{"id":12742,"date":"2011-12-04T00:00:00","date_gmt":"2011-12-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20111204-01n"},"modified":"2011-12-04T00:00:00","modified_gmt":"2011-12-03T22:00:00","slug":"nachhaltiges-landmanagement-ist-ein-wichtiges-fundament-fuer-reduktion-und-anpassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltiges-landmanagement-ist-ein-wichtiges-fundament-fuer-reduktion-und-anpassung\/","title":{"rendered":"Nachhaltiges Landmanagement ist ein wichtiges Fundament f\u00fcr Reduktion und Anpassung"},"content":{"rendered":"<p><b>L\u00f6sungsstrategien f\u00fcr ein nachhaltiges Landmanagement m\u00fcssen auf der regionalen Ebene erarbeitet werden, denn rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen werden durch Landnutzungseffekte verursacht. Darauf haben das Deutsche Institut f\u00fcr Entwicklungspolitik (DIE) und das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) auf der UN-Klimakonferenz in Durban hingewiesen.<\/p>\n<p>Beide haben am 2. Dezember 2012 ein Side Event unter dem Motto &#8220;Adapting NRM in Africa&#8221; im Rahmen der COP 17 Verhandlungen zur Klimakonvention der UNFCCC veranstaltet. Side Events dienen dazu, beteiligte Akteure der Verhandlungen \u00fcber aktuelle Ergebnisse und Entwicklungen aus Wissenschaft und Praxis zu unterrichten. Bei diesem gut besuchten Side-Event konnte die Relevanz von integrierten Analysen und die M\u00f6glichkeiten des Landmanagements f\u00fcr Klima, Mitigation und Adaption deutlich gemacht werden.<\/b><\/p>\n<p>In der Pr\u00e4sentation des vom UFZ koordinierten Verbundforschungsvorhaben zur globalen Analyse und Synthese von Landmanagement auf \u00f6kosystemare Dienstleitungen und Treibhausgasemissionen wurden von Prof. Dr. Ralf Seppelt drei Punkte deutlich gemacht: Nachhaltiges Landmanagement ist ein wichtiges Fundament f\u00fcr Reduktion (Mitigation) und Anpassung (Adaptation) an den Klimawandel: Ca. 30 Prozent der Treibhausgasemissionen werden durch Landnutzungseffekte verursacht. Der Klimawandel beeinflu\u00dft \u00d6kosysteme und Landschaften und deren \u00f6kologische Prozesse in vielf\u00e4ltiger Weise, beipielsweise hinsichtlich der Artzusammensetzung, \u00d6kosystemfunktion und -dienstleistung. Dies fordert Anpassungsprozesse. Am Beispiel wichtiger \u00f6kologischer Funktionen wie Best\u00e4ubung konnte zweitens deutlich gemacht werden, wie relevant \u00f6kologische Dienstleistungen z.B. in Agrar- und Wald\u00f6kosystemen sind.<\/p>\n<p>Die integrative Sichtweise wurde von weiteren Vortragenden aus dem Site Event aufgegriffen. Zum dritten wurde deutlich, dass L\u00f6sungsstrategien f\u00fcr ein nachhaltiges Landmanagement auf der regionalen Ebene entwickelt werden m\u00fcssen. Gleichzeitig m\u00fcssen \u00dcbertragbarkeit der Ergebnisse, Synthese und eine Einbettung in globale Rahmenbedingungen (Szenarien) erreicht werden, um unterschiedliche Treiber wie Klimawandel, Agrarm\u00e4rkte, Demographie etc. gezielt zu analysieren. Gef\u00f6rdert durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF), wird dieses Konzept im Rahmen des Programmes &#8220;Nachhaltiges Landmanagement&#8221; umgesetzt und vom UFZ \u00fcbergreifend koordiniert (Link externLink externhttp:\/\/modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de).<\/p>\n<p>Vorgestellt wurden auf dem Side Event in Durban auch zwei Projekte zur nachhaltigen Landnutzung in Afrika: &#8220;The Future Okavango (TFO)&#8221; und &#8220;SuLaMa&#8221; untersuchen, wie im Einzugsgebiet des Okavangos in Angola, Botswana und Namibia bzw. auf dem Mahafaly-Plateau im s\u00fcdwestlichen Madagaskar Landnutzung nachhaltig gestaltet werden kann. So konnte die Relevanz von integrativen Analysen und die M\u00f6glichkeiten des Landmanagement f\u00fcr Klima, Mitigation und Adaption deutlich gemacht werden. Ergebnisse dieser Arbeiten des UFZ sind vor allem f\u00fcr die auf der Konferenz kritisierten Schlupfl\u00f6cher der Anrechnung von Emissionsreduktion, z.B. aus der Landnutzung, relevant. Im Vergleich zu den vorangegangenen COPs nimmt dieses Thema einen breiteren Raum auf der Konferenz in Durban ein.<\/p>\n<p><b>Kontakte<\/b><br \/>Prof. Dr. Ralf Seppelt<br \/>Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ)<br \/><a href=\"http:\/\/www.ufz.de\/index.php?de=13905\" >Prof. Dr. Ralf Seppelt<\/a><\/p>\n<p>Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)<br \/>Tel.: 0341 235 1635<br \/><a href=\"http:\/\/www.ufz.de\/index.php?de=640\" >www.ufz.de\/index.php?de=640<\/a><\/p>\n<p><b><i>\u00dcber das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ)<\/i><\/b><br \/>Im Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Ver\u00e4nderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsm\u00f6glichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ besch\u00e4ftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg ungef\u00e4hr 1.000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.<\/p>\n<p><b>\u00dcber die Helmholtz-Gemeinschaft<\/b><br \/>Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beitr\u00e4ge zur L\u00f6sung gro\u00dfer und dr\u00e4ngender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schl\u00fcsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit \u00fcber 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die gr\u00f6\u00dfte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>L&ouml;sungsstrategien f&uuml;r ein nachhaltiges Landmanagement m&uuml;ssen auf der regionalen Ebene erarbeitet werden, denn rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen werden durch Landnutzungseffekte verursacht. 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