{"id":12844,"date":"2012-02-23T00:00:00","date_gmt":"2012-02-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120223-01n"},"modified":"2012-02-23T00:00:00","modified_gmt":"2012-02-22T22:00:00","slug":"lanxess-plant-verstaerktes-engagement-bei-nachwachsenden-rohstoffen-10-millionen-us-dollar-investition-in-bioamber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/lanxess-plant-verstaerktes-engagement-bei-nachwachsenden-rohstoffen-10-millionen-us-dollar-investition-in-bioamber\/","title":{"rendered":"Lanxess plant verst\u00e4rktes Engagement bei nachwachsenden Rohstoffen &#8211; 10 Millionen US-Dollar-Investition in BioAmber"},"content":{"rendered":"<p><b>Lanxess verst\u00e4rkt sein Engagement beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Im Rahmen einer Privatplatzierung investiert der Spezialchemie-Konzern 10 Millionen US-Dollar in das US-amerikanische Unternehmen BioAmber, Inc., mit Sitz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota), teilt das Unternehmen mit.<\/b><\/p>\n<p><b>Entwicklung von phthalatfreien Weichmachern aus biobasierter Bernsteins\u00e4ure<\/b><br \/>BioAmber gilt als ein weltweit f\u00fchrender Hersteller von Bernsteins\u00e4ure, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais hergestellt wird. Gemeinsam haben Lanxess und BioAmber Weichmacher entwickelt, die eine kosteng\u00fcnstige und sichere Alternative zu phthalathaltigen Rezepturen darstellen sollen. Die Markteinf\u00fchrung ist f\u00fcr dieses Jahr geplant. Dar\u00fcber hinaus verhandeln die beiden Unternehmen dar\u00fcber, ihre Partnerschaft auf weitere Produktbereiche auszuweiten.<\/p>\n<p>Im Zuge seiner Investition erh\u00e4lt Lanxess eine Minderheitsbeteiligung an BioAmber und einen Sitz im Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungsgremium (Board of Directors), den Jorge Nogueira, Leiter der Lanxess Business Unit Functional Chemicals, die phthalatfreie Weichmacher herstellt, einnehmen wird. BioAmber wurde im Oktober 2008 gegr\u00fcndet und besch\u00e4ftigt 40 Mitarbeiter.<\/p>\n<p>BioAmber stellt Bernsteins\u00e4ure durch Fermentation nachwachsender Rohstoffe her. Das von BioAmber entwickelte Verfahren verbraucht den Angaben nach deutlich weniger Energie, ist erheblich kosteng\u00fcnstiger und weist eine bessere CO<sub>2<\/sub>-Bilanz auf als Verfahren zur Produktion von Bernsteins\u00e4ure, die fossile Energietr\u00e4ger einsetzen. Das Unternehmen plant zudem, k\u00fcnftig Reststoffe aus der Landwirtschaft und der Zuckerrohrproduktion als Ausgangsstoffe zu nutzen.<\/p>\n<p>&#8220;Unsere Investition in BioAmber unterstreicht unser Ziel, eine neue Generation von Weichmachern auf den Markt zu bringen, die gesetzlichen Anforderungen entspricht und auch beim Thema Nachhaltigkeit punkten kann&#8221;, sagte Nogueira. &#8220;Wir freuen uns, Lanxess neben Naxos, Sofinnova, Mitsui &#038; Co. Ltd. und Cliffton zu unseren strategischen Investoren z\u00e4hlen zu d\u00fcrfen&#8221;, sagte Jean-Francois Huc, Vorstandsvorsitzender von BioAmber. &#8220;BioAmber sch\u00e4tzt sich gl\u00fccklich, eine starke und engagierte Gruppe von Investoren zu haben. Mit Jorge Nogueira begr\u00fc\u00dfen wir eine dynamische und erfahrene F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit der Chemieindustrie in unserem Gremium.&#8221;<\/p>\n<p><b>Phthalatfreie Weichmacher gewinnen an Bedeutung<\/b><br \/>Als einer der weltweiten Marktf\u00fchrer im Bereich der phthalatfreien Weichmacher verf\u00fcgt Lanxess nach eigenen Angaben \u00fcber die erforderlichen Kapazit\u00e4ten und Kompetenzen bei der Produktion sowie ein weltweites Vertriebsnetz. Zu den wichtigsten Produkten des Spezialchemie-Konzerns geh\u00f6ren Mesamoll, Adimoll, Ultramoll, Unimoll und Uniplex. Mit der \u00dcbernahme der UNITEX Chemical Corporation mit Sitz in Greensboro, US-Bundesstaat North Carolina, hat Lanxess zudem Zugang zu Produktionsanlagen mit einer Jahreskapazit\u00e4t von 50.000 Tonnen erhalten. Au\u00dferdem wurde ein umfangreiches Portfolio an phthalatfreien Weichmachern wie Benzoaten, Citraten und Sulfonamide \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>BioAmber produziert Bernsteins\u00e4ure aus nachwachsenden Rohstoffen in seinem Werk im franz\u00f6sischen Pomacle. Die Anlage l\u00e4uft mit einer Jahreskapazit\u00e4t von 3.000 Tonnen. 2013 beabsichtigt BioAmber, eine neue Gro\u00df-Anlage mit einer zus\u00e4tzlichen Jahreskapazit\u00e4t von 17.000 Tonnen am Lanxess-Standort Sarnia, Ontario, Kanada, in Betrieb zu nehmen. Beide Unternehmen stehen derzeit in Verhandlungen, um BioAmber die f\u00fcr die Anlage ben\u00f6tigte Fl\u00e4che und Infrastruktur bereitzustellen.<\/p>\n<p>Der weltweite Markt f\u00fcr phthalatfreie Weichmacher wird derzeit auf 1,3 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt und soll j\u00e4hrlich um rund sieben Prozent wachsen. Auf Grund von Gesetzesinitiativen steigt die Nachfrage nach phthalatfreien Weichmachern in M\u00e4rkten wie Nordamerika, Westeuropa und Japan. Ein Anstieg der Nachfrage ist auch in weltweiten Wachstumsm\u00e4rkten wie etwa Lateinamerika zu beobachten. Die Beh\u00f6rden beschr\u00e4nken zunehmend den Einsatz von phthalathaltigen Weichmachern f\u00fcr Produkte wie Spielzeug, Lebensmittelverpackungen und Kabel.<\/p>\n<p><b>&#8220;Gr\u00fcne Chemie&#8221;-Initiativen<\/b><br \/>Lanxess setzt auch bei der Herstellung von synthetischem Hochleistungs-Kautschuk auf nachwachsende Rohstoffe. Seit November 2011 stellt Lanxess nach eigenen Angaben weltweit den ersten EPDM-Kautschuk aus bio-basiertem Ethylen her. Das brasilianische Unternehmen Braskem liefert dazu den Rohstoff Ethylen aus Zuckerrohr. Vermarktet wird das Produkt unter dem Namen Keltan Eco.<\/p>\n<p>Lanxess ist auch am US-amerikanischen Biokraftstoff- und Biochemie-Unternehmen Gevo, Inc. beteiligt, das Isobutanol aus erneuerbaren Ressourcen wie Mais herstellt. Lanxess plant, aus Isobutanol den zur Herstellung von Butylkautschuk wichtigen Rohstoff Isobuten herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Lanxess verst&auml;rkt sein Engagement beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. 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