{"id":12948,"date":"2012-04-19T00:00:00","date_gmt":"2012-04-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120419-05n"},"modified":"2013-10-23T13:57:43","modified_gmt":"2013-10-23T11:57:43","slug":"skz-forschung-kleben-von-hochgefuellten-holzfaserverstaerkten-kunststoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/skz-forschung-kleben-von-hochgefuellten-holzfaserverstaerkten-kunststoffen\/","title":{"rendered":"SKZ: Forschung &#8211; Kleben von hochgef\u00fcllten holzfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit Februar 2012 l\u00e4uft am Kunststoff-Zentrum (SKZ) in W\u00fcrzburg ein neues Forschungsvorhaben zum Thema &#8220;Kleben von hochgef\u00fcllten holzfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen&#8221;. Das Ziel dieses zweij\u00e4hrigen Vorhabens besteht darin, verschiedene Oberfl\u00e4chenvorbehandlungen f\u00fcr das erfolgreiche Kleben von WPC-Produkten zu vergleichen, die Verfahrensparameter daf\u00fcr zu entwickeln und deren Einfl\u00fcsse vor dem Hintergrund weltweit fehlender Normung zu beschreiben.<\/b><\/p>\n<p>Um verkaufsf\u00e4hige Artikel zu produzieren, m\u00fcssen sehr h\u00e4ufig F\u00fcgeverfahren angewendet werden. F\u00fcr herk\u00f6mmliche Kunststoffe sind dabei das Schwei\u00dfen und Kleben die meistgenutzten Verfahren. F\u00fcr WPC-Teile (WPC = Wood Plastic Composites, dt. Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe) kann das Schwei\u00dfen allerdings noch nicht immer angewendet werden. Au\u00dferdem eignet sich das Schwei\u00dfen beim F\u00fcgen von unterschiedlichen Materialarten nicht, so dass z.B. das Verbinden eines metallischen Verbindungselementes mit einem WPC-Bauteil derzeit nur mechanisch erfolgen kann.<\/p>\n<p>Da allerdings der gr\u00f6\u00dfte Anteil der WPC-Produkte in Deutschland aus einer Polyolefinmatrix besteht, ist auch das Kleben als Alternative ohne spezielle Vorbehandlung nur bedingt m\u00f6glich. Es gibt also zur Zeit f\u00fcr diese Verbundmaterialien keine etablierte Vorgehensweise, welche reproduzierbare Ergebnisse liefert. Infolgedessen fehlen auch Kleberichtlinien bzw. Anforderungen an die Qualit\u00e4t der Klebeverbindung f\u00fcr Anwender und Nutzer von WPC-Produkten.<\/p>\n<p>Einen beachtlichen Einfluss auf die Klebeeigenschaften hat dabei die Rezeptur der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe. Die Kenntnis der genauen Zusammenh\u00e4nge zwischen der Rezeptur und den Klebeeigenschaften w\u00fcrde den Herstellern erm\u00f6glichen, nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens eine Auswahl von geeigneten Vorbehandlungs- (z.B. Plasma-, Corona-, Laservorbehandlung, Fluorierung oder Beflammen) und F\u00fcgemethoden f\u00fcr eigene Produkte zu treffen und die gewonnenen Empfehlungen an die Anwender weiterzugeben. Daher sollen die Einfl\u00fcsse von verschiedenen Additiven (Haftvermittler, Farbmittel usw.) und Verarbeitungshilfen (\u00e4u\u00dfere und innere Gleitmittel), die w\u00e4hrend der Compoundier- oder auch Formgebungsprozesse dem WPC zugegeben werden, n\u00e4her untersucht werden. Da die WPC-Hersteller die eigenen Rezepturen nicht offenlegen, werden im Rahmen des Forschungsvorhabens unterschiedliche Rezepturen hergestellt. F\u00fcr die WPC-Verarbeitung werden verschiedene Verarbeitungsanlagen wie die Direktextrusionsanlage f\u00fcr WPC, der Heiz-K\u00fchlmischer f\u00fcr das distributive Mischen von definierten Rezepturen und verschiedene Extruder und Spritzgie\u00dfmaschinen f\u00fcr die Formgebung eingesetzt. Ein deutlich verbessertes Verst\u00e4ndnis der Zusammenh\u00e4nge sowie das entsprechende Ableiten von Korrelationen zwischen Rezeptur und Verarbeitung sind weitere angestrebte Ziele dieses Forschungsvorhabens.<\/p>\n<p>Dieses Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie (BMWi) gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Seit Februar 2012 l&auml;uft am Kunststoff-Zentrum (SKZ) in W&uuml;rzburg ein neues Forschungsvorhaben zum Thema &#8220;Kleben von hochgef&uuml;llten holzfaserverst&auml;rkten Kunststoffen&#8221;. 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