{"id":12730,"date":"2011-12-14T00:00:00","date_gmt":"2011-12-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20111214-04n"},"modified":"2011-12-14T00:00:00","modified_gmt":"2011-12-13T22:00:00","slug":"neue-dera-kurzstudie-biomining-bietet-neue-perspektiven-fuer-bergbau-und-metall-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-dera-kurzstudie-biomining-bietet-neue-perspektiven-fuer-bergbau-und-metall-recycling\/","title":{"rendered":"Neue DERA-Kurzstudie: Biomining bietet neue Perspektiven f\u00fcr Bergbau und Metall-Recycling"},"content":{"rendered":"<p><b>Biomining zur Metallgewinnung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kurzstudie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).<\/p>\n<p>&#8220;Die Produktion von Metallen mit Hilfe von Biomining hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, besonders in den Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern. Neben der prim\u00e4ren Gewinnung von Kupfer aus Erzen spielen auch Wertmetalle wie Nickel, Kobalt, Zink und Gold eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der Anwendung dieser modernen Biotechnologie&#8221;, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Axel Schippers, Mitautor der Kurzstudie und Leiter des BGR-Arbeitsbereichs Geomikrobiologie.<\/b><\/p>\n<p>Inzwischen stammen bereits mehr als 8 Prozent des weltweit prim\u00e4r produzierten Kupfers aus biologischer Produktion. Nickel, Kobalt, Zink und Kupfer werden mittlerweile auch in Europa biotechnologisch im industriellen Ma\u00dfstab gewonnen.<\/p>\n<p>Biomining wird vorzugsweise bei Erzen mit niedrigen Metallgehalten eingesetzt, f\u00fcr die eine herk\u00f6mmliche Erzaufbereitung unwirtschaftlich ist. Der Anteil der biotechnologischen Metallgewinnung nimmt mit zunehmender Ausbeutung der bekannten Lagerst\u00e4tten zu. Wichtigster Prozess des Biominings ist die Biolaugung von Erzhalden mit Mikroorganismen. Im Gegensatz zur Aufbereitung in Schmelz\u00f6fen ist bei der Metall-Biolaugung der Energiebedarf sehr gering. Zudem entstehen keine umweltsch\u00e4dlichen Abgase wie Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) und Schwefeldioxid (SO<sub>2<\/sub>).<\/p>\n<p>Industriell wird Biomining bislang lediglich in der Gewinnung sulfidischer Lagerst\u00e4tten eingesetzt. &#8220;Es existieren aber bereits biotechnologische Labor- bzw. Pilotverfahren zum Aufschluss silikatischer und oxidischer Erze wie z.B. Laterite. Biomining bietet aber auch Perspektiven f\u00fcr das Metall-Recycling&#8221;, so Schippers. Beispiele sind die Laugung von Aufbereitungsr\u00fcckst\u00e4nden bzw. Bergbauhalden (mine tailings) sowie die Extraktion von Metallen aus industriellen R\u00fcckst\u00e4nden und Abf\u00e4llen wie Schlacken oder Aschen (Sekund\u00e4rrohstoffe). Einige Metall-Biolaugungs-Verfahren zur Metallgewinnung aus Industrieabf\u00e4llen sind bereits patentiert worden.<\/p>\n<p>&#8220;Biomining von Sekund\u00e4rrohstoffen&#8221; ist auch das Thema eines Workshops mit Experten aus Industrie und Wissenschaft, der am 15. Dezember 2011 im GEOZENTRUM Hannover im Rahmen des &#8220;DERA-Rohstoffdialogs&#8221; stattfindet. Mitveranstalter ist das &#8220;Innovationsforum Geobiotechnologie&#8221; des Geokompetenzzentrums Freiberg. Schippers: &#8220;Ziel ist es, biotechnologische Verfahren zum Metall-Recycling weiter zu entwickeln und in die Anwendung zu \u00fcberf\u00fchren.&#8221;<\/p>\n<p>Die im Rahmen der Newsletter-Reihe &#8220;Commodity Top News&#8221; (Ausgabe Nr. 39) ver\u00f6ffentlichte DERA-Kurzstudie &#8220;Biomining \u2013 Entwicklung der Metallgewinnung mittels Mikroorganismen im Bergbau&#8221; steht auf der Homepage der DERA als kostenloser Download zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. Axel Schippers<br \/>Tel.: 0511-643-3103<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:Axel.Schippers@bgr.de\">Axel.Schippers@bgr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Biomining zur Metallgewinnung gewinnt zunehmend an Bedeutung. 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