{"id":127937,"date":"2023-06-13T07:20:00","date_gmt":"2023-06-13T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=127937"},"modified":"2023-06-07T14:08:46","modified_gmt":"2023-06-07T12:08:46","slug":"boku-eroffnet-neues-christian-doppler-labor-fur-cellulose-hightech-materialien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/boku-eroffnet-neues-christian-doppler-labor-fur-cellulose-hightech-materialien\/","title":{"rendered":"BOKU er\u00f6ffnet neues Christian Doppler Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54.jpg\" alt=\"Ass.Prof. Dr. Hubert Hetteger\" class=\"wp-image-127950\" width=\"184\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54.jpg 735w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54-200x300.jpg 200w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54-682x1024.jpg 682w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54-100x150.jpg 100w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/06\/csm_Portrait_Hettegger-101_7dae77db54-180x270.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><figcaption>Ass.Prof. Dr. Hubert Hetteger (\u00a9 BOKU)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Am 2. Juni wurde am BOKU-Standort UFT Tulln im Beisein von Dr. J\u00fcrgen Pripfl, Generalsekret\u00e4r der Christian Doppler Forschungsgesellschaft, B\u00fcrgermeister Mag. Peter Eisenschenk sowie dem Vizerektor f\u00fcr Forschung und Innovation der BOKU, Univ.Prof. Dr. Christian Obinger das Christian Doppler-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien er\u00f6ffnet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geleitet wird das neueste CD-Labor der BOKU von Ass. Prof. Dr. Hubert Hettegger. Der aus St. Veit im Pongau stammende Wissenschafter und j\u00fcngster CD-Labor-Leiter der BOKU wird in den kommenden sieben Jahren mit seinem Forschungsteam am Institut f\u00fcr Chemie nachwachsender Rohstoffe der BOKU im Sinne \u201eGr\u00fcner(er) Chemie\u201c die Eigenschaften und Charakterisierung sowie die nachhaltige Herstellung und Verarbeitung von Materialien auf Basis von Cellulose erforschen. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Wirtschaft (BMAW) sowie von den vier \u00f6sterreichischen Unternehmenspartnern Lenzing AG, Papierfabrik Wattens GmbH &amp; Co KG, Metadynea Austria GmbH und Vienna Textile Lab GmbH gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGr\u00fcne Chemie\u201c ist zu einem aktuellen Buzzword geworden. Nichtsdestotrotz ist die Notwendigkeit von mehr und besseren gr\u00fcnen Prozessen in der chemischen Industrie sowie der Bioraffinerie- und Zellstoff-Wertsch\u00f6pfungskette heute unbestritten \u2013 und der laufende \u00dcbergang von einer auf fossilen Rohstoffen zu einer auf erneuerbaren Ressourcen basierenden Gesellschaft steht au\u00dfer Frage. Gr\u00fcne beziehungsweise gr\u00fcnere Chemie bedeutet jedoch mehr, als nur von nachwachsenden, biologischen Ausgangsmaterialien auszugehen \u2013 obwohl dies eine wichtige Voraussetzung ist. Ein gr\u00fcner chemischer Prozess ber\u00fccksichtigt alle damit zusammenh\u00e4ngenden Prozessmerkmale, wie etwa Ausbeute, L\u00f6sungsmittel, Energiestr\u00f6me, Hilfsstoffe, Kreislauff\u00e4higkeit, Nebenprodukte, \u00f6konomische und \u00f6kologische Aspekte, und oft verschlechtert die Unzul\u00e4nglichkeit mancher dieser Kriterien die Nachhaltigkeit vermeintlich gr\u00fcner chemischer Ans\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAuch die chemische Industrie steht vor der Herausforderung, nachhaltiger, umweltfreundlicher und klimaschonender zu werden\u201c, betont&nbsp;<strong>Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher<\/strong>, dessen Ministerium wesentlich zur \u00f6ffentlichen Finanzierung von CD-Labors beitr\u00e4gt. \u201eDie Grundlagenforschung in diesem CD-Labor widmet sich der Chemie sowie der nachhaltigen Nutzung und Verarbeitung von Cellulose und anderen nachwachsenden Rohstoffen. Das wird insbesondere die Zellstoff-, Papier- und Faserindustrie, die Textilindustrie sowie viele Folgeindustrien st\u00e4rken und ist ein weiterer Baustein zur St\u00e4rkung und Sicherung des Industriestandorts \u00d6sterreich.\u201c<\/p><p>\u201eDas Thema der Nachhaltigkeit wird seitens der Metadynea seit Jahren sehr ernst genommen. In zahlreichen internen Entwicklungsprojekten und externen Kooperationen ist Nachhaltigkeit ein Kernthema. Mit der M\u00f6glichkeit des Mitwirkens am CD-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien haben wir nun die Chance, neue biobasierte Rohstoffe f\u00fcr unsere Industrie zu erschlie\u00dfen\u201c, unterstreicht&nbsp;<strong>Dr. Christoph Gabler,&nbsp;Leiter der Forschungsgruppe f\u00fcr nachhaltige Bindemittelsysteme&nbsp;der Metadynea Austria GmbH<\/strong>&nbsp;die Bedeutung der Mitarbeit im neuen CD-Labor.