{"id":12695,"date":"2011-06-08T00:00:00","date_gmt":"2011-06-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110608-03n"},"modified":"2011-06-08T00:00:00","modified_gmt":"2011-06-07T22:00:00","slug":"nrw-studie-benennt-topthemen-fuer-die-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nrw-studie-benennt-topthemen-fuer-die-biooekonomie\/","title":{"rendered":"NRW: Studie benennt Topthemen f\u00fcr die Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf dem Weg zu einer biobasierten Industrie kann Nordrhein-Westfalen aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Eine Studie der Unternehmensberatung Capgemini bescheinigt dem gr\u00f6\u00dften deutschen Energie- und Chemiestandort ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr die Umsetzung einer solchen Bio\u00f6konomie. Insbesondere in den Bereichen Bioraffinerie, Biopolymere, Diagnostik und biofunktionalen Oberfl\u00e4chen sehen die Analysten besondere St\u00e4rken. Die Studie im Auftrag des NRW-Wissenschaftsministeriums mahnt jedoch eine noch st\u00e4rkere Vernetzung von Forschern mit den Unternehmen an. Die Potenzialanalyse wurde im Rahmen eines Expertenforums in D\u00fcsseldorf vorgestellt, das am 6. Juni auf Initiative von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze stattgefunden hatte.<\/b><\/p>\n<p>Hinsichtlich der Etablierung der Bio\u00f6konomie sagte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in D\u00fcsseldorf, dass es darauf ankomme, den Energie- und Chemiestandort NRW zu einer &#8220;Blue Economy&#8221; umzubauen, bei der die Produktion so wenig \u00f6kologische Fu\u00dfabdr\u00fccke wie m\u00f6glich hinterlasse. &#8220;Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wachstum bietet die Bio\u00f6konomie die einzigartige Chance, mit einer Kreislaufwirtschaft eine Alternative zur derzeitigen auf Erd\u00f6l basierenden Wirtschaft zu schaffen&#8221;, betonte Schulze.  &#8220;Gerade f\u00fcr das Industrieland Nordrhein-Westfalen bieten hochwertige Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen eine enorme Fortschrittsoption.&#8221; Um diese Optionen auszuloten, hatte die Wissenschaftsministerin Anfang Juni zum sogenannten &#8220;Forum des Fortschritts&#8221; nach D\u00fcsseldorf eingeladen, an dem etwa 60 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilgenommen hatten.<\/p>\n<p><b>F\u00fcnf Themenfelder besonders vielversprechend<\/b><br \/>Sabine Brand von der Unternehmensberatung Capgemini stellte hier die Potenzialanalyse erstmals der \u00d6ffentlichkeit vor. Es handelt sich um eine \u00fcberarbeitete Version der im Jahr 2009 durchgef\u00fchrten Studie.<\/p>\n<p>Die Analysten haben dabei Topthemen identifiziert, die in NRW mit Blick auf die Umsetzung der Bio\u00f6konomie besonders vielversprechend sind. &#8220;Dazu z\u00e4hlt etwa das Konzept der integrierten Bioraffinerie, aber auch Bereiche wie Biopolymere, Diagnostik, Biopharmazeutika und die Herstellung von biofunktionalen Materialien und Oberfl\u00e4chen&#8221;, sagte Brand. In diesen Feldern sei eine hervorragende Wissensbasis in NRW vorhanden. Um die Idee eines biobasierten Wirtschaftens entlang der Wertsch\u00f6pfungskette umzusetzen, brauche es jedoch viel Kommunikation zwischen Forschern und Unternehmen. &#8220;Das ist kein Selbstl\u00e4ufer. Hier gilt es, Experten der verschiedensten Disziplinen zusammenzubringen, ungew\u00f6hnliche Allianzen zu schmieden und zu koordinieren&#8221;, so Brand. Um die Vernetzung voranzutreiben, wurde im Rahmen der Studie eine Datenbank von s\u00e4mtlichen Akteuren in Wissenschaft und Industrie erstellt, die sich f\u00fcr solche Allianzen eignen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><b>Erste ungew\u00f6hliche Allianzen gibt es schon<\/b><br \/>Hinsichtlich solch neuartiger Allianzen ist in Nordrhein-Westfalen ohnehin bereits einiges in Bewegung geraten. So wurde im Herbst 2010 der strategische Forscherverbund &#8220;Bioeconomy Science Center&#8221; (BioSC) gegr\u00fcndet. Der gemeinsame Arbeit im Verbund von Forschungseinrichtungen in D\u00fcsseldorf, J\u00fclich, Bonn und Aachen hat mittlerweile Fahrt aufgenommen (<a href=\"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/aktuelles,did=122562.html\" >mehr&#8230;<\/a>). Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktor des BioSC, Ulrich Schurr, stellte in D\u00fcsseldorf vor, wie sich das BioSC k\u00fcnftig aufstellen will.  <\/p>\n<p>Mit dem in Deutschland in seiner thematischen Breite einmaligen Zusammenschluss hoffen die BioSC-Forscher gerade auch an jene F\u00f6rdermittel zu gelangen, wie sie k\u00fcrzlich vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben wurden (<a href=\"http:\/\/www.biotechnologie.de\/BIO\/Navigation\/DE\/aktuelles,did=123264.html\" >mehr&#8230;<\/a>). Wissenschaftsministerin Svenja Schulze unterstrich, es sei bei einem gro\u00dfen und komplexen Thema wie der Umsetzung der Bio\u00f6konomie ohnehin n\u00f6tig, in  internationalen Dimensionen zu denken: &#8220;Es ist wichtig, dass wir hierzu an europ\u00e4ische F\u00f6rdert\u00f6pfe kommen, mit Landesmitteln allein bekommen wir das nicht hin&#8221;, betonte Schulze. <\/p>\n<p>Christian Patermann, NRW-Berater f\u00fcr die wissensbasierte Bio\u00f6konomie im Forschungszentrum J\u00fclich, berichtete \u00fcber die neuesten Entwicklungen auf europ\u00e4ischer Ebene. Im Mai erst sei ein europaweites Konsultationsverfahren zur biobasierten Wirtschaft abgeschlossen worden, auf dessen Grundlage die EU-Komission im November 2011 eine europ\u00e4ische Strategie und einen Aktionsplan zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft 2020 auf den Weg bringen werde.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Die Zusammenfassung der Capgemini-Studie (engl.): <a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.nrw.de\/landdertalente_nrw\/Fortschritt_NRW\/Zweites_Forum_des_Fortschritts\/KBBE_Studie_16_3_final.pdf\" >pdf-download<\/a>\n<\/li>\n<li>Zur Dokumentation des Forums des Fortschritts zur Biok\u00f6nomie auf den Seiten des NRW-Wissenschaftsministeriums: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.nrw.de\/landdertalente_nrw\/Fortschritt_NRW\/Zweites_Forum_des_Fortschritts\/index.php\" >hier klicken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf dem Weg zu einer biobasierten Industrie kann Nordrhein-Westfalen aus dem Vollen sch&ouml;pfen. 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