{"id":129321,"date":"2023-07-18T07:23:00","date_gmt":"2023-07-18T05:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=129321"},"modified":"2024-12-17T11:22:11","modified_gmt":"2024-12-17T10:22:11","slug":"gemeinsam-zu-mehr-nachhaltigkeit-in-der-chemieindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gemeinsam-zu-mehr-nachhaltigkeit-in-der-chemieindustrie\/","title":{"rendered":"Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit in der Chemieindustrie"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Immer mehr Unternehmen fragen sich, wie umweltvertr\u00e4glich ihre Lieferkette ist und welche Verbesserungspotenziale sich noch aussch\u00f6pfen lassen. So auch Kuraray Europe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tochtergesellschaft des japanischen Spezialchemieunternehmens mit Sitz in Hattersheim bei Frankfurt ist Anfang 2023 der vom Nova-Institut initiierten Renewable Carbon Initiative (RCI) beigetreten. Zudem hat der Hersteller bekannter Polymerfilm- und -fasermarken ein Lifecycle Assessment (LCA) durchf\u00fchren lassen, anhand dessen nachvollziehbar werden soll, wie gro\u00df der CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck der Produkte ist. J\u00f6rg Schappel, Director Safety, Health &amp; Sustainability bei&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.kuraray.eu\/de\" target=\"_blank\">Kuraray Europe<\/a>, erl\u00e4utert die Ergebnisse der LCA-Studie und die Nachhaltigkeitsstrategie seines Unternehmens und teilt seine Auffassung von der Zukunft der umweltfreundlichen Chemieindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p><em>CHEManager: Herr Schappel, Kuraray ist seit Jahresanfang Mitglied in der Renewable Carbon Initiative. Welches Ziel verfolgen Sie damit?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J\u00f6rg Schappel:&nbsp;<\/strong>Die Produkte der organischen Chemie bestehen zwingend aus Kohlenstoff, also muss es darum gehen, f\u00fcr diese Materialien keinen Kohlenstoff aus fossilen Quellen mehr zu verwenden. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/renewable-carbon-initiative.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00adRenew\u00adable Carbon Initiative<\/a>&nbsp;ist bestrebt, alternative Rohstoffwege aufzubauen und Alternativen zum Erd\u00f6l zu finden. Davon gibt es prinzipiell drei verschiedene: Zum einen biobasierende Alternativen, zum anderen Str\u00f6me direkt aus CO<sub>2<\/sub>&#8211; und Wasserstoff und drittens \u2013 und das d\u00fcrfte k\u00fcnftig die gr\u00f6\u00dfte Quelle sein \u2013 Recyclingstr\u00f6me. In der Nachhaltigkeitsinitiative sind viele Chemie\u00adunternehmen vertreten, aber zum Beispiel auch solche aus der Textilindustrie. Lego ist ebenfalls beigetreten. Dadurch, dass diese Initiative so breit aufgestellt ist und nicht nur ein Industriezweig involviert ist, findet sie auch Geh\u00f6r in Br\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Neue Rohstoffe aus Recyclingstr\u00f6men werden k\u00fcnftig den gr\u00f6\u00dften Anteil haben, k\u00f6nnen Sie das n\u00e4her erl\u00e4utern?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:<\/strong>&nbsp;Es gibt mehrere Studien, wie Rohstoffquellen f\u00fcr die chemische Industrie k\u00fcnftig aussehen k\u00f6nnten. So etwa werden biobasierte Materialien etwa 20 % Anteil vom Ganzen haben. Ungef\u00e4hr genauso viel werden CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und Wasserstoff einnehmen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil aber \u2013 also 60 % \u2013 wird aus mechanischen oder chemischen Recyclingstr\u00f6men kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geschlossene Rohstoffkreisl\u00e4ufe auch f\u00fcr Kunststoffe zu schaffen, ist eines der zentralen Ziele der Unternehmen, die sich in der RCI miteinander vernetzt haben, denn diese Recyclingstr\u00f6me kann kein Unternehmen allein aufbauen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Machbarkeit solcher alternativen Rohstoffquellen ist eine \u00adSache, ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit eine andere.