{"id":12838,"date":"2012-02-28T00:00:00","date_gmt":"2012-02-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20120228-03n"},"modified":"2013-12-02T11:32:33","modified_gmt":"2013-12-02T09:32:33","slug":"mehr-holz-fuer-weniger-co2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mehr-holz-fuer-weniger-co2\/","title":{"rendered":"Mehr Holz f\u00fcr weniger CO<sub>2<\/sub>"},"content":{"rendered":"<p><b>Energetische Geb\u00e4udemodernisierung birgt enorme Einsparpotenziale: 75 Prozent der Geb\u00e4ude in Deutschland sind noch vor der ersten W\u00e4rmeschutzverordnung 1978 erbaut.<\/b><\/p>\n<p>Deshalb ist sie ein zentraler Bestandteil des Ma\u00dfnahmenpakets der Bundesregierung zum Klimaschutz. Da kommt ein neues Material mit guten w\u00e4rmed\u00e4mmenden Eigenschaften und hohem Anteil an nachwachsenden Rohstoffen wie gerufen. Der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)- der anwendungsnahen Grundlagenforschung f\u00fcr den Mittelstand im Innovationsnetzwerk der AiF &#8211; neuentwickelte Werkstoff eignet sich sowohl f\u00fcr neue architektonische L\u00f6sungen als auch zur energetischen Modernisierung von Geb\u00e4uden.<\/p>\n<p><b>Allianz aus Holz und Kunststoff<\/b><br \/>\nIm Fassaden- und Fensterbau stehen die Bauherren oft vor der Entscheidung: Holz oder PVC, denn beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Warum also nicht die Vorteile in einem neuen Werkstoff vereinen? Einen Verbundwerkstoff aus Holz und Kunststoff \u2013 das so genannte Wood Plastic Composite (WPC) \u2013 gab es bereits, es kam nun darauf an, diesen f\u00fcr den Einsatz im Fenster- und Fassadenbau zu adaptieren. Denn das auf dem Markt erh\u00e4ltliche WPC war nicht ausreichend witterungsbest\u00e4ndig, nahm relativ viel Wasser auf, was den Befall durch holzzerst\u00f6rende Pilze beg\u00fcnstigt, und war nicht robust genug.<\/p>\n<p>Genau diese Probleme wurden zur Herausforderung f\u00fcr das IGF-Vorhaben, das die F\u00f6rdergemeinschaft f\u00fcr das S\u00fcddeutsche Kunststoffzentrum e.V., eine Forschungsvereinigung der AiF, aufgelegt hat. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut SKZ W\u00fcrzburg und dem Institut f\u00fcr Holzbiologie und Holztechnologie der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen wurde in zweij\u00e4hriger intensiver Forschung das Fachwissen aus beiden Branchen interdisziplin\u00e4r genutzt. Dem Forscherteam gelang es, ein neues, robustes und witterungsbest\u00e4ndiges Material zu entwickeln, mit optimalen Flie\u00dfeigenschaften, die eine Verarbeitung mit den auf dem Markt erh\u00e4ltlichen Anlagen m\u00f6glich machen. Ein Nachfolgeprojekt, das sich mit der Entwicklung von Fenstersystemen aus WPC besch\u00e4ftigt, ist bereits in Planung.<\/p>\n<p><b>Gro\u00dfes Interesse der Wirtschaft<\/b><br \/>\nInsgesamt 14 Unternehmen beteiligten sich an dem projektbegleitenden Ausschuss, der die Forschungsarbeiten verfolgte. &#8220;Ihre Erfahrungen, Bed\u00fcrfnisse und Marktkenntnisse sind enorm wichtig, um die Forschung so anwendungsnah wie m\u00f6glich zu betreiben und die Umsetzung der Ergebnisse mit \u00fcberschaubarem Aufwand zu gestalten&#8221;, erl\u00e4utert Prof. Martin Bastian, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der F\u00f6rdergemeinschaft f\u00fcr das SKZ. So entwickelte man gemeinsam ein Material und ein Verfahren, das keine hohen Investitionskosten und Risiken birgt. Beispielsweise k\u00f6nnen die Produzenten von PVC-Fensterprofilen die Forschungsergebnisse direkt umsetzen, da sie bereits \u00fcber die notwendige Verfahrenstechnik und die ben\u00f6tigten Anlagen verf\u00fcgen. Das ist ein gro\u00dfer wirtschaftlicher Vorteil f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen, die nun auf dieser Basis eigene innovative Produkte entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Ein Profit f\u00fcr Wirtschaft und Umwelt<\/b><br \/>\nDer Anteil an nachwachsenden Rohstoffen in dem neuentwickelten Werkstoff betr\u00e4gt etwa 50 Prozent! Ihn einzusetzen schont also einerseits die fossilen Ressourcen und andererseits den Preis der k\u00fcnftigen Produkte, die nun weniger von der \u00d6lpreisentwicklung abh\u00e4ngen. Zudem k\u00f6nnen die Hersteller durch die Umsetzung der Forschungsergebnisse zuk\u00fcnftig mit Einsparungen rechnen, wenn sie nun auch Produkte anbieten, die verst\u00e4rkt nachwachsende Rohstoffe beinhalten. Konkret bedeutet hier ein h\u00f6herer Anteil an Holzfasern weniger Materialkosten, da sie zurzeit um ein 6-faches g\u00fcnstiger sind als die PVC-Rezeptur.<\/p>\n<p><b>Open Innovation-Prinzip<\/b><br \/>\nDie Ergebnisse aus der Industriellen Gemeinschaftsforschung werden aus den \u00f6ffentlichen Haushaltsmitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Technologie (BMWi) gef\u00f6rdert und stehen im Sinne von Open Innovation allen Interessierten zur Verf\u00fcgung. Sie sind dazu da, sie aufzugreifen und neue Rezepturen f\u00fcr weitere Einsatzgebiete zu entwickeln und so beispielsweise den neuen Werkstoff WPC f\u00fcr nachhaltiges Produzieren auch in anderen Branchen zu entdecken. Zudem sind sie ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung von innovativen Technologien f\u00fcr die WPC-Hersteller, einer Querschnittsbranche der Holz- und Kunststoffindustrie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Energetische Geb&auml;udemodernisierung birgt enorme Einsparpotenziale: 75 Prozent der Geb&auml;ude in Deutschland sind noch vor der ersten W&auml;rmeschutzverordnung 1978 erbaut.<\/b><\/p>\n<p>Deshalb ist sie ein zentraler<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[16529,6352,906,1061],"class_list":["post-12838","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-arbeitsgemeinschaft-industrieller-forschungsvereinigungen-otto-von-guericke-e-v-aif","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-sueddeutsches-kunststoff-zentrum-skz","supplier-universitaet-goettingen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12838"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12838\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12838"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12838"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}