{"id":129390,"date":"2023-07-21T07:29:00","date_gmt":"2023-07-21T05:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=129390"},"modified":"2023-07-19T12:26:50","modified_gmt":"2023-07-19T10:26:50","slug":"eu-forschungsprojekt-stellt-biobasiertes-biologisch-abbaubares-und-nachhaltiges-plastik-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-forschungsprojekt-stellt-biobasiertes-biologisch-abbaubares-und-nachhaltiges-plastik-her\/","title":{"rendered":"EU-Forschungsprojekt stellt biobasiertes, biologisch abbaubares und nachhaltiges Plastik her"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Im Rahmen des EU-Projektes BIO-PLASTICS EUROPE arbeiten 22 wissenschaftliche und industrielle Projektpartner aus 13 L\u00e4ndern an nachhaltigen L\u00f6sungen f\u00fcr die Herstellung biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoffe, um nachhaltige und sichere Produkte auf den Markt zu bringen &#8211; von Mehrwegbesteck und Spielzeug \u00fcber Verpackungen bis hin zu Landwirtschaftsprodukten. Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) bringt dabei als wissenschaftlicher Partner gemeinsam mit Technologieexperten der Technischen Universit\u00e4t Graz sein materialwissenschaftliches Know-how in der Polymererzeugung ein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-scaled.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-129392\" width=\"330\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-scaled.jpeg 2560w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-300x200.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-150x100.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-768x512.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-2048x1365.jpeg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/image-44-400x267.jpeg 400w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>acib-Forscherin DI Dr. Anita Emmerstorfer-Augustin <strong>\u00a9<\/strong> acib GmbH<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Kunststoffe sind \u00fcberall. Als ein l\u00e4ngst wesentlicher Bestandteil des t\u00e4glichen Lebens steigt ihr Verbrauch kontinuierlich. Doch die vielen Vorteile von Plastik haben auch einen hohen Preis: Von der Gewinnung der Rohstoffe \u00fcber die Polymerproduktion bis zur Abfallbehandlung sind mit jedem Teil des Lebenszyklus von Plastik auch erhebliche negative Umweltauswirkungen verbunden. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Unser gro\u00dfes Ziel ist es, biobasierte, biologisch abbaubare, nachhaltige und sichere Materialien f\u00fcr die Herstellung unterschiedlicher Produkte bereitzustellen&#8221;, erkl\u00e4rt Anita Emmerstorfer-Augustin, Projektmanagerin und molekulare Biotechnologin am Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) in Graz.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Forscher konnten basierend auf f\u00fcnf unterschiedliche, biobasierte Materialien neue Kunststoffe entwickeln. &#8220;Die Besonderheit ist deren Bioabbaubarkeit&#8221;, erkl\u00e4rt Emmerstorfer-Augustin: &#8220;W\u00e4hrend viele bisher am Markt verf\u00fcgbaren Bioplastiksorten, zum Beispiel Polyyethylen, aus dem unter anderem Folien und Verpackungen gefertigt sind, auch biogenen Ursprungs sein k\u00f6nnen, hei\u00dft das nicht, dass sie auch bioabbaubar sind. Sie zersetzen sich also nicht zwangsl\u00e4ufig durch biologische Aktivit\u00e4t mithilfe von Mikroorganismen oder Enzymen, damit lediglich Wasser, Biomasse und Kohlenstoffdioxid zur\u00fcckbleibt.&#8221; Diese Abbaubarkeit und nachhaltigere Nutzung von Plastik w\u00e4re jedoch essenziell: H\u00e4ufig bleiben Plastiksorten in der Umwelt zur\u00fcck in Form von Abfall, Abrieb von Autoreifen, Kunstrasen und vielem mehr. Dem nicht genug, belasten auch gef\u00e4hrliche Stoffe wie Additive, welche die Eigenschaften von Kunststoffen verbessern sollen, die Natur und die Gesundheit der Menschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Unsere neuen Polymer-Materialien, sogenannte &#8216;Blends&#8217;, m\u00fcssen neben Bioabbaubarkeit auch weitere Eigenschaften mitbringen, welche wir im Labor charakterisieren. F\u00fcr die Herstellung variieren wir unter Einsatz diverser Additive die Prozessbedingungen wie zum Beispiel Temperatur und Druck. Am Endprodukt erproben wir dann die Bioabbaubarkeit mittels geeigneter Enzyme und bestimmen \u00fcber den Gewichtsverlust und das Vorhandensein diverser Abbauprodukte, wie gut das funktioniert&#8221;, so Emmerstorfer-Augustin.