{"id":12931,"date":"2012-05-03T00:00:00","date_gmt":"2012-05-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120503-01n"},"modified":"2014-07-25T14:09:25","modified_gmt":"2014-07-25T12:09:25","slug":"neue-konzepte-fuer-die-nachhaltige-nutzung-von-holz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-konzepte-fuer-die-nachhaltige-nutzung-von-holz\/","title":{"rendered":"Neue Konzepte f\u00fcr die nachhaltige Nutzung von Holz:"},"content":{"rendered":"<p><b>Das nova-Institut stellte in Langenbach bei Kirburg das EU-Projekt BIOCORE Vertretern der regionalen Holzindustrie vor. BIOCORE ist eines der drei gro\u00dfen Bioraffinerie-Projekte, die im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogamms der EU gef\u00f6rdert werden. Die Idee: Biomasse wie Stroh oder Holz sollen besonders effizient f\u00fcr die Produktion von Chemikalien und Kunststoffen genutzt werden.<\/b><\/p>\n<p>Das nova-Institut aus H\u00fcrth im Rheinland entwickelt im EU-Projekt BIOCORE eine Fallstudie f\u00fcr eine Bioraffinerie. Im Rahmen dieser Fallstudie f\u00fchren die Projektpartner CIMV, ECN und VTT in den kommenden Monaten Untersuchungen mit verschiedenen Rohstoffen durch.<\/p>\n<p>In diesem Kontext stellte das nova-Institut am 28. Februar 2012 in Langenbach bei Kirburg das EU-Projekt BIOCORE Vertretern der regionalen Holzindustrie vor. BIOCORE ist eines der drei gro\u00dfen Bioraffinerie-Projekte, die im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogamms der EU gef\u00f6rdert werden. Die Idee: Biomasse wie Stroh oder Holz sollen besonders effizient f\u00fcr die Produktion von Chemikalien und Kunststoffen genutzt werden. Heutige Raffinerien nutzen Erd\u00f6l und Erdgas um daraus Bausteine f\u00fcr die Chemie- und Kunststoffindustrie sowie Kraftstoffindustrie bereitzustellen. Dies ist nicht nur eine Quelle f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und damit eine Ursache des Klimawandels, sondern bei steigenden Erd\u00f6lpreisen auch ein Zukunftsrisiko f\u00fcr eine Vielzahl von Industrien.<\/p>\n<p>Im Projekt BIOCORE wird die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette vom Rohstoff Biomasse bis hin zu einer Vielzahl an Zwischen- und Endprodukten, wie z.B. bio-basierte Kunststoffe und Klebstoffe untersucht. Am Beginn des Prozesses steht ein patentiertes Organosolv-Verfahren des franz\u00f6sischen Unternehmens CIMV (Compagnie Industrielle de la Mati\u00e8re V\u00e9g\u00e9tale), welches die Biomasse in die drei Hauptkomponenten Cellulose, Hemicellulosen und Lignin fraktioniert. Diese Komponenten werden durch biotechnologische und (thermo-) chemische Prozesse, die im Projekt entwickelt und optimiert werden, in eine Vielzahl von Produkten umgewandelt. Diese Prozesse werden schlie\u00dflich einer \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Nachhaltigkeitsbewertung unterzogen.<\/p>\n<p>Um das neue Konzept der Bioraffinerie so konkret wie m\u00f6glich zu entwickeln und zu bewerten, werden vier Fallstudien durchgef\u00fchrt, die jeweils ein bestimmtes Einzugsgebiet f\u00fcr die Biomasseversorgung und einen bestimmten Biomasse-Mix annehmen. Neben Regionen in Frankreich (Weizenstroh), Ungarn (Kurzumtriebsholz, Weizenstroh und Laubholz), Indien (Reis- und Weizenstroh) wurde auch eine Region in Deutschland ausgew\u00e4hlt f\u00fcr die die Versorgung einer Bioraffinerie mit Laub- und evtl. Nadelholz untersucht wird.<\/p>\n<p>Diese Region umfasst Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland, da hier europaweit die gr\u00f6\u00dften Zuw\u00e4chse an Laubholz identifiziert wurden. Um das Konzept regionalen Akteuren vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren, veranstaltete das nova-Institut am 28. Februar 2012 im Schulungszentrum des Unternehmens Mann Energie in Langenbach bei Kirburg (Westerwald) einen Workshop an dem Vertreter der Holzpelletbranche (Westerw\u00e4lder Holzpellets, German Pellets), der S\u00e4gewerke (Ilim Timber, van Roje), der privaten Waldbesitzer (Hatzfeldt-Wildenburg) sowie der Landesforsten Rheinland-Pfalz teilnahmen.