{"id":128517,"date":"2023-06-26T07:20:00","date_gmt":"2023-06-26T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=128517"},"modified":"2023-06-20T10:45:59","modified_gmt":"2023-06-20T08:45:59","slug":"chemisches-recycling-als-reset-taste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chemisches-recycling-als-reset-taste\/","title":{"rendered":"Chemisches Recycling als Reset-Taste"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Reduziert chemisches Recycling in einer Gesamt\u00f6kobilanz tats\u00e4chlich Treibhausgasemissionen? Welchen Stellenwert hat chemisches Recycling im Vergleich zu mechanischen Verfahren und der thermischen Verwertung?<\/p>\n\n\n\n<p>Das chemische Recycling wird derzeit stark diskutiert. In der Diskussion hat man gelegentlich den Eindruck, \u201eChemische Recycler\u201c tragen mit \u201eMechanischen Recyclern\u201c einen Wettstreit aus \u2013 um dieselben Abfallrohstoffe, politische Anerkennung, bessere \u00d6kobilanzen. In diesem Kontext hat die K-ZEITUNG Heikki F\u00e4rkkil\u00e4, Vice President Chemical Recycling bei Neste Renewable Polymers, interviewt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit dem mechanischen Recycling und der rein energetischen Verwertung gibt es etablierte Verfahren im Umgang mit Kunststoffabf\u00e4llen. Warum braucht es das chemische Recycling?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heikki F\u00e4rkkil\u00e4: Heutzutage wird die \u00fcberwiegende Mehrheit an Kunststoffen aus fossilen Ressourcen hergestellt. Die Verbrennung von Kunststoffabf\u00e4llen mit Energier\u00fcckgewinnung ist daher im Grunde genommen gleichbedeutend mit der Verbrennung fossiler Ressourcen, die einen kurzen Umweg als Kunststoffprodukte genommen haben. Aus klimatechnischer Sicht ist die Verbrennung von Kunststoffabf\u00e4llen daher nicht w\u00fcnschenswert. Sie f\u00fchrt zu erheblichen Treibhausgasemissionen. Da sowohl bei der Strom- als auch bei der W\u00e4rmeerzeugung Fortschritte in Richtung emissionsfreier Alternativen gemacht werden, \u00fcberzeugt der Ansatz immer weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem Materialien durch Recycling im Kreislauf gehalten werden, k\u00f6nnen das Verbrennen und andere Szenarien wie die Deponierung oder \u2013 im schlimmsten Fall \u2013 die Verm\u00fcllung der Umwelt vermieden werden. Das mechanische Recycling ist in der Tat eine effiziente und bew\u00e4hrte Methode, um dies zu erreichen. Sie hat aber ihre Grenzen. Es gibt Abfallstr\u00f6me, die nur sehr schwer oder gar nicht mechanisch verwertet werden k\u00f6nnen. Zudem gibt es Anwendungen im Bereich Medizin oder Lebensmittelkontakt, die aus Gr\u00fcnden der Qualit\u00e4t und Reinheit nicht mit mechanisch recyceltem Material abgedeckt werden k\u00f6nnen. Bei anderen Anwendungen muss das recycelte Material mit neuen Kunststoffen gemischt werden, um die gew\u00fcnschte Qualit\u00e4t zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>In all diesen F\u00e4llen kann das chemische Recycling ansetzen, indem es die Palette der recycelbaren Abf\u00e4lle erweitert, den Einsatz von Rezyklaten in sensiblen Anwendungen erm\u00f6glicht und neue Kunststoffe in den Mischungen durch rezyklierte Kunststoffe ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-128519\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5.png 820w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5-225x300.png 225w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5-768x1024.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5-113x150.png 113w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-5-203x270.png 203w\" sizes=\"(max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><figcaption>Heikki F\u00e4rkkil\u00e4, Vice President Chemical Recycling bei Neste Renewable Polymers and Chemicals. <strong>\u00a9<\/strong> Neste<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kritiker sagen, chemisches Recycling sei sehr energieintensiv und die Materialausbeute gering, es sollte seitens der politischen Entscheider daher nicht als Recycling anerkannt und gef\u00f6rdert werden. Welche Argumente lassen sich gegen diese Kritiker anf\u00fchren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Zweifellos