{"id":12869,"date":"2012-02-02T00:00:00","date_gmt":"2012-02-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120202-01n"},"modified":"2012-02-02T00:00:00","modified_gmt":"2012-02-01T22:00:00","slug":"recycling-von-polylactid-pla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/recycling-von-polylactid-pla\/","title":{"rendered":"Recycling von Polylactid (PLA)"},"content":{"rendered":"<p><b>Polylactid (PLA) ist ein Kunststoff aus erneuerbaren Ressourcen und eine Alternative zu den fossilen Kunststoffen. Derzeit ist PLA nur in geringen Mengen verf\u00fcgbar und ist demzufolge vergleichsweise teuer. In einem europaweiten Forschungsprojekt besch\u00e4ftigt sich das Institut f\u00fcr Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen mit der Bewertung der Recyclingf\u00e4higkeit von PLA. Ziel ist es, die Markteinf\u00fchrung von PLA zu vereinfachen und so eine \u00f6kologisch und \u00f6konomisch nachhaltige Produktion von Kunststoffverpackungen zu forcieren.<\/b><\/p>\n<p><b>IKV untersucht Extrusion von PLA auf Flachfolienanlage<\/b><br \/>Das IKV untersucht die Extrusion des Materials auf einer Flachfolienanlage. Durch mehrfache Extrusion wird die h\u00e4ufige Belastung des Werkstoffs getestet, die bei einem internen Recyclingkreislauf zu erwarten ist. Weitere Versuchsreihen sollen die f\u00fcr industrielle Anwendungen typischen Recyclingmethoden nachbilden. Das Rezyklat wird beispielsweise mit unterschiedlichen Mengenanteilen Neuware gemischt und anschlie\u00dfend auf der Extrusionslinie verarbeitet. Um den Prozessschritt der Vortrocknung einzusparen, wird die Verarbeitung mit Schmelzeentgasung untersucht. Insbesondere bei der Produktion von Lebensmittelverpackungen ist der Kontakt zwischen Packgut und Rezyklat zu vermeiden. Dazu wird ein mehrschichtiger Folienverbund hergestellt, bei dem das Rezyklat lediglich in der mittleren Schicht eingesetzt wird. <\/p>\n<p>Das Projekt wird im Rahmen des europ\u00e4ischen Forschungsprogramms CORNET mit drei Projektpartnern durchgef\u00fchrt. Das Vlaams Kunststofcentrum, Kortrijk, Belgien, analysiert das Spritzgie\u00dfen, das Deutsche Kunststoffinstitut, Darmstadt, analysiert die chemischen Eigenschaften der PLA-Produkte und das Institut Celabor, Herve, Belgien, die physikalischen Eigenschaften. Eine Analyse der \u00d6kobilanz wird Aufschluss \u00fcber die Nachhaltigkeit der untersuchten Recyclingm\u00f6glichkeiten geben.<\/p>\n<p>Erste Untersuchungen zeigen, dass die Feuchtigkeit des Rohstoffs gro\u00dfen Einfluss auf die Prozessstabilit\u00e4t und die Produktqualit\u00e4t aus\u00fcbt. Die Feuchtigkeit des PLA ist daher gering zu halten, da ansonsten ein starker Molekulargewichtsabbau des Polymers durch Hydrolyse stattfindet. Es zeigt sich, dass die Vortrocknung oder die Entgasung w\u00e4hrend der Verarbeitung geeignet sind, um die Feuchtigkeit zu kontrollieren. Die Untersuchungsergebnisse werden zum Projektabschluss in Leitf\u00e4den einflie\u00dfen, die dem Verarbeiter die Verarbeitung von PLA-Recyclaten erm\u00f6glichen werden.<\/p>\n<p>Beim 26. Internationalen Kunststofftechnischen Kolloquium am 7. und 8. M\u00e4rz in Aachen werden die dargestellten Forschungsarbeiten in einem Vortrag diskutiert. Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.ikv-kolloquium.de\/\" >www.ikv-kolloquium.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ikv-aachen.de\/\" >www.ikv-aachen.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Polylactid (PLA) ist ein Kunststoff aus erneuerbaren Ressourcen und eine Alternative zu den fossilen Kunststoffen. 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