{"id":126831,"date":"2023-05-19T07:26:00","date_gmt":"2023-05-19T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=126831"},"modified":"2023-05-16T11:15:14","modified_gmt":"2023-05-16T09:15:14","slug":"houskapreis-2023-wood-k-plus-wird-mit-dem-3-platz-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/houskapreis-2023-wood-k-plus-wird-mit-dem-3-platz-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"Houskapreis 2023 \u2013 Wood K plus wird mit dem 3. Platz ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n<p><strong><strong>Der Houskapreis genie\u00dft den Ruf als \u00d6sterreichs Forschungs-Oscar. Die B&amp;C Privatstiftung \u00d6sterreich zeichnet damit j\u00e4hrlich die besten Projekte im Bereich der anwendungsnahen Forschung aus. Die goldene Houskapreis-Statue wurde heuer erstmals auch in der Kategorie &#8220;Au\u00dferuniversit\u00e4re Forschung&#8221; verliehen. Die Kompetenzzentrum Holz GmbH (Wood K plus) konnte bei der Preisverleihung am 27. April 2023 im festlichen Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.gartenbaukino.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gartenbaukinos in Wien<\/a> \u2013 f\u00fcr die Entwicklung eines biobasierten Bindemittels f\u00fcr die Holzwerkstoffindustrie \u2013 Platz&nbsp;3 in dieser Kategorie erzielen und 20.000,- \u20ac gewinnen. Wood K plus hat ein auf Pflanzen basiertes Bindemittel f\u00fcr Holzwerkstoffe und M\u00f6bel entwickelt. Das erm\u00f6glicht es, M\u00f6bel nachhaltiger und gesundheitsfreundlicher zu produzieren. Die von Projektpartnern produzierten Span- und MDF-Platten wurden bereits erfolgreich von IKEA in M\u00f6belprototypen verwendet.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Holzindustrie spielt eine zentrale Rolle bei der strategischen Entwicklung einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie in \u00d6sterreich. Kommerzielle fossile Bindemittel f\u00fcr Holzwerkstoffe sind hochreaktiv und basieren auf Chemikalien wie Formaldehyd. Bisherige Alternativen auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen konnten sich nicht auf dem Markt etablieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem internationalen Projekt wurde nun die Br\u00fccke zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung geschlagen. Es wurde ein grunds\u00e4tzliches Verst\u00e4ndnis \u00fcber das Zusammenspiel zwischen Klebstoff und Holzwerkstoff erlangt und H\u00fcrden in der industriellen Nutzung biobasierter Klebstoffe identifiziert. Diese H\u00fcrden resultieren v.a. aus einer zu niedrigen Reaktivit\u00e4t und\/oder der Verwendung von Rohstoffen mit geringer Verf\u00fcgbarkeit. Die zu niedrige Reaktivit\u00e4t bewirkt, dass die Bindemittel zu lange aush\u00e4rten und die Produktionsprozesse daher deutlich zu langsam und damit unrentabel werden. Zus\u00e4tzlich sind neue Methoden zur Messung der Reaktivit\u00e4t von Klebstoffen essentiell f\u00fcr die Entwicklung von Alternativen mit einer zuverl\u00e4ssig hohen Adh\u00e4sion (Bindung) und geringeren Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1.jpeg\" alt=\"Nominierung AuFo f\u00fcr Wood K plus: Wilfried Sailer-Kronlachner, Catherine Rosenfeld, Pia Solt-Rindler, Erik van Herwijnen, B&amp;C: Birgit Noggler (l.), Doris Mayr (r.), Foto: Rene Wallentin\" class=\"wp-image-126847\" width=\"738\" height=\"492\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1.jpeg 790w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1-150x100.jpeg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1-768x512.jpeg 768w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/hp2023_team_herwijnen_wood_k_plus_crenewallentin-scaled-1-400x267.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><figcaption>Nominierung AuFo f\u00fcr Wood K plus: Wilfried Sailer-Kronlachner, Catherine Rosenfeld, Pia Solt-Rindler, Erik van Herwijnen, B&amp;C: Birgit Noggler (l.), Doris Mayr (r.), Foto: Rene Wallentin \u00a9 Wood K plus<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nun hat es Wood K plus geschafft, einen kohlehydratbasierten Klebstoff zu entwickeln, der nachhaltig ist und eine sehr hohe Reaktivit\u00e4t besitzt. Dieses biobasierte Bindemittel erm\u00f6glicht der Holzwerkstoffindustrie eine kurze und somit wirtschaftliche Produktionszeit wichtiger Holzverbundplatten ohne dass aufw\u00e4ndige Investitionen in neue Anlagen notwendig sind. Die von Projektpartnern produzierten Span- und MDF-Platten wurden bereits erfolgreich von IKEA in M\u00f6belprototypen verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Erfolge des Projekts und dessen starke internationale Beachtung wurde Wood K plus Mitorganisator der weltweit gr\u00f6\u00dften und angesehensten Konferenz \u00fcber Holzklebstoffe, der ICWA in den USA. Wood K plus nutzt hierbei seine Vorreiterrolle, um den wissenschaftlichen Diskurs \u00fcber alternative Klebstoffformulierungen weiter voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ergebnisse etablierten Wood K plus als international f\u00fchrendes Forschungszentrum auf dem Gebiet der alternativen Klebstoffe und st\u00e4rken die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der \u00f6sterreichischen und europ\u00e4ischen Holzindustrie.