ist das chemische Recycling energieintensiver als das mechanische. Allerdings werden dabei auch andere Abfallstr\u00f6me verarbeitet und andere Produkte hergestellt, indem schwer zu recycelnde Kunststoffabf\u00e4lle zu neuwertigen Rohstoffen f\u00fcr neue Kunststoffe verarbeitet werden. Was die Energieintensit\u00e4t betrifft, so k\u00f6nnen Verfl\u00fcssigungsverfahren auf Pyrolysebasis den gr\u00f6\u00dften Teil der ben\u00f6tigten Energie aus nicht kondensierbaren Gasen beziehen, die als Nebenstrom aus dem Abfall selbst entstehen. Dadurch wird der Bedarf an zus\u00e4tzlicher Energie minimiert. Was die Ausbeute anbelangt, so k\u00f6nnen bis zu 85 Prozent des Polymeranteils von Altkunststoffen in Pyrolyse\u00f6l umgewandelt werden, das dann in sehr effizienten, gro\u00dftechnischen Raffinerien zu Ausgangsmaterial f\u00fcr neue Kunststoffe weiterverarbeitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei der abschlie\u00dfenden Bewertung z\u00e4hlt am Ende die \u00d6kobilanz der einzelnen Verfahren. Gibt es bereits anerkannte \u00d6kobilanzen f\u00fcr das chemische Recycling und wenn ja, wie schneidet es im Vergleich zur energetischen Verwertung ab? Es gibt Stimmen, die behaupten, Abfall minderer Qualit\u00e4t in Zementfabriken zu verheizen sei die bessere Wahl.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Wir haben eine extern gepr\u00fcfte LCA-Studie f\u00fcr Nestes Ansatz zum chemischen Recycling durchgef\u00fchrt. Sie zeigt, dass das chemische Recycling nicht nur einen Mehrwert f\u00fcr Kunststoffabf\u00e4lle schafft und fossile Ressourcen durch recyceltes Material ersetzt, sondern auch Treibhausgasemissionen im Vergleich zum bestehenden System einspart: Tats\u00e4chlich sind unsere recycelten Rohstoffe mit fast 40 % weniger Treibhausgasemissionen verbunden als die Kombination aus fossilen Rohstoffen und der Verbrennung von Kunststoffabf\u00e4llen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Ergebnisse stimmen im Allgemeinen auch mit \u00d6kobilanzen anderer Industrieunternehmen sowie mit einer Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission \u00fcberein \u2013 obwohl zu beachten ist, dass \u00d6kobilanzen aufgrund von Unterschieden bei den zugrunde liegenden Daten und dem Umfang der Analyse oft schwer zu vergleichen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des chemischen Recyclings k\u00f6nnten verschiedene Arten von Mischkunststoffabf\u00e4llen verarbeitet werden, doch um hohe Ausbeuten bei vertretbarem Energieeinsatz zu erzielen, sind halbwegs saubere und homogene Kunststoffabf\u00e4lle erforderlich. Konkurrieren chemische und mechanische Recycler letztlich doch um qualitativ hochwertige Abf\u00e4lle?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Wenn Kunststoffabf\u00e4lle f\u00fcr das mechanische Recycling in Frage kommen, sollten sie auch mechanisch recycelt werden. Alles andere w\u00e4re wirtschaftlicher Unsinn. Es stimmt allerdings, dass auch das chemische Recycling nicht jedes Material annehmen kann. Wir werden uns vor allem mit Polyolefinen befassen, die aufgrund von Verunreinigungen, Farbstoffen, Mehrschicht- oder Multimaterialstrukturen und \u00e4hnlichem einen geringen oder gar keinen Wert f\u00fcr das werkstoffliche Recycling haben. Neste erweitert die Palette der chemisch recycelbaren Materialien, indem es im Rahmen des vom EU-Innovationsfonds gef\u00f6rderten Projekts \u201a<a href=\"https:\/\/www.neste.com\/products\/all-products\/plastics\/combating-plastic-pollution\/project-pulse\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pulse<\/a>\u2018 eigene Verarbeitungstechnologien einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Abfallfraktionen w\u00fcrde auch ein chemischer Recycler letztlich nicht mehr verwerten wollen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Chlor geh\u00f6rt zu den Stoffen, die bei chemischen Recyclingverfahren Schwierigkeiten bereiten. Daher werden Materialien wie PVC weiterhin auf eine Recyclingl\u00f6sung warten m\u00fcssen. Wir w\u00fcrden auch PET aussortieren, weil es hier bereits eine gut funktionierende Recyclingkette gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, dass Sie in Ihrer Frage von \u201cnicht mehr\u201d sprechen: Jedes Mal, wenn ein Material mechanisch recycelt wird, nimmt die Qualit\u00e4t etwas ab, was dazu f\u00fchrt, dass es auf diesem Wege nicht unendlich oft recycelt werden kann. Das chemische Recycling bietet im Grunde eine Reset-Taste, die die Qualit\u00e4t des Materials wiederherstellt, so dass dieses dann wieder mehrmals mechanisch recycelt werden kann. Das unterstreicht einmal mehr die Komplementarit\u00e4t beider Wege.