nachwachsende Rohstoffe mit jeder Umfrage etwas besser beurteilt wurde, kam es nun zu einem massiven Einbruch. \u00a0Der Anteil der Firmen, die ihren Umsatz um mehr als 10% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert haben, hat sich von 38% auf 19% halbiert. 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