{"id":12896,"date":"2012-01-17T00:00:00","date_gmt":"2012-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120117-08n"},"modified":"2012-01-17T00:00:00","modified_gmt":"2012-01-16T22:00:00","slug":"forschungsprojekt-moechte-die-kartoffel-als-energiepflanze-fit-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungsprojekt-moechte-die-kartoffel-als-energiepflanze-fit-machen\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt m\u00f6chte die Kartoffel als Energiepflanze fit machen"},"content":{"rendered":"<p><b>Kartoffeln zum Essen in gekochtem oder gebratenem Zustand oder in Form von Chips, Pommes frites, Gratin, P\u00fcree u.v.m. kennt jeder. Als nachwachsende Rohstoffe sind sie weniger bekannt. Hier spielen sie als Lieferanten von Kartoffelst\u00e4rke, die als Rohstoff in der Papier- und Kunststoffindustrie und bei der Herstellung von Leimen eingesetzt werden, eine wichtige Rolle. Kaum beachtet ist bisher, dass Kartoffeln als Substrat in Biogasanlagen zur Energiegewinnung gro\u00dfe Vorteile aufweisen. So lockern sie die zurzeit stark maislastigen Fruchtfolgen auf. Ein dreij\u00e4hriges, von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gef\u00f6rdertes Forschungsvorhaben soll nun das z\u00fcchterische Potenzial von St\u00e4rkekartoffeln verbessern, um sie als erneuerbare Energietr\u00e4ger wettbewerbsf\u00e4hig zu machen. Projektpartner sind neben dem Julius K\u00fchn-Institut (JKI) das Leibniz-Institut f\u00fcr Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) sowie ein Kartoffelsaatzuchtunternehmen.<\/b> <\/p>\n<p>Ziel ist es, Kartoffeln zu erhalten, die sehr hohe St\u00e4rkegehalte mit einer dauerhaften Widerstandsf\u00e4higkeit gegen die am meisten gef\u00fcrchtete Kartoffelkrankheit, die Kraut- und Knollenf\u00e4ule (<i>Phytophthora infestans<\/i>), vereinen. &#8220;Mit den daraus gez\u00fcchteten optimal angepassten Sorten kann die Kartoffel mit Mais und anderen Substraten konkurrieren&#8221;, so Dr. Thilo Hammann vom Julius K\u00fchn-Institut. Unter den vorherrschenden Klima- und Bodenbedingungen Nordwesteuropas liefert die Kartoffel die h\u00f6chsten Ertr\u00e4ge an nutzbaren Kohlenhydraten. Gerade auf weniger guten B\u00f6den ist sie dem Mais oder der Zuckerr\u00fcbe ebenb\u00fcrtig, wenn nicht gar \u00fcberlegen.<br \/>Als Energiepflanze ben\u00f6tigen Kartoffeln andere Eigenschaften als St\u00e4rke- oder Speisekartoffeln. Am JKI-Standort Gro\u00df L\u00fcsewitz werden daher aktuelle Sortenzuchtst\u00e4mme mit Kartoffelklonen aus dem JKI-Prebreeding-Programm gekreuzt, die eine hohe quantitative Widerstandsf\u00e4higkeit gegen den Erreger der Kraut- und Knollenf\u00e4ule aufweisen. Das Gleiche geschieht mit st\u00e4rkereichen Landsorten aus der IPK-Genbank. Mit Hilfe einer genetischen Assoziationsstudie wollen die Wissenschaftler molekulare Marker f\u00fcr die z\u00fcchterische Selektion auf dauerhafte Widerstandsf\u00e4higkeit gegen <i>P. infestans<\/i> und hohe St\u00e4rkegehalte entwickeln. Des Weiteren wird das Lagerungsverhalten ausgew\u00e4hlter St\u00e4rkesorten erfasst.<\/p>\n<p>Kann die Resistenz dauerhaft verbessert werden, verringern sich die Kosten zur Krankheitsbek\u00e4mpfung und erh\u00f6hen so die Wirtschaftlichkeit des Rohstoffes Kartoffel. Gleichzeitig gelingt so ein positiver Beitrag zur Nachhaltigkeit beim Anbau nachwachsender Rohstoffe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Kartoffeln zum Essen in gekochtem oder gebratenem Zustand oder in Form von Chips, Pommes frites, Gratin, P&uuml;ree u.v.m. kennt jeder. 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