{"id":12682,"date":"2011-06-23T00:00:00","date_gmt":"2011-06-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110623-01n"},"modified":"2011-06-23T00:00:00","modified_gmt":"2011-06-22T22:00:00","slug":"treffen-der-g20-agrarminister-in-paris-aigner-dringt-auf-schnelle-umsetzung-des-aktionsplans-mehr-transparenz-auf-internationalen-rohstoff-mrkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/treffen-der-g20-agrarminister-in-paris-aigner-dringt-auf-schnelle-umsetzung-des-aktionsplans-mehr-transparenz-auf-internationalen-rohstoff-mrkten\/","title":{"rendered":"Treffen der G20-Agrarminister in Paris: Aigner dringt auf schnelle Umsetzung des Aktionsplans &#8220;Mehr Transparenz auf internationalen Rohstoff-M&auml;rkten&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><b>Zum Abschluss des Treffens der Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl\u00e4nder am Donnerstag in Paris hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine schnelle Umsetzung des beschlossenen Aktionsplans gefordert.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Von diesem G20-Treffen geht ein klares Signal aus: Die Agrarminister sind entschlossen, f\u00fcr mehr Transparenz auf den internationalen M\u00e4rkten zu sorgen, um Missbrauch und Manipulation von Rohstoffpreisen einen Riegel vorzuschieben. Der in Paris beschlossene Aktionsplan enth\u00e4lt wirksame Ma\u00dfnahmen, die nun m\u00f6glichst schnell greifen m\u00fcssen&#8221;, erkl\u00e4rte Aigner in Paris. &#8220;Wir m\u00fcssen die Funktionsf\u00e4higkeit der Agrarm\u00e4rkte st\u00e4rken, Markttransparenz und Marktinformation verbessern und alles daran setzen, die extremen Preisschwankungen einzud\u00e4mmen.&#8221; Aigner k\u00fcndigte an, das Thema auf dem Internationalen Agrarministergipfel im Januar 2012 in Berlin weiter voranzutreiben.<\/p>\n<p>Aigner sprach in Paris von einem &#8220;historischen Treffen&#8221;: &#8220;Erstmals in der Geschichte haben sich die Agrarminister der G20 versammelt, um Antworten zu finden auf die entscheidenden Zukunftsfragen unseres Planeten: Wie k\u00f6nnen wir das Menschenrecht auf Nahrung sichern, wie k\u00f6nnen wir die Ern\u00e4hrung einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung gew\u00e4hrleisten und unsere wichtigsten Rohstoffe vor Spekulation und Preistreiberei sch\u00fctzen?&#8221;<\/p>\n<p>Durch die &#8220;alarmierende Achterbahnfahrt auf den Weltm\u00e4rkten f\u00fcr Agrar-Rohstoffe&#8221; seien Grundnahrungsmittel besonders f\u00fcr viele Menschen in den Entwicklungsl\u00e4ndern unbezahlbar geworden. &#8220;Wir Agrarminister bekennen uns zum Menschenrecht auf Nahrung &#8211; die internationale Gemeinschaft steht hier in der Verantwortung. Nahrungsmittel und Agrarrohstoffe sind kein Produkt wie jedes andere. Es geht um die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen. Deshalb m\u00fcssen wir verhindern, dass Nahrungsmittelm\u00e4rkte zum Objekt von Spekulanten und Zockern werden &#8220;, sagte Aigner.<\/p>\n<p>Oberstes Gebot sei mehr Transparenz, so die Ministerin. &#8220;Wir m\u00fcssen den Blindflug beenden und Transparenz schaffen auf den Agrarm\u00e4rkten, um \u00fcberhaupt zu wissen: Welche Rohstoffe, welche Mengen sind auf dem Markt?