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es konnte gezeigt werden, dass die neuen Materialien, darunter Biopolyester- (PHB) und Naturkautschuk-Blends, viel elastischer und flexibler als herk\u00f6mmliche Bioplastiksorten sind. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Begleitend zur Herstellung haben wir im Projekt ein Sicherheitsprotokoll erstellt, um die sichere Verwendung und das End-of-Life-Management von biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen zu verbessern.&#8221; Derzeit werden diese Prototypen im Labor und in Feldversuchen auch auf ihre Toxizit\u00e4t hin getestet. &#8220;Toxizit\u00e4tstest, welche an der Medizinischen Universit\u00e4t Graz durchgef\u00fchrt wurden, zeigen, dass das von uns entwickelte Material unbedenklich ist&#8221;, erkl\u00e4rt die Forscherin.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mehrere hundert Gramm an biobasiertem, bioabbaubaren Plastikprototypen konnten bereits hergestellt werden. Eine Ausweitung der Produktion auf Industriema\u00dfstab ist geplant. Die ersten Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet und sollen dazu beitragen, viele Produkte in puncto Umwelt und Gesundheit zu verbessern. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8220;Ziel ist, dass wir unsere Erkenntnisse auf Mehrwegbesteck, Spielzeug, weiche und starre Verpackungen, landwirtschaftliche Folien und Geomembranen sowie Fischk\u00f6der und -kisten \u00fcbertragen&#8221;, so Emmerstorfer-Augustin.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber BIO-PLASTICS EUROPE&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>BIO-PLASTICS EUROPE entwickelt seit dem Start im Oktober 2019 mit 22 Projektpartnern aus 13 L\u00e4ndern nachhaltige L\u00f6sungen f\u00fcr die Herstellung und Verwendung biobasierter Kunststoffe und setzt die Ergebnisse um. Es wurden bisher 26 Forschungsarbeiten ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcnf Prototypen biobasierter Kunststoffe entwickelt und mit der Erstellung eines Sicherheitsprotokolls begonnen, um die sichere Verwendung und das End-of-Life-Management von biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen sicherzustellen. Derzeit werden diese Prototypen im Labor und in Feldversuchen getestet. Ziel des Projekts ist es, biobasierte, biologisch abbaubare, nachhaltige und sichere Materialien f\u00fcr die Herstellung verschiedenster Produkte wie Spielzeug, Fischkisten oder Mehrwegbesteck bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber acib<\/h3>\n\n\n\n<p>Das 2010 gegr\u00fcndete Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) entwickelt neue, umweltfreundlichere und \u00f6konomischere Prozesse f\u00fcr die Biotech-, Chemie- und Pharmaindustrie und verwendet daf\u00fcr die Methoden der Natur als Vorbild. Das internationale Forschungszentrum f\u00fcr industrielle Biotechnologie ist eine Non-Profit-Organisation mit weltweiten Standorten und Hauptsitz im \u00f6sterreichischen Graz. acib versteht sich als Partnerschaft von mehr als 150 Universit\u00e4ten und Unternehmen. acib-Eigent\u00fcmer sind die Universit\u00e4ten Innsbruck und Graz, die TU Graz, die BOKU Wien sowie Joanneum Research.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des EU-Projektes BIO-PLASTICS EUROPE arbeiten 22 wissenschaftliche und industrielle Projektpartner aus 13 L\u00e4ndern an nachhaltigen L\u00f6sungen f\u00fcr die Herstellung biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoffe, um nachhaltige und sichere Produkte auf den Markt zu bringen &#8211; von Mehrwegbesteck und Spielzeug \u00fcber Verpackungen bis hin zu Landwirtschaftsprodukten. 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