<\/p><p>\u201eDie Teilnahme am CD-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien erm\u00f6glicht er Lenzing AG die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Chemie nachwachsender Rohstoffe fortzusetzen. Im Rahmen dieser Kooperation geht es um die sehr grundlegenden Untersuchungen der Reaktionen, die in den Prozessen zur Faserherstellung ablaufen. Durch ein besseres Verst\u00e4ndnis dieser k\u00f6nnen auch die Produktionsprozesse weiter optimiert werden \u2013 etwa in Richtung bessere Faserqualit\u00e4t und mehr Nachhaltigkeit\u201c, so&nbsp;<strong>Dr. Jo-Ann Innerlohinger<\/strong>,<strong>&nbsp;Head of Funding, Monitoring &amp; PMO \/ R&amp;D bei der Lenzing AG<\/strong>.<\/p><p><strong>Dr. Karin Fleck, CEO und Gr\u00fcnderin des Vienna Textile Labs,&nbsp;<\/strong>sieht die Zusammenarbeit als \u201eeinzigartige Gelegenheit\u201c. F\u00fcr das Vienna Textile Lab als Startup stelle das CD-Labor \u201eeine herausragende Chance dar, anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu betreiben. Insbesondere das langj\u00e4hrige Commitment zu einer Zusammenarbeit erm\u00f6glicht es uns, nachhaltige Forschung zu betreiben und gemeinsam mit der BOKU und unseren Industriepartnern noch tiefer in die Materie einzutauchen. Durch diese Zusammenarbeit haben wir die einzigartige Gelegenheit, das volle Potenzial unserer Forschung auszusch\u00f6pfen und bahnbrechende Innovationen im Bereich nachhaltiger industrieller Biotechnologie zu entwickeln.\u201c<\/p><p>\u201eDelfort ist ein Vorreiter in der Entwicklung nachhaltiger Papierl\u00f6sungen, welche Plastikprodukte am Markt ersetzen sollen\u201c, so&nbsp;<strong>Dr. Sven Plappert,&nbsp;Project Manager in der Forschungsabteilung&nbsp;der&nbsp;Papierfabrik Wattens GmbH &amp; Co KG.<\/strong>&nbsp;\u201eDas CD-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien ist dabei eine sehr wichtige Kooperation, um zentrale Eigenschaften dieser Spezialpapiere weiterzuentwickeln und deren Erfolg zu garantieren.\u201c<\/p><p>\u201eUnter Nutzung der seit 25 Jahren bestehenden Forschungserfahrungen rund um die Chemie nachwachsender Rohstoffe und Bioraffinerie an der BOKU \u2013 und insbesondere der Cellulose- und Ligninchemie \u2013 werden wir im CD-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien gemeinsam mit unseren vier Unternehmenspartnern aktuelle grundlagenwissenschaftliche Herausforderungen im Bereich der Cellulosechemie angehen\u201c, so&nbsp;<strong>Laborleiter Hubert Hettegger.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das neue und insgesamt sechste derzeit aktive CD-Labor der BOKU ist eingebettet in ein Netzwerk aktiver nationaler und internationaler Kooperationen und Kollaborationen innerhalb der Scientific Communities f\u00fcr Cellulose, Lignin, Bioraffinerie-Chemie und Gr\u00fcne Chemie. Die Doktorand*Innen im CD-Labor werden ferner in der Doktoratsschule ABC&amp;M (Advanced Biorefineries \u2013 Chemistry &amp; Materials) der BOKU ausgebildet, um das Know-How im Bereich Bioraffinerie-Chemie gezielt zu vertiefen. Unterst\u00fctzt durch optimale infrastrukturelle Bedingungen am Institut f\u00fcr Chemie nachwachsender Rohstoffe (Leitung: Univ.Prof. Dr. Thomas Rosenau und Univ.Prof. Dr. Antje Potthast) und am Department f\u00fcr Chemie wird hier Spitzenforschung betrieben, um sowohl den aktuellen Wissensstand \u00fcber Methoden der gr\u00fcnen Chemie und der Chemie nachwachsender Rohstoffe voranzutreiben, als auch die Zusammenarbeit mit den Industriepartnern zu f\u00f6rdern, um die industrielle Akzeptanz und Anwendung dieser Methoden zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber Christian Doppler Labors<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In Christian Doppler Labors wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende Wissenschafter*innen kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. F\u00fcr die F\u00f6rderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian Doppler Labors werden von der \u00f6ffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster \u00f6ffentlicher F\u00f6rdergeber ist das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ass. Prof. Dr. Hubert Hettegger, MSc.<br>Institut f\u00fcr Chemie nachwachsender Rohstoffe<br>Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien<br>Tel.: 01 47654 77414<br>E-Mail: hubert.hettegger@boku.ac.at<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Juni wurde am BOKU-Standort UFT Tulln im Beisein von Dr. J\u00fcrgen Pripfl, Generalsekret\u00e4r der Christian Doppler Forschungsgesellschaft, B\u00fcrgermeister Mag. Peter Eisenschenk sowie dem Vizerektor f\u00fcr Forschung und Innovation der BOKU, Univ.Prof. Dr. Christian Obinger das Christian Doppler-Labor f\u00fcr Cellulose Hightech-Materialien er\u00f6ffnet. Geleitet wird das neueste CD-Labor der BOKU von Ass. 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