{"id":12849,"date":"2012-02-21T00:00:00","date_gmt":"2012-02-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120221-03n"},"modified":"2012-02-21T00:00:00","modified_gmt":"2012-02-20T22:00:00","slug":"oesterreichweit-1-bioresorbierbaren-stent-im-akh-linz-implantiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oesterreichweit-1-bioresorbierbaren-stent-im-akh-linz-implantiert\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichweit 1. bioresorbierbaren Stent im AKh Linz implantiert"},"content":{"rendered":"<p><b>Vorige Woche wurde an der I. Internen Abteilung (Kardiologie) des AKh Linz der \u00f6sterreichweit erste &#8220;bioresorbierbare Stent&#8221; in ein Herzkranzgef\u00e4\u00df implantiert. Bioresorbierbare Stents l\u00f6sen sich im Lauf von maximal 2 Jahren nach der Implantation v\u00f6llig auf.<\/b><\/p>\n<p>Die Entwicklung von bioresorbierbaren Stents ist ein Meilenstein in der Behandlung der koronaren Herzerkrankung. Bislang bestehen Stents zum Aufdehnen von Engstellen in den Gef\u00e4\u00dfen aus Edelmetall-Legierungen. Nach der Implantation wachsen die Stents in die Gef\u00e4\u00dfwand ein und verbleiben dort ein Leben lang. Im Langzeitverlauf kann das aber wieder Probleme machen, zum Beispiel durch eine eingeschr\u00e4nkte Flexibilit\u00e4t und Beweglichkeit der Gef\u00e4\u00dfwand oder durch Bildung von Gerinnseln auf freiliegenden Metallteilen. Dabei ist die lebenslange Haltbarkeit von Stents eigentlich gar nicht notwendig, denn der Stent muss seine Funktion als Gef\u00e4\u00dfsst\u00fctze nur einige Monate lang erf\u00fcllen, bis die Gef\u00e4\u00dfwand wieder verheilt ist.<\/p>\n<p>Bioresorbierbare Stents l\u00f6sen sich im Lauf von maximal 2 Jahren nach der Implantation v\u00f6llig auf und es verbleibt so ein strukturell und funktionell normales Herzkranzgef\u00e4\u00df. Sie bestehen aus dem Milchs\u00e4uremolek\u00fcl Polyactid. Dieses bekannte Material wird von Chirurgen schon l\u00e4nger bei selbstaufl\u00f6sendem Nahtmaterial verwendet.<\/p>\n<p>Wie ein Metallstent gew\u00e4hrleistet der bioresorbierbare Stent die Wiederherstellung des Blutflusses durch das Offenhalten einer verengten Koronararterie. Bei der Implantation ist der bioresorbierbare Stent noch steif und widerstandsf\u00e4hig, wodurch er das Gef\u00e4\u00df w\u00e4hrend der ersten Monate nach der Implantation st\u00fctzen kann. Danach beginnt er sich aufzul\u00f6sen und wird schlussendlich vom K\u00f6rper in Wasser und CO<sub>2<\/sub> aufspaltet und resorbiert. Zus\u00e4tzlich besitzt der bioresorbierbare Stent noch eine medikament\u00f6se Beschichtung, die verhindern soll, dass sich im Bereich der Implantation wieder eine Engstelle bildet.<\/p>\n<p>Weltweit wurden bisher 500 bioresorbierbare Stents implantiert. Den ersten in \u00d6sterreich implantierten bioresorbierbaren Stent bekam ein 58-j\u00e4hirger Leondinger mit einer koronaren Herzerkrankung. Der Eingriff wurde erfolgreich vom Linzer AKh-Kardiologieprimar Prof. Franz Leisch durchgef\u00fchrt. Der bioresorbierbare Stent wird vorerst nur im Rahmen klinischer Studien bei geeigneten Patienten verwendet. Als bislang einziges Spital in \u00d6sterreich nimmt das AKh Linz aufgrund seiner Erfahrungen und Kompetenz (j\u00e4hrlich werden im AKh Linz 1400 PatientInnen mit knapp 2000 Stents versorgt) an der Studie teil. Projektleiter innerhalb der Linzer AKh-Kardiologie ist Oberarzt Doz. Dr. Clemens Steinwender.<\/p>\n<p>Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Leisch: &#8220;Dieser Stent k\u00f6nnte ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der interventionellen Kar-diologie sein. Technisch lie\u00df er sich v\u00f6llig problemlos implantieren. Durch die Resorption des Stentmaterials wird die Gef\u00e4\u00dfwand im weiteren Verlauf wieder ihre normale Beweglichkeit und Flexibilit\u00e4t bekommen.&#8221;<\/p>\n<p>OA Doz. Dr. Clemens Steinwender: &#8220;Wir sind stolz, zur Teilnahme an der Studie eingeladen worden zu sein. Damit sind wir in der Lage, geeignete PatientInnen schon jetzt mit dieser zukunftsweisenden Stent-Technologie behandeln zu k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Vorige Woche wurde an der I. Internen Abteilung (Kardiologie) des AKh Linz der &ouml;sterreichweit erste &#8220;bioresorbierbare Stent&#8221; in ein Herzkranzgef&auml;&szlig; implantiert. 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