<\/p>\n<p>Das Interesse an der neuen Technologie war gro\u00df, vor allem weil sich hier eine neue potenzielle Absatzquelle f\u00fcr Holz auftun k\u00f6nnte die den wertvollen Rohstoff Holz besonders effizient nutzt und hohe regionale Wertsch\u00f6pfung erm\u00f6glicht. Dies passt gut zur Strategie der Holzindustrie, ihren Rohstoff m\u00f6glichst nachhaltig, effizient, regional und mit hoher Wertsch\u00f6pfung zu nutzen. Heute werden gro\u00dfe Mengen Holz aus der genannten Region exportiert. Diese Mengen k\u00f6nnten so regional in Wert gesetzt werden.<\/p>\n<p>Bis es allerdings so weit ist, werden noch einige Jahre vergehen. Wann die neuen Technologien marktreif und konkurrenzf\u00e4hig sind, liegt auch am Erd\u00f6lpreis. Wenn es aber so weit ist, geht von der Fallstudie schon heute das Signal aus: Unsere Region ist bestens geeignet. Die Fallstudie nimmt einen Biomassebedarf einer Anlage von 150.000 t Trockenmasse (TM) an, was bei einem durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Einschlag von etwa 7 Mio. t TM gerade einmal 2% ausmacht. W\u00e4hrend die Konkurrenz um den Rohstoff Holz selbstverst\u00e4ndlich bereits in den letzten Jahren an Sch\u00e4rfe gewonnen hat, wird es zuk\u00fcnftig gerade deshalb darum gehen, diesen knappen Rohstoff m\u00f6glichst nachhaltig und mit hoher Wertsch\u00f6pfung zu nutzen. Hierzu bietet die Bioraffinerie-Technologie interessante Perspektiven. Die ausgew\u00e4hlte Region ist zudem optimal an die gro\u00dfen Chemiestandorte im Raum K\u00f6ln, Leverkusen, D\u00fcsseldorf und Frankfurt angebunden, so dass sich Rohstoffanbieter und Produktabnehmer optimal erg\u00e4nzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bereits bekannt ist, dass sich Laubholz sehr gut mit der CIMV-Technologie raffinierten l\u00e4sst, bestehen noch Schwierigkeiten bei der Raffination von Nadelholz. Jedoch k\u00f6nnte die Rohstoffbasis erheblich erweitert werden, wenn auch Nadelholz im Prozess genutzt werden k\u00f6nnte, da Nadelb\u00e4ume immerhin 43% der Waldfl\u00e4che in der Fallstudienregion ausmachen. Daher f\u00fchren die Projektpartner CIMV (Frankreich), ECN (Niederlande) und VTT (Finnland) in den kommenden Monaten Untersuchungen mit verschiedenen Rohstoffen aus Nadelholz durch.<\/p>\n<p>Diese Pressemitteilung als PDF:\u00a0<a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/12-05-03_pm_biocore_de.pdf\">12-05-03_pm_biocore_de<\/a><\/p>\n<p><b>V.i.S.d.P.:<\/b><br \/>\nDipl.-Phys. Michael Carus (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer)\u2028 nova-Institut GmbH\u2028, Chemiepark Knapsack\u2028, Industriestra\u00dfe 300,<br \/>\n50354 H\u00fcrth (Deutschland)\u2028, <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.eu\/\">www.nova-institut.eu<\/a>\u2028, <a href=\"mailto:contact@nova-institut.de\">contact@nova-institut.de<\/a>, +49 (0) 2233-48 14 40<\/p>\n<p><b>Ein Foto des Workshops vom 28. Februar 2012 kann unter folgendem Link heruntergeladen werden (bitte beachten Sie die Quellenangabe des Bildes): <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/pdf\/Stakeholder-Meeting.jpg\">www.nova-institut.de\/pdf\/Stakeholder-Meeting.jpg<\/a>.<\/b><\/p>\n<p>\u2022 Stakeholder-Workshop (v.l.n.r): Dr. Stephan Piotrowski (nova-Institut GmbH), Till Eismann (German Pellets), Horst Womelsdorf (Landesforsten Rheinland-Pfalz), Dr. Norbert Heidingsfeld (Landesforsten Rheinland-Pfalz), Bj\u00f6rn Stelter (Hatzfeldt-Wildenburg\u2019sche Verwaltung), Oliver M\u00fchmel (van Roje), Markus Mann (Westerw\u00e4lder Holzpellets), Hauke Jungjohann (Ilim Timber). (Photo: nova-Institut)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das nova-Institut stellte in Langenbach bei Kirburg das EU-Projekt BIOCORE Vertretern der regionalen Holzindustrie vor. 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