{"id":12770,"date":"2011-11-21T00:00:00","date_gmt":"2011-11-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20111121-01n"},"modified":"2011-11-21T00:00:00","modified_gmt":"2011-11-20T22:00:00","slug":"raps-statt-erdoel-fh-campus-wien-und-vogelbusch-gmbh-melden-patent-zur-verbesserten-herstellung-von-chemikalien-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/raps-statt-erdoel-fh-campus-wien-und-vogelbusch-gmbh-melden-patent-zur-verbesserten-herstellung-von-chemikalien-an\/","title":{"rendered":"Raps statt Erd\u00f6l \u2013 FH Campus Wien und Vogelbusch GmbH melden Patent zur verbesserten Herstellung von Chemikalien an"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Fachbereich Bioengineering der FH Campus Wien hat mit dem Wiener Biotech-Unternehmen Vogelbusch eine Patentanmeldung eingereicht. Im Rahmen des in Kooperation laufenden und von der Forschungsf\u00f6rderungsgesellschaft gef\u00f6rderten Forschungsprojekts &#8220;Propandiol&#8221; wurde ein speziell geeigneter Mikroorganismus gefunden, mit dessen Hilfe Chemikalien aus kosteng\u00fcnstigeren erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden. Damit wurde eine verfahrenstechnische Verbesserung entwickelt, die dazu beitr\u00e4gt, Erd\u00f6l als Grundlage f\u00fcr Chemikalien durch erneuerbare Rohstoffe zu ersetzen.<\/b><\/p>\n<p>Bei dem Mikroorganismus handelt es sich um ein spezielles Milchs\u00e4urebakterium, das mit vielen auch verunreinigten Kohlenstoffquellen pflanzlicher Herkunft \u2013 etwa Raps \u2013 auskommt. Nicht aufgereinigte Kohlenstoffquellen sind in der Regel wesentlich billiger als &#8220;gereinigte&#8221;, jedoch h\u00e4ufig nur schwer einsetzbar. Bei der Herstellung von Biodiesel \u2013 einem in Europa verbreiteten Biotreibstoff \u2013 fallen mehr als 10% Glycerin in einer sehr verunreinigten Form an. Aus diesem Rohglycerin wird im Rahmen des FH-Projekts mit Hilfe des speziellen Milchs\u00e4urebakteriums Propandiol hergestellt. &#8220;DI Stephan Pfl\u00fcgl hat als FH-Absolvent und nunmehriger Doktorand einen wichtigen Beitrag zu der nun m\u00f6glichen Patentanmeldung geleistet. Im Rahmen von Forschungsprojekten bilden wir gemeinsam mit der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur auch DoktorandInnen aus.&#8221; unterstreicht FH-Prof. Dr. Michael Sauer, Leiter des Projekts &#8220;Propandiol&#8221; an der FH Campus Wien, den Nutzen der Forschung f\u00fcr die Ausbildung der Studierenden. Mit dem in bisherigen F&#038;E-Projekten erworbenen Know-how ist es sogar gelungen, die FH Campus Wien 2010 als Partner f\u00fcr das Kompetenzzentrum &#8220;Austrian Center of Industrial Biotechnology&#8221; zu etablieren.<\/p>\n<p><b>Biotechnologisch hergestelltes Propandiol f\u00fcr die chemische Industrie<\/b><br \/>Propandiol ist ein zweiwertiger Alkohol, der biotechnologisch oder auf Erd\u00f6lbasis erzeugt werden kann. Die biotechnologische Herstellung hat die ehemalige Nischenchemikalie mittlerweile massenproduktionstauglich macht. Da 1,3-Propandiol Ausgangsmaterial f\u00fcr neuartige Kunststoffe mit hervorragenden physikalischen und chemischen Eigenschaften ist, ist das Interesse der Industrie an verfahrenstechnischen Verbesserungen gro\u00df. Der Anteil biotechnologischer Verfahren am Umsatz der Chemischen Industrie liegt derzeit bei etwa 5 Prozent, der Anteil am Umsatz der Pharmaindustrie schon bei 15 Prozent. Diese Prozentmarke soll die Chemische Industrie als definiertes EU-Ziel bis 2015 erreichen. Insgesamt wird der weltweite Umsatz mit wei\u00dfer \u2013 industriellen \u2013 Biotechnologie im Jahr 2015 auf rund 300 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt. Die Vorteile der wei\u00dfen Biotechnologie liegen vor allem im reduzierten Rohstoffverbrauch, in der h\u00f6heren Energieeffizienz, in verminderten Emissionen wie