{"id":12777,"date":"2011-11-15T00:00:00","date_gmt":"2011-11-14T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20111115-01n"},"modified":"2011-11-15T00:00:00","modified_gmt":"2011-11-14T22:00:00","slug":"deutsche-umwelthilfe-stoppt-irrefuehrende-werbekampagne-von-danone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/deutsche-umwelthilfe-stoppt-irrefuehrende-werbekampagne-von-danone\/","title":{"rendered":"Deutsche Umwelthilfe stoppt irref\u00fchrende Werbekampagne von Danone"},"content":{"rendered":"<p><b><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20111115-01\/f9abbb719a.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Foto\"\/><br style=\"clear:left;\"\/>Die Danone GmbH wird Becher der Marke Activia aus dem maisbasierten Biokunststoff Polylactid (PLA) nicht l\u00e4nger irref\u00fchrend als &#8220;umweltfreundlicher&#8221; im Vergleich zum Vorg\u00e4nger aus Roh\u00f6l bewerben. Dem stimmte das Unternehmen nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) durch die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserkl\u00e4rung zu und gesteht damit eine monatelang andauernde T\u00e4uschung von Verbrauchern ein. Seit April 2011 bewarb Danone seine im Handel erh\u00e4ltlichen Joghurtbecher aus PLA als &#8220;umweltfreundlicher&#8221; beziehungsweise &#8220;umweltfreundlicherer&#8221;. Weil eine von Danone selbst in Auftrag gegebene Studie belegte, dass die neuen Joghurtbecher aus dem Biokunststoff PLA in der Gesamtbetrachtung nicht umweltfreundlicher sind als Verpackungen aus Roh\u00f6l, hatte die DUH am 19. August 2011 Klage wegen irref\u00fchrender Werbung beim Landgericht M\u00fcnchen eingereicht.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Die Werbung f\u00fcr Activia-Becher aus PLA war eine besonders dreiste Form der Verbrauchert\u00e4uschung, weil sie dem Konsumenten suggerierte, dass er mit dem Kauf des Joghurts etwas Gutes f\u00fcr die Umwelt tue&#8221;, sagt J\u00fcrgen Resch, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Umwelthilfe. &#8220;Der Ausgang des Rechtsstreits ist ein gro\u00dfer Erfolg, weil Danone damit eingesteht, seine Kunden systematisch \u00fcber die angeblichen Umweltvorteile des Activia-Bechers in die Irre gef\u00fchrt zu haben. Mit der Erf\u00fcllung aller Forderungen der DUH kam das Unternehmen einer Verurteilung durch das Landgericht M\u00fcnchen zuvor.&#8221;<\/p>\n<p>Im Rahmen eines Vergleiches verpflichtete sich Danone auf die irref\u00fchrende Bezeichnung, der Activia-Becher aus PLA als &#8220;umweltfreundlicher&#8221; bzw. &#8220;umweltfreundlicherer&#8221;, zu verzichten. Danone tr\u00e4gt alle Verfahrenskosten und m\u00fcsste eine hohe Vertragsstrafe an die DUH zahlen, wenn das Unternehmen in der Zukunft die falschen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber die angeblich gr\u00f6\u00dfere Umweltfreundlichkeit wiederholt. &#8220;Die Sache wurde in Form eines Vergleiches beendet, weil die DUH der Danone GmbH eine kurze Frist zur Umstellung der Werbung gew\u00e4hrte. Da die irref\u00fchrenden Behauptungen dadurch deutlich schneller als bei einem Urteil unterlassen werden, erreicht die DUH mit dem Vergleich mehr als mit einem Urteil zu erzielen w\u00e4re&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Remo Klinger  von der Rechtsanwaltskanzlei Geulen &#038; Klinger, der die Interessen der DUH im Rechtsstreit gegen Danone vertritt. Demnach muss der Lebensmittelhersteller alle streitgegenst\u00e4ndlichen Aussagen auf seinen Internetseiten innerhalb einer Woche l\u00f6schen und bereits existierende Activia-Verpackungen mit dem alten Werbeslogan innerhalb von sechs Wochen aus dem Sortiment nehmen. Somit d\u00fcrfen ab dem 27.12.2011 keine Activia-Becher aus PLA mehr mit der irref\u00fchrenden Werbung zur vermeintlichen Umweltfreundlichkeit im Handel vertrieben werden.