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:&nbsp;<\/strong>Nachhaltig hergestellte Materialien sind nat\u00fcrlich teurer als erd\u00f6lbasierte \u2013 hier muss man genau nachsehen, inwieweit sich die Preise rechtfertigen. Denn die h\u00f6heren Kosten m\u00fcssen wir ja an die Kunden weiterberechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es besteht ein gro\u00dfes Interesse an nachhaltigen Alternativen, doch sind unsere Auftraggeber in der gegenw\u00e4rtigen Marktsituation mit gestiegenen Kosten f\u00fcr nachhaltige Materialien konfrontiert. Deshalb kommt es vorerst seltener zu einer Umstellung auf solche Materialien. Da die Kunden aber auch nachhaltiger werden m\u00fcssen, wird sich das k\u00fcnftig sicher \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was machen andere gro\u00dfe Chemie\u00adunternehmen in dieser Hinsicht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:<\/strong>&nbsp;Alle \u2013 ob nun eine Covestro oder eine BASF \u2013 sehen sich nach alternativen Rohstoffstr\u00f6men um. Viele Kunden der Chemieunternehmen haben bereits Scope-3-Ziele bis 2030 definiert, sodass auch wir bis 2030 etwas tun m\u00fcssen. Daher m\u00fcssen alle ihre Rohstoffe und ihre Energieerzeugung auf eine nachhaltige Basis stellen. Biobasierte oder anteilig biobasierte Materialien sind das, was derzeit haupts\u00e4chlich genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Prinzipiell sind die Themen in der Branche aber vielf\u00e4ltig. Vieles ist auch noch in der Entwicklung und die Prozesse dauern lang. F\u00fcr junge Kollegen ist dies h\u00e4ufig schwierig zu verstehen, und auch ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass manches schneller vorangeht. Aber vieles ist momentan noch im Forschungsstadium oder gerade mal in der Pilotphase, und wir sind von Technologien abh\u00e4ngig, die ebenfalls erst noch erarbeitet werden m\u00fcssen. Und das dauert eben. Ab 2030 wird das Ganze aber sicherlich Fahrt aufnehmen und in den gro\u00dfindustriellen Ma\u00dfstab \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"803\" height=\"527\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-129323\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23.png 803w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23-300x197.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23-150x98.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23-768x504.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.49.23-400x263.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 803px) 100vw, 803px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kuraray Europe, Tochtergesellschaft des japanischen Spezialchemieunternehmens mit Sitz in Hattersheim bei Frankfurt, ist Anfang 2023 der vom Nova-Institut initiierten Renewable Carbon Initiative (RCI) beigetreten. | \u00a9 Renewable Carbon Initiative<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><em>Sie haben k\u00fcrzlich eine Studie zum Lifecycle Assessment einiger \u00adKuraray-Produkte in Auftrag gegeben. Was war der Ausl\u00f6ser daf\u00fcr?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:&nbsp;<\/strong>Wir wissen, dass wir als Chemieunternehmen einen relevanten Carbon Footprint haben. Ziel dieses unabh\u00e4ngigen Assessments war es daher, die Nachhaltigkeit unserer Produkte einzusch\u00e4tzen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Insbesondere wollten wir f\u00fcr uns herausfinden, was unsere eigenen produktbezogenen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen \u2013 also die Scope-3-Emissionen \u2013 sind. Auch unsere Kunden fragen \u00fcbrigens explizit nach unserem \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck. Denn sie m\u00f6chten ja auch die eigenen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdr\u00fccke berechnen, was mit solchen Informationen exakter m\u00f6glich ist. Da wir selbst keine Expertise in diesem Bereich hatten, haben wir Sphera Solutions als Dienstleister mit ins Boot geholt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Weshalb ging es nur um die produktbezogenen Emissionen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:<\/strong>&nbsp;Es gibt ja drei verschiedene Scopes, die bei einer solchen Untersuchung betrachtet werden: Bei Scope 1 geht es um den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck, der im Unternehmen selbst durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht. Das spielt bei uns weniger eine Rolle, weil wir die Energien alle einkaufen. Das f\u00fchrt uns schon zu Scope 2: Dieses betrifft klimasch\u00e4dliche Gase, die bei den eingekauften Energien angefallen sind. Da wir von unseren Energielieferanten bereits entsprechende Informationen bekommen, k\u00f6nnen wir diese Emissionen aber schon seit l\u00e4ngerem selbst berechnen. Daher war dies auch nicht Teil der Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Scope 3 steht die Frage im Vordergrund, welche Faktoren den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck des Produkts haupts\u00e4chlich ausmachen und wie es mit der Umweltbelastung bei der Herstellung des Produkts aussieht. Genau das wollten wir herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Um welche Produkte ging es dabei?