CO<sub>2<\/sub> und einer Verringerung der Produktionskosten. Die wei\u00dfe Biotechnologie gewinnt auch f\u00fcr Verfahren und Produkte in der Lebensmittel-, Textil-, Kosmetik- und Papierindustrie an Bedeutung. <\/p>\n<p><b><i>Technisch-naturwissenschaftliche Studieng\u00e4nge in Kooperation mit der BOKU<\/i><\/b><br \/>Das Bachelorstudium Bioengineering  sowie die Masterstudieng\u00e4nge Bioverfahrenstechnik, Biotechnologisches Qualit\u00e4tsmanagement und Bioinformatik werden am Standort und in Kooperation mit der BOKU gef\u00fchrt. Sie sind auf die biotechnologische Industrie ausgerichtet. Beim Masterstudium Bioverfahrenstechnik geht es um die technische Nutzung von Mikroorganismen, tierischen Zellen oder anderen biologischen Materialien. Sie reicht von der Herstellung von Produkten, \u00fcber die Entwicklung von Testkits bis zur Planung von Produktionsanlagen. Qualit\u00e4tsmanagement und regulatorische Angelegenheiten sind dabei wesentlich und bilden die Basis f\u00fcr die Zulassung von Arzneimit-teln, Wirkstoffen, Medizinprodukten bzw. von Lebens- und Futtermitteln oder Kosmetik. Speziell in diese Richtung verbindet das Masterstudium Biotechnologisches Qualit\u00e4tsmanagement technische Fachkompetenz mit Methoden der Betriebsf\u00fchrung. Das Masterstudium Bioinformatik bereitet dar-auf vor, riesige Datenmengen der Biotechnik effektiv zu verarbeiten und zu analysieren.<\/p>\n<p><b>Vogelbusch GmbH<\/b><br \/>Das Unternehmen ist seit der Gr\u00fcndung im Jahre 1921 im Bereich Planung und Anlagenbau f\u00fcr die Biotechnologie t\u00e4tig. Mit Wissen und Erfahrung in der Bioprozesstechnik f\u00fcr die Biocommodity-Industrie sowie f\u00fcr die Pharma- und Biopharma-Industrie ist Vogelbusch weltweit erfolgreich in der Projektrealisierung.<\/p>\n<p><b>FH Campus Wien<\/b><br \/>Die FH Campus Wien besteht in der heutigen Form seit 2002 und erhielt den Status &#8220;Fachhochschule&#8221; im Sommer 2004. Mit mehr als 3.800 Studierenden ist die FH Campus Wien die gr\u00f6\u00dfte FH in Wien und eine der gr\u00f6\u00dften Fachhochschulen \u00f6sterreichweit. In den Departments &#8220;Applied Life Sciences &#8220;, &#8220;Technik&#8221;, &#8220;Bautechnik&#8221;, &#8220;Gesundheit&#8221;,&#8221;Soziales&#8221; und im &#8220;Public Sector&#8221; steht den Stu-dierenden ein Angebot an 40 Bachelor- und Masterstudieng\u00e4ngen sowie Masterlehrg\u00e4ngen zur Auswahl. Die FH Campus Wien arbeitet insbesondere mit der Universit\u00e4t Wien, der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur, der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien, der Technischen Universit\u00e4t Wien und der Medizinischen Universit\u00e4t Wien zusammen. Die Gesundheits-Studieng\u00e4nge werden in Kooperation mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) gef\u00fchrt. Public Management wurde in Koope-ration mit dem Bundeskanzleramt, Tax Management mit dem Bundesministerium f\u00fcr Finanzen entwickelt. Zahlreiche F&#038;E-Projekte der Studieng\u00e4nge und externe Auftragsforschung werden \u00fcber eigene Forschungsgesellschaften abgewickelt. Die FH Campus Wien ist mit Unternehmen, Organi-sationen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen ebenso vernetzt wie mit Partner-Schulen aus BHS und AHS.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Mag.a Sonja Wallner (Unternehmenskommunikation)<br \/>T: +43 1 606 68 77-6403<br \/>F: +43 1 606 68 77-6409<br \/>M: <a href=\"mailto:sonja.wallner@fh-campuswien.ac.at\">sonja.wallner@fh-campuswien.ac.at<\/a><br \/>FH Campus Wien <br \/>Favoritenstra\u00dfe 226<br \/>1100 Wien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Fachbereich Bioengineering der FH Campus Wien hat mit dem Wiener Biotech-Unternehmen Vogelbusch eine Patentanmeldung eingereicht. 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