<\/p>\n<p>Auf seine umstrittene Verpackung m\u00f6chte das Unternehmen jedoch nicht verzichten. Die DUH kritisiert das Festhalten an dem wenig umweltfreundlichen Becher aus PLA, der aus zum \u00fcberwiegenden Teil genmanipuliertem Mais hergestellt wird. Die PLA-Becher werden \u2013 im Gegensatz zu allen anderen bei Joghurtbechern eingesetzten Kunststoffen \u2013 derzeit weder getrennt sortiert, noch stofflich recycelt und im besten Fall energetisch verwertet \u2013 also verbrannt. <\/p>\n<p>&#8220;Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen m\u00fcssen wie alle anderen Verpackungen Kriterien zur Minimierung von Umweltauswirkungen erf\u00fcllen. Dies beginnt bei der umweltfreundlichen Herstellung von Rohstoffen und endet bei deren Entsorgung. Das Festhalten an einer Verpackung ohne Recycling entspricht nicht dem heutigen Verst\u00e4ndnis von Umweltvertr\u00e4glichkeit und Ressourcen-Effizienz&#8221;, kritisiert Maria Elander, Abteilungsleiterin Kreislaufwirtschaft der DUH. &#8220;Wir fordern Danone auf, nur solche Verpackungen einzusetzen, welche tats\u00e4chlich gesamt\u00f6kologische Vorteile aufweisen.&#8221;<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Resch kritisiert Danone nach dem Eingest\u00e4ndnis der Verbrauchert\u00e4uschung f\u00fcr die erkl\u00e4rte Absicht, weiterhin Joghurts in PLA-Bechern verkaufen zu wollen. Die DUH hat inzwischen alle gr\u00f6\u00dferen Handelsketten \u00fcber die eingestandene Verbrauchert\u00e4uschung sowie die tats\u00e4chlichen Umweltauswirkungen der so genannten Biokunststoff-Becher informiert und fordert diese auf, den weiteren Verkauf solcher Verpackungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. &#8220;Verpackungen, die aus gentechnisch manipulierten Nahrungsmitteln hergestellt und nach der Nutzung nicht recycelt werden, geh\u00f6ren nicht in die deutschen Verkaufsregale&#8221;, so Resch.<\/p>\n<p><b>Kontakte<\/b><br \/>J\u00fcrgen Resch<br \/>Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Deutsche Umwelthilfe e.V., <br \/>Hackescher Markt 4, <br \/>10178 Berlin<br \/>Mobil: 0171 3649170, <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:resch@duh.de\">resch@duh.de<\/a><\/p>\n<p>Dr. Remo Klinger<br \/>Rechtsanwaltskanzlei Geulen &#038; Klinger, <br \/>Schaperstra\u00dfe 15, <br \/>10719 Berlin<br \/>Tel. 030 88472-80, <br \/>Mobil: 0171 2435458, <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:klinger@geulen.com\">klinger@geulen.com<\/a><\/p>\n<p>Maria Elander<br \/>Leiterin Kreislaufwirtschaft, Deutsche Umwelthilfe e.V., <br \/>Hackescher Markt 4, <br \/>10178 Berlin<br \/>Tel.: 030 2400867-41, <br \/>Mobil: 0160 5337376, <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:elander@duh.de\">elander@duh.de<\/a><\/p>\n<p>Daniel Eckold<br \/>Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e.V.,<br \/>Tel.: 030 2400867-22, <br \/>Mobil: 0151 550 17 009, <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:eckold@duh.de\">eckold@duh.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b><\/p>\n<p>Die Danone GmbH wird Becher der Marke Activia aus dem maisbasierten Biokunststoff Polylactid (PLA) nicht l&auml;nger irref&uuml;hrend als &#8220;umweltfreundlicher&#8221; im Vergleich zum Vorg&auml;nger aus Roh&ouml;l<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[2518,2464],"class_list":["post-12777","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-danone-gmbh","supplier-deutsche-umwelthilfe-ev-duh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12777\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12777"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}