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel<\/strong>: Wir haben erst einmal mit den Produktionen in Frankfurt und Troisdorf gestartet, weil wir eine Idee davon bekommen wollten, woran wir in Deutschland besonders arbeiten m\u00fcssen, um unseren CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren. Das hei\u00dft, es ging um unseren Polyvinylalkohol der Marke Poval und die Polyvinylbutyralharze und -filme der Marken Mowital und Trosifol. Im Nachgang haben wir dann noch unsere Produktion im tschechischen Hole\u0161ov dazu genommen, wo wir ebenfalls PVB-Film herstellen. Somit ist unsere gesamte Produktion in Europa abgedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Faktoren wurden in der Studie untersucht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:&nbsp;<\/strong>Die Studie umfasste alles, was f\u00fcr die Herstellung des Produkts ben\u00f6tigt wird. Dazu geh\u00f6ren die Rohstoffe, die Kuraray bezieht, inklusive deren Transport. Auch die erforderlichen Energien und die sonstigen Hilfsmedien, die wir brauchen, flossen in die Berechnung mit ein \u2013 sei es das Wasser, das wir im Prozess verbrauchen oder der Stickstoff, der f\u00fcr die F\u00f6rderung n\u00f6tig ist. Ebenfalls wurde betrachtet, wieviel Abfall bei der Produktion entsteht. Hierbei wird unterschieden zwischen gef\u00e4hrlichem und nicht gef\u00e4hrlichem Abfall sowie den verschiedenen Abfallentsorgungswegen \u2013 sprich, ob der Abfall verbrannt oder anderweitig entsorgt wird. Und nat\u00fcrlich war auch die Abwasseraufbereitung Teil der Berechnung. Hier galt es zu ermitteln, wieviel Abwasser anf\u00e4llt und was in dem Abwasser, das wir abgeben, an Substanzen enthalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Erkenntnisse konnten Sie aus der Untersuchung gewinnen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:&nbsp;<\/strong>Mit Poval liegen wir bei 2,47 kg CO<sub>2<\/sub>&nbsp;pro Kilogramm PVOH \u2013 und damit sogar 30 % unter dem durchschnittlichen Datenbankwert von Sphera. Da Poval der Rohstoff f\u00fcr PVB ist und dieses wiederum der Rohstoff f\u00fcr die PVB-Filmproduk\u00adtion, ziehen sich die sehr guten Werte durch alle in der Studie gepr\u00fcften Produkte und sind besser als diejenigen vieler unserer Wettbewerber.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim PVB-Harz hat die Abwasseraufbereitung durchaus Einfluss auf den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck, weil hier die Abwasserfracht sehr hoch ist und das Abwasser noch viele Inhaltsstoffe enth\u00e4lt. Wasser ist das L\u00f6sungsmittel, daher ergeben sich in Konsequenz h\u00f6here Abwasserstr\u00f6me pro Tag. Umgekehrt haben wir gelernt, dass der Transport in Sachen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Das war f\u00fcr uns \u00fcberraschend, denn f\u00fcr unsere PVB-Filmherstellung in Troisdorf zum Beispiel wird in Frankfurt produziertes PVB nach Troisdorf transportiert. Dennoch ist der Einfluss der Fahrten auf unseren CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck kleiner als 1 %. Dass der Transport nur einen geringen Teil der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen ausmacht, scheint in der chemischen Industrie aber normal zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Inwiefern zahlt diese Studie auf das Gesamtziel von Kuraray ein, nachhaltiger zu werden und CO<sub>2<\/sub>&nbsp;zu reduzieren?