{"id":127045,"date":"2023-05-25T07:20:00","date_gmt":"2023-05-25T05:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=127045"},"modified":"2023-05-23T07:15:32","modified_gmt":"2023-05-23T05:15:32","slug":"eu-verpackungsplanen-fehlt-praxisbezug-paletten-und-co-sind-mobile-kohlenstoffspeicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-verpackungsplanen-fehlt-praxisbezug-paletten-und-co-sind-mobile-kohlenstoffspeicher\/","title":{"rendered":"EU-Verpackungspl\u00e4nen fehlt Praxisbezug: Paletten und Co. sind mobile Kohlenstoffspeicher!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-127095\" width=\"775\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29.png 964w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29-300x194.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29-150x97.png 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29-768x496.png 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29-400x259.png 400w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-17-um-13.48.29-380x245.png 380w\" sizes=\"auto, (max-width: 775px) 100vw, 775px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Vom Camembert in der runden Verpackung aus Pappelholz \u00fcber Klopapier auf Paletten bis zu Hightech-Maschinen in gro\u00dfen Kisten: Holzverpackungen sind f\u00fcr Verbraucher und Unternehmen allgegenw\u00e4rtig. Getreu dem Motto \u201eVermeiden \u2013 Wiederverwenden \u2013 Recyceln\u201c will die Europ\u00e4ische Kommission nun Verpackungen noch st\u00e4rker regulieren. Egal, ob sie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz oder aus fossilen Rohstoffen sind. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. fordert deshalb, in dem Verpackungs-Paket aus Br\u00fcssel klar und unmissverst\u00e4ndlich zwischen erneuerbaren Materialien wie Holz und solchen auf fossiler Basis zu trennen und den Verwendungszweck differenziert zu betrachten.&nbsp;<br><\/strong>&nbsp;<br>Die EU-Kommission hat sich mit ihrem Vorschlag zu Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4llen (PPWR) das n\u00e4chste dicke Brett f\u00fcr ihren \u201eGreen Deal\u201c, ihren Gr\u00fcnen Pakt, vorgenommen. Auf 172 Seiten breitet sie im Verordnungsentwurf ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr mehr Wiederverwertung und Recycling aus, von Minderungszielen beim Verpackungsabfall bis zu Mehrwegquoten f\u00fcr Verpackungen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie EU-Kommission hat viel Papier aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz beschrieben, doch leider hat Br\u00fcssel in Punkto Verpackungen vergessen, der zentralen Eigenschaft des Holzes als nachwachsendem Rohstoff gerecht zu werden\u201c, kritisiert <strong>HPE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Marcus Kirschner<\/strong> und erl\u00e4utert: \u201eStattdessen wird beinahe schon krampfhaft versucht, die Ideen regulatorischer Anforderungen inklusive \u00fcberbordender B\u00fcrokratie f\u00fcr Kunststoffe nun auch Holz und allen anderen Materialien \u00fcberzust\u00fclpen.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Allein rund drei bis vier Milliarden Paletten sind nach Angaben des europ\u00e4ischen Branchenverbands FEFPEB in der EU st\u00e4ndig in Umlauf. Dabei binden sie zusammen rund 100 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDas zeigt: Holzverpackungen sind ein wertvoller mobiler Kohlenstoffspeicher. Sie sind f\u00fcr die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln und Dingen des t\u00e4glichen Bedarfs ebenso unverzichtbar wie f\u00fcr die produzierende Industrie, die Exportwirtschaft und die kritischen Infrastrukturen. Fast alles wird in oder auf Holzpackmitteln und Paletten transportiert. Darauf basieren der nationale und grenz\u00fcberschreitende Warenverkehr sowie die Logistikketten. Das wird schlichtweg vergessen\u201c, kritisiert <strong>Kirschner<\/strong>.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gr\u00fcndlichkeit und Versorgungssicherheit beachten&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch an anderen Stellen des aktuellen Kommissionsvorschlags fehlt es nach Auffassung des HPE noch am notwendigen Praxisbezug. Der Kommissionsvorschlag hat Verpackungen f\u00fcr den privaten Verbrauch und Kunststoffe im Fokus. Holzverpackungen sind aber meist nicht f\u00fcr Endverbraucherprodukte gedacht. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDies muss in der Verordnung seinen Niederschlag finden, anstatt unverst\u00e4ndliche oder nutzlose Anforderungen zu stellen\u201c, sagt <strong>Kirschner<\/strong>. