{"id":127939,"date":"2023-06-13T07:32:00","date_gmt":"2023-06-13T05:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=127939"},"modified":"2023-06-07T14:09:45","modified_gmt":"2023-06-07T12:09:45","slug":"whitepaper-neuer-wegweiser-fur-die-zukunft-der-kunststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/whitepaper-neuer-wegweiser-fur-die-zukunft-der-kunststoffe\/","title":{"rendered":"Whitepaper: Neuer Wegweiser f\u00fcr die Zukunft der Kunststoffe"},"content":{"rendered":"\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/neuer-wegweiser-fuer-die-zukunft-der-kunststoffe\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.4col.large.jpg\/1685606007165\/whitepaper-circular-economy-teaser.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2023\/neuer-wegweiser-fuer-die-zukunft-der-kunststoffe\/jcr:content\/fixedContent\/pressArticleParsys\/textwithinlinedimage\/imageComponent1\/image.img.jpg\/1685606007165\/whitepaper-circular-economy-teaser.jpg\" alt=\"Das Whitepaper gibt Antworten auf die Frage, wie eine zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft aussieht.\" width=\"360\" height=\"270\" title=\"White paper: From #plasticfree to future-proof plastics\"\/><\/a><figcaption>Das Whitepaper gibt Antworten auf die Frage, wie eine zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft aussieht. \u00a9 TNO\/Fraunhofer UMSICHT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie sieht eine zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft aus? Die Antwort darauf ist eine Balance zwischen Plastikreduktion und einem nachhaltigen Umgang mit recyclingf\u00e4higen Kunststoffen. Denn die steigende Nachfrage nach Kunststoffen in hochwertigen Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen, Autoteilen oder synthetischen Textilien erfordert einen ganzheitlichen Wandel. Mit vier strategischen Ans\u00e4tzen geben Forschende des Fraunhofer UMSICHT und des niederl\u00e4ndischen Instituts TNO in ihrem aktuell erschienenen Whitepaper \u00bb<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/content\/dam\/umsicht\/en\/documents\/publications\/2023\/White-paper-From-plasticfree-to-future-proof-plastics.pdf\" target=\"_blank\">From #plasticfree to future-proof plastics<\/a>\u00ab nun Einblicke, wie diese Balance in Zukunft aussehen kann. Beide Organisationen starten zudem eine praktische Plattform f\u00fcr Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft: European Circular Plastics Platform &#8211; CPP, die darauf abzielt, bestehende Hindernisse zu beseitigen und vielversprechende L\u00f6sungen auszutauschen.<\/strong><br><br>Vielseitige und preiswerte Materialien mit geringem Gewicht und sehr guten Barriereeigenschaften: Das sind Kunststoffe. Neben den praktischen Vorteilen geht mit den Materialien aber auch ein erheblicher Anteil an den Treibhausgasemissionen der Menschheit einher. Herstellung und Verwendung von Kunststoffen verursachen Plastikm\u00fcll und Mikroplastik, ersch\u00f6pfen fossile Ressourcen und f\u00fchren zur Abh\u00e4ngigkeit von Importen. Gleichzeitig k\u00f6nnen Alternativen \u2013 wie z.B. Glas als Verpackung &#8211; zum Teil noch st\u00e4rker die Umwelt belasten oder besitzen schlechtere Produkteigenschaften. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbAus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht k\u00f6nnen wir daher weder Kunststoffe weiter nutzen wie bisher noch ganz auf sie verzichten\u00ab, erkl\u00e4rt <strong>Institutsleiter Prof. Manfred Renner vom Fraunhofer UMSICHT<\/strong>. \u00bbWir m\u00fcssen eine neue, nachhaltige Art der Gestaltung und Verwendung von Kunststoffen entwickeln.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Forschende des Fraunhofer UMSICHT und TNO haben daher ein Whitepaper erarbeitet, das eine Grundlage f\u00fcr die Umgestaltung der Kunststoffproduktion und -verwendung bietet. Daf\u00fcr ber\u00fccksichtigen sie die Integration der Perspektiven aller Beteiligten und ihrer Werte und das Potenzial aktueller und k\u00fcnftiger Technologien. Au\u00dferdem sind die funktionalen Eigenschaften des Zielprodukts, der Vergleich mit alternativen Produkten ohne Kunststoffe sowie ihre Auswirkungen in einer Vielzahl von \u00f6kologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kategorien \u00fcber den gesamten Lebenszyklus entscheidend. So gelingt eine systematische Bewertung und schlie\u00dflich eine systematische Entscheidung, wo wir Kunststoffe verwenden, ablehnen oder ersetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Strategien f\u00fcr die Circular Economy<\/h3>\n\n\n\n<p>Als Ergebnis beschreiben die Forschenden vier strategische Felder, um die heute noch weitgehend lineare Kunststoffwirtschaft in eine vollst\u00e4ndig kreislauforientierte Zukunft zu \u00fcberf\u00fchren: Verengung des Kreislaufs (Narrowing the Loop), Betrieb des Kreislaufs (Operating the Loop), Verlangsamung des Kreislaufs (Slowing the Loop) und Schlie\u00dfung des Kreislaufs (Closing the Loop). Mit der Verengung des Kreislaufs empfehlen die Forschenden in einem ersten Schritt, die Menge der in einer Kreislaufwirtschaft mobilisierten Materialien zu reduzieren. Operating the Loop bezieht sich auf die Nutzung erneuerbarer Energien, die Minimierung von Materialverlusten sowie die nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen. Um den Kreislauf zu verlangsamen, braucht es Ma\u00dfnahmen zur Verl\u00e4ngerung der Nutzungsdauer. F\u00fcr eine Schlie\u00dfung des Kreislaufs m\u00fcssen Kunststoffe schlie\u00dflich gesammelt, sortiert und hochwertig recycelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter die vier Felder fallen jeweils einzelne Strategien. W\u00e4hrend solche, die unter Operating the Loop fallen (O-Strategien), laut den Forschenden parallel und m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig angewendet werden sollen, setzt die Entscheidung f\u00fcr die weiteren Strategien in den anderen Feldern (R-Strategien) einen komplexen Prozess voraus: \u00bbIn der Regel kommen f\u00fcr ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung mehr als eine R-Strategie in Frage. Diese m\u00fcssen hinsichtlich ihrer Durchf\u00fchrbarkeit und ihrer Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Status quo und den zu erwartenden Ver\u00e4nderungen sorgf\u00e4ltig miteinander verglichen werden\u00ab, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Bertling vom Fraunhofer UMSICHT. Die Projektpartner haben daher ein Leitprinzip zur Priorisierung entwickelt, das sich an der Idee der Abfallhierarchie orientiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hands-on-Plattform f\u00fcr sektoren\u00fcbergreifende Zusammenarbeit<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbEin ganzheitlicher Wandel, wie wir ihn uns vorstellen, kann nur gelingen, wenn Wissenschaft, Industrie, Politik und B\u00fcrger sektoren\u00fcbergreifend zusammenarbeiten. Dies erfordert mehrere, teilweise recht drastische Ver\u00e4nderungen auf vier Ebenen: Gesetzgebung und Politik, Zusammenarbeit in der Kreislaufwirtschaft, Design und Entwicklung sowie Bildung und Information. Zu den Innovationen in Design und Entwicklung geh\u00f6rt beispielsweise die Umgestaltung von Polymeren in sauerstoffreichere Polymere auf der Grundlage von Biomasse und CO<sub>2<\/sub>-Nutzung. Die derzeitigen Recyclingtechnologien m\u00fcssen f\u00fcr ein quantitativ und qualitativ hochwertiges Recycling verbessert werden&#8221;, erkl\u00e4rt Jan Harm Urbanus von TNO.<\/p><p>\u00bbDaher bauen TNO und das Fraunhofer UMSICHT in einem n\u00e4chsten Schritt eine Hands-on-Plattform f\u00fcr Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft (European&nbsp;<strong>C<\/strong>ircular&nbsp;<strong>P<\/strong>lastics&nbsp;<strong>P<\/strong>latform \u2013&nbsp;<strong>CPP<\/strong>) auf\u00ab, erkl\u00e4rt<strong> Esther van den Beuken, Principal Consultant bei TNO<\/strong>. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sie wird Unternehmen, Verb\u00e4nden und Nichtregierungsorganisationen die M\u00f6glichkeit geben, sich zu vernetzen und gemeinsam an bestehenden Hindernissen und vielversprechenden L\u00f6sungen f\u00fcr eine Kreislaufwirtschaft der Kunststoffe zu arbeiten. Au\u00dferdem wird die Plattform ihren Mitgliedern regelm\u00e4\u00dfige praktische Workshops zu Kunststoffthemen, Diskussionsrunden zu aktuellen Fragen und die Teilnahme an Multi-Client-Studien zu dr\u00e4ngenden technischen Herausforderungen anbieten. Regelm\u00e4\u00dfige Treffen werden in der grenz\u00fcberschreitenden Region Deutschland\/Niederlande sowie online stattfinden. Ziel ist, den Wandel in die \u00d6ffentlichkeit und die Industrie zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"Whitepaper-zum-Download\">Whitepaper zum Download<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/content\/dam\/umsicht\/en\/documents\/publications\/2023\/White-paper-From-plasticfree-to-future-proof-plastics.pdf\">White paper | From #plasticfree to future-proof plastics [&nbsp;PDF&nbsp; 1,97 MB&nbsp;]<\/a><\/strong><\/li><li><strong><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/content\/dam\/umsicht\/en\/documents\/publications\/2023\/Summary-From-plasticfree-to-future-proof-plastics.pdf\">White paper summary: From #plasticfree to future-proof plastics [&nbsp;PDF&nbsp; 0,39 MB&nbsp;]<\/a><\/strong><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sieht eine zukunftssichere, kreislauforientierte und nachhaltige Kunststoffwirtschaft aus? 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