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:&nbsp;<\/strong>Momentan handelt es sich erst einmal um eine Bestandsaufnahme. Bisher sind nur die Ziele f\u00fcr Scope 1 und 2 bis 2030 definiert \u2013 und nat\u00fcrlich unsere Netto-Klimaneutralit\u00e4t bis zum Jahr 2050. Bei Scope 3 sind wir gerade noch dabei, unseren Fu\u00dfabdruck zu berechnen und zu analysieren, was wir tun k\u00f6nnen, um diesen zu reduzieren. Was aber schon klar ist, ist, dass die Haupteinflussfaktoren die Rohstoffe und die Energien sind \u2013 egal, welches Produkt man sich ansieht. Gerade bei PVOH etwa macht der Dampf schon knapp ein Drittel der Emissionen aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis Ende 2023\/Anfang 2024 soll alles berechnet sein. Diese Werte wollen wir dann entsprechend zertifizieren lassen, und dann k\u00f6nnen wir konkrete Ziele f\u00fcr die Emissionsreduktion f\u00fcr Scope 3 festlegen. Nat\u00fcrlich schaffen wir es nicht allein, unseren Fu\u00dfabdruck zu verkleinern. Da brauchen wir auch unsere Lieferanten und Dienstleister. Nachhaltigkeit geht nur gemeinsam, keiner wird allein die Welt retten.<br>Das ist auch einer der Gr\u00fcnde, weshalb wir den&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.process4sustainability.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Process4Sustainability Cluster<\/a>&nbsp;des Industrieparks H\u00f6chst mitgegr\u00fcndet haben. Das gemeinsame Ziel ist es, innovative L\u00f6sungen zu erarbeiten, die Energie sparen und Ressourcen schonen, um bis 2045 die f\u00fcr Deutschland angestrebte CO<sub>2<\/sub>-Neutralit\u00e4t zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was ist bei Kuraray denn k\u00fcnftig in Sachen Nachhaltigkeit geplant?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>J. Schappel:<\/strong>&nbsp;Jetzt geht die Arbeit eigentlich erst richtig los. Die Studie war ja erst einmal eine Bestandsaufnahme. Beispielsweise gibt es auf dem Energiesektor Aktivit\u00e4ten in der Kuraray-Gruppe: Hier nehmen wir gerade den Einkauf von gr\u00fcnem Strom unter die Lupe. Ziel ist es, die Emissionen nicht \u00fcber ein Zertifikat zu kompensieren, sondern von vorneherein gr\u00fcnen Strom zu nutzen, etwa indem man sich in einen Windpark einkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der f\u00fcr die Herstellung der Produkte ben\u00f6tigte Dampf wird genauer untersucht. Momentan wird er aus Erdgas hergestellt \u2013 daf\u00fcr Alternativen zu finden, ist anspruchsvoll. M\u00f6glich w\u00e4re aber etwa die elektrische Dampferzeugung \u2013 oder eben die Nutzung gr\u00fcner Rohstoffe wie Biogas, die das Erdgas ersetzen. Ebenfalls m\u00f6glich: synthetisches Methan aus CO<sub>2<\/sub>&nbsp;und Wasserstoff. Das muss man sich auch als Alternative ansehen, auch wenn es erst noch in der Entwicklung ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"687\" height=\"523\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.50.18.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-129324\" style=\"width:330px\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.50.18.png 687w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.50.18-300x228.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.50.18-150x114.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/07\/Screenshot-2023-07-13-at-09.50.18-355x270.png 355w\" sizes=\"auto, (max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">J\u00f6rg Schappel, Director Safety, Health &amp; Sustainability, Kuraray Europe | \u00a9 Kuraray Europe<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zur Person<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>J\u00f6rg Schappel<\/strong>&nbsp;studierte Chemie an der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena und trat nach der Promotion in Makromolekularer Chemie im Jahr 2006 als stellv. Betriebsleiter bei Kuraray ein. In den folgenden Jahren bekleidete er mehrere Positionen mit steigender Verantwortung, u.a. im Projekt- und Qualit\u00e4tsmanagement und \u00fcbernahm 2020 die Leitung f\u00fcr QHSE &amp; Product Steward\u00adship, bevor er im Februar 2023 Director Safety, Health &amp; Sustainability von Kuraray Europe wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Unternehmen fragen sich, wie umweltvertr\u00e4glich ihre Lieferkette ist und welche Verbesserungspotenziale sich noch aussch\u00f6pfen lassen. So auch Kuraray Europe. Die Tochtergesellschaft des japanischen Spezialchemieunternehmens mit Sitz in Hattersheim bei Frankfurt ist Anfang 2023 der vom Nova-Institut initiierten Renewable Carbon Initiative (RCI) beigetreten. 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