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"299\" height=\"209\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-12-um-12.21.32.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-126850\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-12-um-12.21.32.png 299w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2023\/05\/Bildschirmfoto-2023-05-12-um-12.21.32-150x105.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber die Kompetenzzentrum Holz GmbH (Wood K plus)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<strong>Kompetenzzentrum Holz GmbH \u2013 Wood K plus<\/strong>&nbsp;betreibt seit \u00fcber 20 Jahren exzellente Forschung im Bereich der nachhaltigen Materialien und Prozesstechnologien f\u00fcr Unternehmen in Zusammenarbeit mit Universit\u00e4ten. Mit Schl\u00fcsselthemen wie&nbsp;<strong>nachwachsende Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft und Bio\u00f6konomie<\/strong>&nbsp;leistet Wood K plus einen entscheidenden Beitrag in Richtung&nbsp;<strong>\u00d6kologische Transformation der Industrie<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nachhaltige Nutzung von biobasierten Rohstoffen, energieoptimierte Fertigungsverfahren und eine durchg\u00e4ngig kreislaufgef\u00fchrte Bio\u00f6konomie sind die zentralen Schwerpunkte des<strong>&nbsp;<\/strong>Forschungsprogramms&nbsp;<strong>\u201eWOOD \u2013 Transition to a sustainable bioeconomy\u201c,&nbsp;<\/strong>das im Rahmen des COMET Programms (K1 Zentrum) durchgef\u00fchrt wird<strong>.&nbsp;<\/strong>Daf\u00fcr wird auf effiziente L\u00f6sungsans\u00e4tze der Bioraffinerie, wie die Wiederverwertung von Neben- und Reststr\u00f6men sowie die Herstellung&nbsp;<strong>biobasierter Chemikalien, L\u00f6sungsmittel und Basiskomponenten<\/strong>&nbsp;gesetzt. Dazu werden zum Beispiel biotechnologische Verfahren eingesetzt und neuartige Katalysatoren entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><a>Rund 120 Forscher*innen entwickeln bei Wood K plus&nbsp;<strong>biobasierte funktionalisierte Materialien&nbsp;<\/strong>\u2013 wie neue Holzwerkstoffe f\u00fcr M\u00f6bel und Bau, hochleistungsf\u00e4hige Carbon-Werkstoffe, nachhaltige Verpackungen, hochwertige Fasern, thermische Isolierungen und nat\u00fcrliche Composit-Werkstoffe f\u00fcr viele Anwendungen, z.B. Fahrzeuge und Windkraftwerke. Auch die&nbsp;<strong>Verbesserung der Klimabilanz&nbsp;<\/strong>des Bausektors steht im Fokus. Hundert Prozent biobasierte Verbund- und Holzwerkstoffe mit biobasierten Bindemitteln sollen die Best\u00e4ndigkeit und Funktionalit\u00e4t im Holzbau weiter massiv steigern.&nbsp;<\/a>Rohstoffe effizient nutzen, die Umwelt schonen und die Produktivit\u00e4t erh\u00f6hen \u2013 einen immer wichtigeren Stellenwert nimmt dabei die&nbsp;<strong>Schlie\u00dfung von Stoffkreisl\u00e4ufen<\/strong>&nbsp;ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Geforscht wird gemeinsam mit&nbsp;<strong>\u00fcber 150 Firmenpartnern&nbsp;<\/strong>und<strong>&nbsp;50 wissenschaftlichen Partnern<\/strong>&nbsp;\u2013 darunter viele namhafte \u00f6sterreichische und internationale Partner- in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten an drei Standorten in Linz (Hauptsitz), Tulln und St. Veit an der Glan.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als COMET-K1-Zentrum wird Wood K plus im Rahmen von COMET \u2013&nbsp;<em>Competence Centers for Excellent Technologies<\/em>&nbsp;&#8211; durch die Ministerien BMK, BMAW sowie die Bundesl\u00e4nder Ober\u00f6sterreich, Nieder\u00f6sterreich und K\u00e4rnten gef\u00f6rdert. Das Programm COMET wird durch die \u00f6sterreichische Forschungsf\u00f6rderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Houskapreis genie\u00dft den Ruf als \u00d6sterreichs Forschungs-Oscar. Die B&amp;C Privatstiftung \u00d6sterreich zeichnet damit j\u00e4hrlich die besten Projekte im Bereich der anwendungsnahen Forschung aus. Die goldene Houskapreis-Statue wurde heuer erstmals auch in der Kategorie &#8220;Au\u00dferuniversit\u00e4re Forschung&#8221; verliehen. Die Kompetenzzentrum Holz GmbH (Wood K plus) konnte bei der Preisverleihung am 27. 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