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chemisches Recycling gilt aufgrund der Vorverarbeitung, des Energiebedarfs und des Einsatzes von Chemikalien\/Katalysatoren als kostspielig. Unter welchen Voraussetzungen l\u00e4sst sich chemisches Recycling wirtschaftlich betreiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Die Kostenfrage hat uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen: mit dem R\u00fccken zur Wand gegen den Klimawandel. Nicht nur bei Kunststoffen haben wir den scheinbar billigen fossilen Weg gew\u00e4hlt. Aber fossile Ressourcen sind nur deshalb billig, weil wir die Folgekosten ignorieren. Ja, nachhaltigere Alternativen sind in den meisten F\u00e4llen teurer, aber sie sind eben auch nachhaltiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise gibt es bekannte Marken und ein wachsendes Segment von Verbrauchern, die bereit sind, auf nachhaltigere L\u00f6sungen Wert zu legen. Gleichzeitig entwickelt sich auch die Regulierung, die notwendig ist, um die Einf\u00fchrung neuer L\u00f6sungen f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Generell erwarten wir, dass die Kosten f\u00fcr das chemische Recycling mit der Lernkurve der Technologie und den steigenden Mengen sinken werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"820\" height=\"615\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-128520\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6.png 820w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6-300x225.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6-150x113.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6-768x576.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/image-6-360x270.png 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><figcaption>Neste plant, verfl\u00fcssigten Kunststoffabfall als Rohstoff in seiner Raffinerie f\u00fcr fossile \u00d6le zu verwenden, um ihn zu hochwertigem Drop-in-Rohstoff f\u00fcr die Produktion neuer Kunststoffe aufzuwerten. <strong>\u00a9<\/strong> Neste<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sind in Europa bereits Anlagen in einem industriellen Ma\u00dfstab in Betrieb?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Derzeit befindet sich das chemische Recycling noch in einer Phase der Kommerzialisierung und Ausweitung, wobei mehrere Verfl\u00fcssigungsprojekte im Gange sind. Als Neste raffinieren wir seit 2020 fl\u00fcssige Altkunststoffe in unserer Raffinerie in Finnland. F\u00fcr unser Projekt Pulse haben wir einen Zuschuss aus dem EU-Innovationsfonds in H\u00f6he von 135 Millionen Euro erhalten, um die Raffineriekapazit\u00e4ten weiter auszubauen. Wir streben dort eine Kapazit\u00e4t von 400.000 Jahrestonnen an. Dies ist ein Schritt in Richtung unseres Ziels, ab 2030 j\u00e4hrlich mehr als eine Million Tonnen Altkunststoff zu verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kunststofferzeuger mischen fossile und nicht-fossile Rohstoffe in ihren Prozessen und ordnen \u00fcber eine Massenbilanz die nicht-fossilen Mengen ganz bestimmten Endprodukten zu. Dies geschieht sogar \u00fcber einzelne Produktkategorien und Standortgrenzen hinweg. Die Gefahr des Greenwashing ist gro\u00df. Untergr\u00e4bt dies nicht die Anerkennung des chemischen Recyclings?