{"id":12677,"date":"2011-07-04T00:00:00","date_gmt":"2011-07-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20110704-03n"},"modified":"2011-07-04T00:00:00","modified_gmt":"2011-07-03T22:00:00","slug":"studie-plastikmuell-wird-zum-gau-der-ozeane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/studie-plastikmuell-wird-zum-gau-der-ozeane\/","title":{"rendered":"Studie: Plastikm\u00fcll wird zum Gau der Ozeane"},"content":{"rendered":"<p><b>Dass sich in den Meeren Plastikteile anh\u00e4ufen, riesige Inseln bilden und Kleinteile den Meeresboden \u00fcberziehen, ist bekannt. Nun haben US-Wissenschaftler vom <a href=\"http:\/\/sio.ucsd.edu\/\" >Scripps Institution of Oceanography<\/a> erstmals belegt, was eher anekdotisch bekannt war, n\u00e4mlich in welch hohem Ausma\u00df der Plastikm\u00fcll auch in den Fischen landet.<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Scripps Environmental Accumulation of Plastic Expedition (<a href=\"http:\/\/seaplexscience.com\/\" >SEAPLEX<\/a>), die im Jahr 2009 stattfand und von Kalifornien bis zum Nordpazifikwirbel (North Pacific Gyre) f\u00fchrte (<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/3\/144431\" >Gigantische Plastikm\u00fcllhalde im Meer<\/a>), der wegen der dort vorhandenen Plastikm\u00fcllteile auch Great Pacific Garbage Patch genannt wird. Bis zu einer Million Plastikteilchen aller Gr\u00f6\u00dfen soll es hier in jedem Quadratkilometer geben. Das Meer ertrinkt gewisserma\u00dfen in Millionen von Tonnen an Plastik, das unsere Zivilisation billig in Unmengen produziert, ohne an die Folgen zu denken (<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/30\/30961\/1.html\" >Plastik vergiftet die Meere<\/a>).<\/p>\n<p>Das Plastik, das man hier findet, ist meist durch die Wellen mechanisch zu kleinen Teilchen zerrissen worden, die auch von den Meerestieren, selbst von den Planktonlebewesen aufgenommen werden. Der Gro\u00dfteil der Plastikteilchen sinkt auf den Meeresgrund. Das sich \u00fcberdies durch Regen und Sonne zersetzende Plastik setzt aber auch zahlreiche Gifte frei, die auch f\u00fcr die Tiere, die Plastikteilchen fressen, gef\u00e4hrlich werden und beispielsweise Krebs verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div style=\"float:right;margin-left:10px;\">\n<table border=\"0\">\n<tr>\n<td><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20110704-03\/Bild.jpg\" align=\"left\" BORDER=\"0\" ALT=\"Zwei Laternenfische und Plastikteilchen, die w\u00e4hrend SEAPLEX dem <br \/>Meer entnommen wurden. Bild: SCRIPPS\/J. Leicther&#8221;><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"font-size:10px;\" align=\"left\">Zwei Laternenfische und Plastikteilchen, die w\u00e4hrend SEAPLEX dem <br \/>Meer entnommen wurden. Bild: SCRIPPS\/J. Leicther<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><br style=\"clear:left;\"\/>F\u00fcr die Studie wurden in unterschiedlicher Tiefe Fische gefangen, Wasserproben genommen und Plastikteile eingesammelt. 141 Fische von 27 Arten wurden seziert, in 9,2 Prozent fanden sich im Magen Plastikteile, die meist so klein waren, dass sich ihre Herkunft nicht ermitteln lie\u00df. Aus der Probe schlie\u00dfen die Wissenschaftler, dass die Fische im Nordpazifik im Jahr zwischen 12- und 14.000 Tonnen an Plastik fressen. <\/p>\n<p>Da Fische Plastikteile wieder ausspucken oder ausscheiden, aber auch daran sterben k\u00f6nnen, d\u00fcrften die 9 Prozent aber noch zu niedrig angesetzt sein. Bei der Studie ging es allerdings nur um die Aufnahme von Plastik, welche Folgen dies hat, wurde nicht erforscht. Die Mehrzahl der sezierten Fische geh\u00f6rten zu den Laternenfischen, die in einer Tiefe von 200 &#8211; 1.000 Metern leben, sich von Plankton ern\u00e4hren und von gr\u00f6\u00dferen Fischen &#8211; mitsamt Plastik &#8211; gefressen werden.<\/p>\n<ul>\n<li><b>Weitere Informationen:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.int-res.com\/abstracts\/meps\/v432\/p173-180\/\" >Link zur Studie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Dass sich in den Meeren Plastikteile anh&auml;ufen, riesige Inseln bilden und Kleinteile den Meeresboden &uuml;berziehen, ist bekannt. 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