{"id":127684,"date":"2023-06-07T07:05:00","date_gmt":"2023-06-07T05:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=127684"},"modified":"2023-05-31T14:31:52","modified_gmt":"2023-05-31T12:31:52","slug":"erneuerbare-kraftstoffe-aus-grunen-raffinerien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erneuerbare-kraftstoffe-aus-grunen-raffinerien\/","title":{"rendered":"Erneuerbare Kraftstoffe aus Gr\u00fcnen Raffinerien"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>Synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien sind notwendig, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Die sogenannten reFuels versprechen eine bis zu 90-prozentige CO<sub>2<\/sub>-Reduktion gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Treibstoffen. Um den auch zuk\u00fcnftig bestehenden Bedarf im Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr, sowie f\u00fcr die Grundstoffversorgung der chemischen Industrie zu decken, brauchen wir entsprechende industrielle Anlagen. Wie viel reFuels tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt werden und wie die Gr\u00fcnen Raffinerien der Zukunft beschaffen sein m\u00fcssen, um sie zuverl\u00e4ssig bereitzustellen, wollen Forschende des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie (KIT) und ihre Partner jetzt im Projekt REF4FU herausfinden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"650\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-1024x650.jpeg\" alt=\"Erneuerbare Fl\u00fcssigkraftstoffe werden auch bei zunehmender Elektrifizierung f\u00fcr den Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr dringend gebraucht\" class=\"wp-image-127686\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-1024x650.jpeg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-300x190.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-150x95.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-768x487.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-1536x975.jpeg 1536w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-2048x1300.jpeg 2048w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/image-18-400x254.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Erneuerbare Fl\u00fcssigkraftstoffe werden auch bei zunehmender Elektrifizierung f\u00fcr den Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr dringend gebraucht <strong>\u00a9\u00a0<\/strong>Markus Breig, Amadeus Bramsiepe, KIT<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eFl\u00fcssigkraftstoffe werden auch bei zunehmender Elektromobilit\u00e4t im Verkehrssektor noch lange ben\u00f6tigt\u201c, sagt Professor Nicolaus Dahmen vom Institut f\u00fcr Katalyseforschung und -technologie (IKFT) des KIT, der das Projekt \u201eRefineries for Future\u201c (REF4FU) leitet. Denn: \u201eNur 60 Prozent des Kraftstoffs flie\u00dft heute in den individuellen Autoverkehr.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wer vom Verbrenner-Aus spreche, rede folglich nur von Pkw-Motoren. Deswegen gehe es jetzt im Projekt darum, vollst\u00e4ndig erneuerbare Kraftstoffe f\u00fcr alle Verkehrsbereiche zu entwickeln, zu erproben und zu standardisieren, die auch von den Fahrzeugen der Bestandsflotte auf der Stra\u00dfe, auf dem Wasser und in der Luft verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erneuerbare Rohstoffe sind Ausgangspunkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt sind nachhaltig erzeugter Wasserstoff, Pyrolyse\u00f6l aus Bioreststoffen wie Stroh oder Restholz, Methanol aus erneuerbaren Rohstoffen und Fischer-Tropsch-\u00d6l, das gr\u00fcnem Roh\u00f6l entspricht. \u201eDer Vorteil ist, dass diese Produkte transportiert, gelagert und gehandelt werden k\u00f6nnen wie heute Erd\u00f6l\u201c, erl\u00e4utert Dahmen. Dar\u00fcber hinaus werde gr\u00fcnes Roh\u00f6l auch in der Chemieindustrie gebraucht, etwa zur Herstellung von Kunststoffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Szenarien f\u00fcr Markthochlauf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Hergestellt werden reFuels bereits, allerdings noch im vorindustriellen Ma\u00dfstab: \u201eEs gibt schon entsprechende Verfahren und auch gro\u00dfe Versuchsanlagen, die technisch ausgereift sind und bereits tonnenweise synthetischen Treibstoff produzieren\u201c, sagt Dahmen. Unklar ist, wie die Kraftstoffe auf den Markt und damit zu den Kundinnen und Kunden kommen sollen. \u201eWir k\u00f6nnen uns zum Verkauf ja nicht einfach mit einem Fass an den Stra\u00dfenrand stellen\u201c, sagt Dahmen. Um also herauszufinden, wann und wo welche Mengen synthetischen Benzins, Diesels oder Kerosins gebraucht werden, arbeiten die Forschenden mit Szenarien. Dabei ber\u00fccksichtigen sie etwa die politischen Ziele bez\u00fcglich Elektrifizierung des Autoverkehrs oder die zu erwartende Entwicklung in den verschiedenen Verkehrssektoren. \u201eDemnach wird Benzin wahrscheinlich als erstes vom Markt verschwinden\u201c, glaubt Dahmen. Das wiederum wird Auswirkungen auf die Auslegung zuk\u00fcnftiger Produktionskapazit\u00e4ten haben.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das vom KIT koordinierte Verbundvorhaben REF4FU wird mit rund 7 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr gef\u00f6rdert. Neben Instituten des KIT (IKFT, IMVT, EBI-ceb, IFKM, IIP) sind Partner das DLR \u2014 Deutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt, das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum (DBFZ), die Technische Universit\u00e4t Bergakademie Freiberg sowie der Chemieanlagenbau Chemnitz, die BASF, EDL Anlagenbau sowie Ineratec; die Raffinerie MiRO, Porsche und ASG sind assoziierte Partner.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201eDie Forschungsuniversit\u00e4t in der Helmholtz-Gemeinschaft\u201c schafft und vermittelt das KIT Wissen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen ma\u00dfgebliche Beitr\u00e4ge in den Feldern Energie, Mobilit\u00e4t und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplin\u00e4ren Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universit\u00e4res Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationst\u00e4tigkeit am KIT schl\u00e4gt die Br\u00fccke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversit\u00e4ten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien sind notwendig, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Die sogenannten reFuels versprechen eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Treibstoffen. Um den auch zuk\u00fcnftig bestehenden Bedarf im Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr, sowie f\u00fcr die Grundstoffversorgung der chemischen Industrie zu decken, brauchen wir entsprechende industrielle Anlagen. 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