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Massenbilanzierung ist ein g\u00e4ngiges Konzept, nicht nur in der Kunststoffindustrie. Es ist sehr n\u00fctzlich, wenn sich die Produkteigenschaften nicht unterscheiden und der Aufbau separater Infrastrukturen wirtschaftlich nicht tragf\u00e4hig w\u00e4re. Beispiel \u00d6kostrom: Wenn Sie von Ihrem Stromversorger \u00d6kostrom beziehen, erhalten Sie die Garantie, dass die verbrauchte Menge aus erneuerbaren Energiequellen stammt, und f\u00f6rdern den weiteren Ausbau von \u00d6kostrom. Der Strom f\u00fcr Ihren Fernseher kann aber auch aus einem Kohlekraftwerk stammen, denn das Netz ist ein und dasselbe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei Kunststoffen. Aus Sicht des Klimas ist das aber nicht wirklich wichtig. Was z\u00e4hlt, ist die Tatsache, dass fossile Ressourcen ersetzt und mehr recycelte oder erneuerbare Materialien verwendet werden. Wichtig ist dabei Transparenz. Die Gefahr des Greenwashings geht nicht von der Massenbilanzierung aus, sondern von der mangelnden Transparenz \u00fcber die Massenbilanzierung. Unabh\u00e4ngige Zertifizierungssysteme sind erforderlich, um die Nachhaltigkeit zu best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie wichtig sind die rechtliche Anerkennung und Massenbilanzierung f\u00fcr den Erfolg des chemischen Recyclings?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Sie sind beide sehr wichtig. Ohne rechtliche Anerkennung wird es sehr schwierig, die f\u00fcr die Industrialisierung des chemischen Recyclings erforderlichen Investitionen zu rechtfertigen. Wer investiert Hunderte von Millionen oder Milliarden Euro in Recyclinganlagen, wenn noch nicht klar ist, ob es als Recycling anerkannt wird? Die politischen Entscheidungstr\u00e4ger haben das erkannt, aber die Bewegung h\u00e4lt noch nicht mit der Realit\u00e4t der Unternehmen Schritt, die investieren und gro\u00dfe Anlagen bauen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem wird die Massenbilanzierung gerade in der Anlaufphase sehr wichtig sein: F\u00fcr einige Zeit wird es f\u00fcr die Industrie einfach nicht gen\u00fcgend recyceltes Material geben, um gro\u00dfe Cracker ausschlie\u00dflich damit zu betreiben. Was bleibt ihnen anderes \u00fcbrig, als es mit anderen Materialien zu mischen? Wenn der Massenausgleich nicht akzeptiert wird, wird die Umstellung der Industrie erheblich behindert \u2013 und das gilt nicht nur f\u00fcr Rezyklate, sondern auch f\u00fcr erneuerbare Materialien, wo die Situation \u00e4hnlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neste hat bereits erste Mengen Plastikabfall chemisch recycelt. Welche Erfahrungen hat Neste gesammelt? Welche weiteren Pl\u00e4ne hat Neste in diesem Bereich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4rkkil\u00e4: Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.k-zeitung.de\/neste-verarbeitet-pyrolyseoel-im-grossen-massstab\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ab 2030 wollen wir mehr als eine Million Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle pro Jahr verarbeiten<\/a>. Bis heute haben wir in unserer Raffinerie in Porvoo, Finnland, fast 3.000 Tonnen verfl\u00fcssigte Kunststoffabf\u00e4lle verarbeitet und den recycelten Rohstoff an Kunden in der Industrie verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrungen aus diesen L\u00e4ufen waren f\u00fcr Ver\u00e4nderungen in der Raffinerie von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass wir einen kontrollierten und sicheren \u00dcbergang von konventionellen zu kreislauff\u00e4higen Rohstoffen vollziehen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend gleichzeitig die Produktqualit\u00e4t f\u00fcr unsere Partner hoch bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Zukunft wollen wir in unserer Raffinerie gro\u00dfe Kapazit\u00e4ten schaffen. Gleichzeitig arbeiten wir auch mit Entwicklern von Technologien zur Verfl\u00fcssigung zusammen, wie dem US-Unternehmen Alterra Energy, um auch diese Kapazit\u00e4ten zu erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reduziert chemisches Recycling in einer Gesamt\u00f6kobilanz tats\u00e4chlich Treibhausgasemissionen? Welchen Stellenwert hat chemisches Recycling im Vergleich zu mechanischen Verfahren und der thermischen Verwertung? Das chemische Recycling wird derzeit stark diskutiert. In der Diskussion hat man gelegentlich den Eindruck, \u201eChemische Recycler\u201c tragen mit \u201eMechanischen Recyclern\u201c einen Wettstreit aus \u2013 um dieselben Abfallrohstoffe, politische Anerkennung, bessere \u00d6kobilanzen. 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