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Industrie- und Exportverpackungen und insbesondere f\u00fcr die transportierten Waren z\u00e4hlen Sicherheit und Unversehrtheit. Neue Maschinen sollten bei ihrer Ankunft am endg\u00fcltigen Bestimmungsort in fabrikneuem Zustand sein und keine Spuren von Rost usw. aufweisen. Um Korrosion oder \u00e4hnliche Probleme w\u00e4hrend des Transports und der Lagerung zu verhindern, werden Trockenmittel und andere Materialien f\u00fcr Schutzma\u00dfnahmen verwendet. Diese Verpackungsmaterialien k\u00f6nnen wegen ihrer Funktion und weil sie auf die Bed\u00fcrfnisse der transportierten G\u00fcter zugeschnitten sind, nicht wiederverwendet werden. Da Maschinen und andere G\u00fcter oft sehr schwer sind, unterschiedlichste Geometrien aufweisen, dezentrale Schwerpunkte und verschiedene Befestigungspunkte haben, ist die im Verordnungsentwurf vorgesehene Verpackungsminimierung bei Industrieverpackungen kaum m\u00f6glich. Der wichtigste Aspekt ist, dass Holzpaletten und -verpackungen \u201ezweckm\u00e4\u00dfig\u201c sind und ihren \u201ebestimmungsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch\u201c erf\u00fcllen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDer einseitige Blick auf die Minimierung, die in anderen Bereichen wie Kosmetika oder \u00e4hnlichem angebracht sind, w\u00fcrde im Bereich der Holzverpackungen einfach zu vielen Sch\u00e4den f\u00fchren. Zudem steigen die Gefahren f\u00fcr handhabende Personen deutlich\u201c, warnt <strong>Kirschner<\/strong>.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gegen nationale Sonderwege und Freifahrtsscheine f\u00fcr die EU-Kommission&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der HPE warnt au\u00dferdem vor nationalen Sonderwegen bei Umsetzung der PPWR. So wendet sich der Verband gegen Herstellerregister auf nationaler Ebene. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEs reicht ein europ\u00e4isches, zentrales Register f\u00fcr alle, bei dem der Nutzer der Plattform seine Ziell\u00e4nder ausw\u00e4hlen kann\u201c, betont Kirschner und wendet sich gegen Alleing\u00e4nge, wie sie in Italien oder Frankreich schon Realit\u00e4t sind. \u201eUm eine vollst\u00e4ndige Harmonisierung im EU-Binnenmarkt zu sichern und eine Marktfragmentierung zu verhindern, sollten die EU-Mitgliedstaaten keine Anforderungen einf\u00fchren d\u00fcrfen, die \u00fcber das auf EU-Ebene festgelegte Niveau hinausgehen\u201c, verlangt er.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der HPE erachtet die Einrichtung eines technischen Ausschusses auf EU-Ebene, der sich aus Vertretern der EU-Kommission, der nationalen Beh\u00f6rden und der gesamten Verpackungswertsch\u00f6pfungskette zusammensetzt als unerl\u00e4sslich. <\/p>\n\n\n\n<p>Dass die Einbindung von Experten f\u00fcr teilsektorspezifische Fragen zur Entwicklung der zahlreichen Durchf\u00fchrungs- und delegierten Rechtsakten, zu deren Schaffung der EU-Kommission das alleinige Recht einger\u00e4umt werden soll, alternativlos ist, macht Kirschner an folgendem Beispiel deutlich: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201ePalettenumh\u00fcllungen und Umreifungsb\u00e4nder zur Stabilisierung und zum Schutz von auf Paletten transportierten Produkten sollen laut dem Willen der Kommission wiederverwendet werden. Der Grundgedanke der \u201aWiederverwendung vor Recycling\u2018 ist ja grunds\u00e4tzlich richtig. Aber diese beiden Packhilfsmittel sind beim besten Willen nicht wiederverwendbar. Stretchfolien werden gedehnt und kehren nicht in ihren Ursprungszustand zur\u00fcck. Wie Umreifungsb\u00e4nder sind sie individuell zugeschnitten und k\u00f6nnen somit nicht f\u00fcr andere Verpackungen wiederverwendet werden.\u201c&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Europawahl im Fr\u00fchjahr 2024 wirft ihre Schatten voraus. Bis dahin soll das Gesetzespaket verabschiedet sein. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDoch darf die Gr\u00fcndlichkeit der Gesetzgebung und der Blick auf die Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Versorgungssicherheit darunter nicht leiden\u201c, mahnt <strong>Kirschner<\/strong>.&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber den HPE<\/strong> &#8211; Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. feierte 2019 sein 150-j\u00e4hriges Bestehen. Er ist ein Fachverband mit mehr als 420 \u00fcberwiegend inhabergef\u00fchrten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repr\u00e4sentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spank\u00f6rben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung, zum Funktionieren der Wirtschaft und Logistikketten sowie der kritischen Infrastrukturen. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt \u2013 inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern \u2013 bei rund sechs Mio. Kubikmetern.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Camembert in der runden Verpackung aus Pappelholz \u00fcber Klopapier auf Paletten bis zu Hightech-Maschinen in gro\u00dfen Kisten: Holzverpackungen sind f\u00fcr Verbraucher und Unternehmen allgegenw\u00e4rtig. Getreu dem Motto \u201eVermeiden \u2013 Wiederverwenden \u2013 Recyceln\u201c will die Europ\u00e4ische Kommission nun Verpackungen noch st\u00e4rker regulieren. 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