{"id":12724,"date":"2011-12-19T00:00:00","date_gmt":"2011-12-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20111219-06n"},"modified":"2011-12-19T00:00:00","modified_gmt":"2011-12-18T22:00:00","slug":"mobiltextilien-so-wertvoll-wie-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mobiltextilien-so-wertvoll-wie-noch-nie\/","title":{"rendered":"Mobiltextilien \u2013 so wertvoll wie noch nie!"},"content":{"rendered":"<p><b>Unsere Welt ist im stetigen Wandel. Die Verst\u00e4dterung nimmt zu, das Bev\u00f6lkerungswachstum geht rasant weiter. Prognosen zufolge werden in 2050 \u00fcber 9 Milliarden Menschen auf unserer Erde leben und bereits 2020 rund 1,2 Milliarden Autos \u00fcber die Stra\u00dfen rollen.<\/b><\/p>\n<p>Dementsprechend hat sich die Automobilindustrie im letzten Jahrhundert zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige entwickelt. Wurden 1982 weltweit &#8220;nur&#8221; 36,2 Mio. Kraftwagen (Pkw, Lkw und Busse) hergestellt, so waren es 2010 mit 77,6 Mio. Kraftwagen bereits mehr als doppelt so viel. Dabei lag China in 2010 mit 18,3 Mio. produzierten Kraftfahrzeugen unangefochten auf Platz Eins der Hersteller-L\u00e4nder und konnte seine Produktion um sage und schreibe das Sechzigfache seit Anfang der 1980er-Jahre steigern, gefolgt von Japan mit 9,6 Mio. produzierten Kraftfahrzeugen, den USA mit 7,7 Mio. Kraftfahrzeugen und Deutschland mit 5,9 Mio. Kraftfahrzeugen. Nach Sch\u00e4tzungen der Unternehmensberatung Roland Berger werden schon im Jahr 2015 rund 18 Millionen Chinesen einen Neuwagen kaufen. Dies verdeutlicht die momentane und noch weiter wachsende Dominanz der chinesischen Automobilproduktion. (Quelle: Newsletter 4 2011, Groz-Beckert)<\/p>\n<p>F\u00fcr die Automobilzulieferindustrie ist es sehr schwer, die richtigen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den expandierenden Automobilmarkt in China zu entwickeln. Klar ist jedoch, dass die richtige Strategie zum entscheiden Faktor f\u00fcr Erfolg oder Misserfolg wird. Hinzukommt die generelle Thematik der knappen Ressourcen und steigenden Rohstoffpreise, weshalb sich die Fahrzeughersteller intensiv um Gewichts- und Verbrauchsoptimierungen bem\u00fchen. Ein wichtiges Stichwort ist dazu die Elektro-Mobilit\u00e4t. Ob nun rein batteriebetrieben oder mit Hilfe von Wasserstoff, die neuen Antriebskonzepte bringen erhebliches zus\u00e4tzliches Gewicht mit sich. In diesem Punkt k\u00f6nnen Mobiltextilien einen sehr wertvollen Beitrag leisten, denn sie vereinen vor allem die positiven Eigenschaften der Leichtigkeit in sich: gute Schalld\u00e4mmung, UV-Best\u00e4ndigkeit, Festigkeit, Verformbarkeit und Abriebfestigkeit. Folglich werden den textilen Verbundwerkstoffen in der Fahrzeugproduktion weltweit exzellente Wachstumsaussichten bescheinigt. Die enorme Vielzahl der unterschiedlichen Einsatzm\u00f6glichkeiten von Mobiltextilien im Fahrzeugbau bietet ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Betr\u00e4gt heute der Anteil von Textilien in einem PKW der Mittelklasse noch etwa 25 Kilogramm, wird sich dieser in nur wenigen Jahren auf 30-35 Kilogramm erh\u00f6hen. Anteilig werden davon 50-60 Prozent Vliesstoffe sowie Filze und 40-50 Prozent andere textile Fl\u00e4chengebilde sein. Auch der Einsatz von Naturfasern bzw. Fasermischungen in der PKW-Produktion wird weiter zunehmen. Zum Einen aufgrund der verbesserten Recyclingf\u00e4higkeit, aber vor allem wegen des leichteren Gewichtes von Naturfasern gegen\u00fcber den Chemiefasern, was zu einer Gewichtsersparnis von bis zu 40 Prozent pro PKW f\u00fchren kann. (Quelle IVGT, 2010)<\/p>\n<p><b>Lead Market Deutschland<\/b><br \/>In Deutschland ist der Anteil von Mobiltextilien am Gesamtmarkt der Technischen Textilien mit rund 22 % das gr\u00f6\u00dfte Teilsegment. Deren Einsatzm\u00f6glichkeiten sind unter anderem Filter f\u00fcr Luft und Kraftstoffe, Fahrzeug-Planen, Airbag-Luftsack, Sicherheitsgurte, Verbundstoffe f\u00fcr Strukturbauteile, Formteile f\u00fcr die Innenausstattung, Innendekor f\u00fcr Formteile, Sitz- bzw. Schonbez\u00fcge, Sitzformteile, Auto-Bodenbelag, Verschlusssysteme, Antriebsriemen und Schl\u00e4uche. Speziell im automobilen Innenraum l\u00e4sst sich durch Spacer-Textilien die Klimakontrolle effizienter gestalten. F\u00fcr eine bessere Ger\u00e4uschd\u00e4mmung lassen sich neue recycelbare Verbundmaterialien einsetzen, die aus Vliesen, beflockten Fl\u00e4chen oder Membranen bestehen. Generell geht der Trend bei den Mobiltextilien in Richtung Sicherheit und Funktionalit\u00e4t. Die Fahrzeuge m\u00fcssen immer sicherer werden und sollen gleichzeitig auch innovative Funktionen z.B. mittels smart textiles (leitende Textilien), erf\u00fcllen. Rund 70 Prozent der technischen Innovationen h\u00e4ngen mit den Materialeigenschaften zusammen, d. h. der Bedarf an neuen Werkstoffen treibt Forschung und Entwicklung voran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Unsere Welt ist im stetigen Wandel. Die Verst&auml;dterung nimmt zu, das Bev&ouml;lkerungswachstum geht rasant weiter. 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