&#8221; Es sei ein gro\u00dfer Erfolg der franz\u00f6sischen G20-Pr\u00e4sidentschaft, dass es gelungen sei, den Aufbau eines Agrar-Markt-Informations-Systems (AMIS) zu beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von AMIS sollen k\u00fcnftig die Entwicklung der vier wichtigsten pflanzlichen Erzeugnisse (Weizen, Mais, Reis, Sojabohnen) beobachtet und international vergleichbare Produktions- und Verbrauchszahlen vorgelegt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Exporteuren, Importeuren, Unternehmen sowie internationalen Organisationen soll helfen, die M\u00e4rkte transparenter zu gestalten, das Vertrauen in die M\u00e4rkte zu st\u00e4rken und die Verteilung von Lebensmitteln im Interesse der bed\u00fcrftigsten Entwicklungsl\u00e4nder zu verbessern. Im Rahmen von AMIS entsteht zudem ein Alarm-System, das Preisanstiege schneller erkennbar macht und so auch eine schnellere Reaktion erm\u00f6glicht. Als Erg\u00e4nzung wird ein satellitengest\u00fctztes Geoinformationssystem gepr\u00fcft, das wichtige Wetterdaten verf\u00fcgbar macht und fundierte Vorhersagen erleichtert.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des G20-Treffens in Paris wertete Bundesministerin Aigner als &#8220;wichtigen Schritt, dem weitere folgen m\u00fcssen&#8221;. Aigner betonte, nicht nur auf den Agrarrohstoff-M\u00e4rkten, sondern auch auf den Finanzm\u00e4rkten f\u00fcr Agrar-Derivate m\u00fcsse mehr Transparenz geschaffen werden, etwa durch eine Registrierung kommerzieller wie nicht-kommerzieller H\u00e4ndler an Terminm\u00e4rkten. &#8220;Es muss f\u00fcr alle Seiten erkennbar sein, welche Gruppen sich auf dem Rohstoff-Finanzmarkt bet\u00e4tigen und wer Waren kauft und verkauft. Das k\u00f6nnen Rohstoffh\u00e4ndler sein, die ihr Risiko absichern, aber eben auch reine Finanzjongleure, die um den schnellen Profit pokern.&#8221; <\/p>\n<p>Ein Transaktionsregister k\u00f6nne Transparenz schaffen und damit die M\u00f6glichkeit, notfalls zu intervenieren. Auch k\u00f6nnten regelm\u00e4\u00dfige Berichtspflichten f\u00fcr die Wa\u00adrenter\u00adminb\u00f6rsen eingef\u00fchrt werden, wie sie in den USA l\u00e4ngst \u00fcblich seien. Auch beim unkontrollierten direkten Handel an B\u00f6rsen und M\u00e4rkten vorbei sollte f\u00fcr mehr Transparenz gesorgt werden, um Preisschwankungen zu verringern. <\/p>\n<p>Aigner: &#8220;Im Ziel sind wir uns mit den Finanzministern einig: Landwirte und Ern\u00e4hrungswirtschaft brauchen weiterhin die M\u00f6glichkeit, ihre Preise \u00fcber die Terminb\u00f6rsen abzusichern. \u00dcberm\u00e4\u00dfige Spekulation mit Agrarrohstoffen muss allerdings eingeschr\u00e4nkt werden, ohne den M\u00e4rkten zu schaden. Die Kunst liegt darin, die kapitalmarktgesteuerten Spekulationen so zu steuern und gegebenenfalls zu begrenzen, dass die Stabilisierungseffekte der Warenterminb\u00f6rsen erhalten bleiben. Zum Beispiel k\u00f6nnten realistische Grenzen f\u00fcr die t\u00e4glichen Preisschwankungen bei bestimmten Produkten wie Getreide oder Soja an Warenterminb\u00f6rsen eingef\u00fchrt werden.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Zum Abschluss des Treffens der Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder am Donnerstag in Paris hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine schnelle Umsetzung des beschlossenen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[6286],"class_list":["post-12682","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","supplier-bundesministerium-ernahrung-landwirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12682"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12682\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12682"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=12682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}